Keramik-Halbzeug

Hitzefest bis 1.700°C

Moderne Keramik-Werkstoffe, beispielsweise für den Einsatz in Schweiß-, Kraftwerks- oder Isolationstechnik, punkten nicht zuletzt auch mit hohen Schmelzpunkten, thermodynamischer Festigkeit und einer geringen Wärmeleitfähigkeit. Maßgeschneidert für die Verwendung in Konstruktion und Produktentwicklung ist das Keramik-Halbzeug vom Typ 9600, das vom Industriehandelshaus Kager angeboten wird. Dabei handelt es sich um ein Aluminiumoxid, das bereits in der Original-Lieferform (vorgebrannt) bis 1.360°C temperaturbeständig ist. Durch Nachbrennen kann dieser Wert noch bis auf 1.700°C gesteigert werden. Die Wärmeleitfähigkeit lässt sich durch den zweiten Brennprozess von 3 W/(m°K) auf 31 W/(m°K) erhöhen.

Das Keramik-Halbzeug ist lieferbar als Platte (150 x 150 mm) in Dicken von sechs, zwölf oder 20 mm sowie als Rundstab in verschiedenen Durchmessern und Längen. Aufgrund der Werkstoff-Eigenschaften lassen sich daraus hitzefeste Kleinserein- oder Musterteile für ganz unterschiedliche Anwendungsgebiete fertigen. So etwa Buchsen, Bolzen, Scheiben, Tiegel und Spulen für Wärmeträger, Schmelzvorrichtungen, Isolationsaufgaben oder für die Schweißtechnik – um nur einige Beispiele zu nennen. Zu den Spezialitäten des Handelshauses Kager gehört es, solche Keramik-Halbzeuge kostengünstig auch in kleinen Mengen abzugeben.

Zu den praktischen Pluspunkten dieser Bisquitkeramik 9600 zählt ihre Eignung für die mechanische Bearbeitung. In der Original-Lieferform (also vorgebrannt) lässt sich der Werkstoff mit den üblichen Standard- und Hartmetall-Werkzeugen fräsen, drehen oder bohren. Durch die Steigerung von Härte und Festigkeit kann die Keramik nach dem Nachbrennen nur noch mit Diamant-Werkzeugen bearbeitet werden. Die mechanische Bearbeitung kann jedoch trocken erfolgen, sodass keine verunreinigten Kühlschmierstoffe anfallen, die Allergien auslösen können und zu entsorgen sind. Selbstverständlich muss aber der entstehende Keramikstaub fachgerecht abgesaugt werden.

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Zu berücksichtigen ist außerdem – wie bei anderen Keramik-Werkstoffen auch – eine Schrumpfung von 15 bis 18 Prozent durch den Prozess des Nachbrennens. ms

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