Kunststoff-Schneidmühlen

Der wertstofflichen Verwertung zugeführt

werden müssen PET-Flaschen nach dem letzten Schluck. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Zerkleinerung in leistungsfähigen Schneidmühlen. Der schweizerische Maschinenbauer Nuga hat zu diesem Zweck eine neue Baureihe aufgelegt.

In diese Schneidmühlen werden die Kunststoff-Flaschen in loser Schüttung als ganze Einheiten, aufgelöst aus Ballen in perforierter und gepresster Form oder als einzelne Briketts über ein Förderband eingebracht. Über eine horizontal angeordnete Schnecke wird der Materialstrom zwangsweise von innen dem Rotor axial zudosiert. Der Rotor ist offen und auf seinem Umfang sind drei oder fünf Rotormesserreihen angebracht. Der sich drehende Rotor erzeugt eine Zentrifugalkraft, die das Material durch den offenen Rotor gegen die von Sieb und Statormessern gebildete Mahlkammerwand schleudert. Dort wird es zwischen den Rotor- und Statormessern zu einem scharf geschnittenen und staubarmen Mahlgut zerkleinert. Das bei konventionellen Schneidmühlen sonst übliche „Tanzen“ der leichten PET-Flaschen auf dem Rotor oder gar das Herausschleudern von teilzerkleinertem Material wird damit verhindert. Die Rotor- und Statormesser bestehen aus baugleichen, passgenauen Hartmetall-Wendeplatten, die den raschen Messerwechsel ermöglichen. Ein Einstellen des Messerspalts ist nicht erforderlich, da der Schneidspalt laut Hersteller über die ganze Länge maßhaltig bleibt.

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Durch das großflächig um den Mahlraum angeordnete, rostfreie, elektropolierte und verschleißarme Lochsieb werden die zu Flakes zerkleinerten Flaschen durch eine integrierte Absaugung zügig ausgetragen. Die kurze Verweilzeit verursacht keine thermische Belastung des Mahlgutes und führt zu niedrigem spezifischen Energieverbrauch, geringem Messerverschleiß und hohem Durchsatz. Eine lastabhängig geregelte Steuerung zwischen Rotor und Schneckenwelle verhindert ein Überfüllen des Mahlraumes sowie einen Materialstau am Sieb.

Der Durchsatz dieser Schneidmühlen liegt je nach Aufgabeform der PET-Flaschen, Rotorgröße und eingesetzter Sieblochgeometrie bei 1.000–2.000 kg/h. Die Antriebsleistung beträgt dabei lediglich 30 kW bis 55 kW. Der Rotordurchmesser von 440 mm und eine Rotorbreite von 270 oder 480 mm ermöglichen die sehr kompakte Bauweise. ms

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