Korrosionsprüfung

Wann kommt der Rost?

Vielfältig sind die Qualitätsansprüche an moderne Oberflächen. Multifunktional ausgelegt sind daher auch die Korrosionsprüfgeräte der neusten Generation. Einen solchen Universalisten bietet der Biefelder Hersteller Liebisch an. Neben Salznebel- und Schwitzwasserprüfungen nach Norm lassen sich mit dem System auch zyklische Korrosionsprüfungen durchführen.

Universalist: Multifunktionales Korrosionsprüfgerät mit Kühlaggregat

Ob Investitionsgut oder Konsumartikel – immer universeller, funktioneller und langlebiger sollen sie sein, die Produkte, die uns in Beruf und Freizeit begleiten. Das stellt immer höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Einsatzbreite moderner Korrosionsprüfgeräte. Diese Anlagen erzeugen in ihrer Prüfkammer ein aggressives, korrosionsförderndes Klima basierend auf nationalen und internationalen Prüfvorschriften.

Im Allgemeinen wird im Rahmen einer Korrosionsprüfung das Korrosionsschutzsystem eines meist metallischen Probanden geprüft. Dazu werden diverse Parameter wie zum Beispiel spezielle Prüflösungen, Schadgase, hohe Luftfeuchten oder hohe Temperaturen benutzt, um die Normalbedingungen zu verschärfen. Diese Einflussgrößen können mit moderner Technik geregelt werden, so dass sich die Prüfabläufe gut reproduzieren lassen. Um die Korrelation zwischen Laborprüfungsresultaten und den Auswirkungen realer Umweltbelastungen weiter zu verbessern, werden immer neue Prüfverfahren entwickelt.

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Einseitige Belastung nicht genug

Da einseitige, individuelle Belastungen nicht ausreichen, um die Auswirkungen der vielfältigen „Störfaktoren“ unserer Umwelt zu simulieren, werden diese in Korrosionswechseltests kombiniert. Phasen von Salznebel, Kondenswasser, Belüftung, Trocknung sowie Feuchtklimate können sich dabei in unterschiedlicher Zusammensetzung und Qualität abwechseln. Ausgelegt für solche Untersuchungen sind Multifunktionsgeräte, die die Langlebigkeit und Betriebssicherheit bewährter Systeme mit der Verfahrensvielfalt aktueller Anforderungen verbinden. Dabei haben die Vollkunststoff-Wechseltestsysteme aus dem Hause Liebisch noch einiges mehr zu bieten. Über die genannten Eigenschaften hinaus zeichnen sie sich durch eine hohe Bedienungs- und Wartungsfreundlichkeit, ihr formschönes und zweckmäßiges Design sowie eine qualitativ hochwertige Komponentenauswahl aus. Außerdem leistet der Bielefelder Hersteller einen sehr zuverlässigen technischen Support.

Ein repräsentativer Vertreter dieser Gerätegruppe der Wechseltestsysteme ist das Modell SKBWF 1000 A-TR aus dem Programm von Liebisch. Dieses Prüfgerät in Truhenbauform bietet ein Prüfraumvolumen von 1000 Liter. Das Gehäuse und der Prüfraum bestehen aus GFK und werden damit selbst hohen Beanspruchungen gerecht. Denn der besonders langlebige Werkstoff ist bekanntermaßen prädestiniert für den Einsatz in „aggressiven“ Umgebungen. Schließlich soll nicht das Korrosionsprüfgerät getestet werden, sondern der Proband.

Das Leistungsspektrum dieses Geräts erlaubt es, Prüftemperaturen zwischen Raumtemperatur und +70°C anzuwählen. Und mit der optionalen Ausstattung lassen sich auch Temperaturen unterhalb der Raumtemperatur bis in den Frostbereich hinein erzielen. Neben Salznebel- und Schwitzwasserprüfungen nach Norm lassen sich mit dem System außerdem alle erdenklichen Arten von zyklischen Korrosionsprüfungen durchführen. Dazu ein Beispiel: Der neue VDA-Wechseltest soll ähnlich dem Daimler-Klimawechseltest (KWT-DC) die Korrelation der Ergebnisse von Feld- und Laborversuchen weiter optimieren. So wird bei diesen Verfahren der Einsatzbereich auf die Substratarten Zink, Stahl und Aluminium erweitert. Auch werden die im Automobilbau marktrelevanten Klimazonen besser berücksichtigt. Daher findet nicht nur der Klimaverlauf Mitteleuropas inklusive der Salzbelastung Beachtung, sondern auch das Tropenklima.

Bei beiden Verfahren erstreckt sich der gesamte Temperaturbereich von -15°C bis zu +50°C bei variablen relativen Luftfeuchten bis zu 100 Prozent. Zudem sind Rampenverläufe zu absolvieren, um reale Bedingungen besser abzubilden. Das alles stellt höchste Anforderungen an die Prüfgerätetechnik. Der Anwender eines derartigen Wechseltests braucht daher einen Klimaschrank und ein Salznebelgerät und muss zudem seine Probanden während einer Prüfung mehrfach umsetzen. Oder aber er benutzt – wie erwähnt – ein Prüfgerät vom Typ SKBWF 1000 A-TR der neusten Generation, mit dem sich geregelte Luftfeuchten und die Rampenprogrammierung ebenso realisieren lassen wie Standard- und Frostklimate. ms

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