Hochfester Stahl

Viel investiert

hat das Unternehmen Ruukki in den vergangenen Jahren in die Entwicklung und Produktion beschussfester Stahlbleche.„Vor allem an Militärfahrzeugen, aber zunehmend auch bei zivilen Einsätzen in Krisenregionen oder bei Werttransporten und im Personenschutz sollen diese Materialien das Durchschlagen von Geschossen verhindern sowie vor Explosionen schützen“, erklärt dazu Juhani Asunmaa, der Bereichsdirektor bei Ruukki. Eine weitere Anwendung ist aber auch der Bau von Datenschreibern (Black Box) für die Luftfahrt und den Schienenverkehr.

Ziel der Entwicklungsprojekte sind Stahlbleche, die bei gleich bleibenden oder sogar besseren Schutzeigenschaften eine deutliche leichtere Konstruktion als herkömmliche Stahlsorten möglich machen. Ein Ergebnis der Arbeit ist beispielsweise der beschussfeste Stahl mit dem Produktnamen Ramor des Unternehmens. Spezielle Legierungen und ein optimiertes Direkthärtungsverfahren sorgen bei diesem hochfesten Stahl für eine extreme Härte bei gleichzeitig hoher Zähigkeit.

Deshalb kann beim Einsatz von Ramor 500 (die Zahl gibt die nominale Härte nach Brinell an) mit drei- bis viermal dünneren Blechen gearbeitet werden, als bei der Verwendung konventioneller Baustähle. Die Tests der Schutzeigenschaften erfolgen nach dem deutschen Standard PM2000/2007 sowie nach Stanag-Norm 4569.

Das Gewicht von Stahlkonstruktionen spielt bei den unterschiedlichsten industriellen Anwendungen eine bedeutende Rolle. Die Reduzierung der Blechstärke bringt daher deutliche Vorteile, beispielsweise eben beim Bau von gepanzerten Fahrzeugen.

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In der Verarbeitung des Materials mit Schneiden und Schweißen unterscheidet sich Ramor laut Hersteller nicht von anderen vergleichbaren gehärteten Stahlsorten. Die Streckgrenze von Ramor 500 beträgt mit 1400 MPa etwa das Vierfache von herkömmlichen Baustählen. Das heißt: Die Maschinen für die mechanische Bearbeitung müssen dementsprechend ausgelegt sein. Ruukki bietet dem Kunden darüber hinaus auch die Möglichkeit, lasergeschnittene Komponenten direkt zu beziehen. ms

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