Thermisches Entgraten

Die Kerze zündet

bei einem neuentwickelten Verfahren der thermischen Entgratungmethode (TEM). Das Verfahren, das im Metallbereich bereits seit langem bekannt ist, wurde von der Georgii GmbH nun für den Kunststoffbereich weiter entwickelt und verfeinert. TEM wird bei dem Hersteller bereits für die eigene Fertigung erfolgreich eingesetzt.

Dabei werden in einer Entgratkammer die Grate durch Zünden eines Gasgemisches bei hohen Temperaturen entfernt. Das Gasgemisch wird mittels einer Zündkerze gezündet.

Die Entgratqualität, insbesondere die vollständige Stabilisierung aller Gratkanten, werden bestimmt durch die Gasmenge und durch das Mischungsverhältnis des Brenngas-Gemisches.

Das Kernstück der Anlage ist ein Druckbehälter, in welchen die Fertigungsteile eingehängt werden. Es können hierbei in einem Arbeitsgang mehrere unterschiedliche Teile in Größe und Geometrie eingelegt werden.

Nach Schließen des Druckbehälters wird er zunächst evakuiert. Somit lässt sich eine genau dosierte Menge Sauerstoff und Wasserstoff in den Druckbehälter einleiten. Das Gemisch wird gezündet und brennt dann von oben nach unten gleichmäßig ab. Bei der Reaktion entsteht lediglich Wasser als Abfallstoff, welches keine Entsorgungsprobleme bereitet.

Das Verfahren hat wesentliche Vorteile, wie Erreichen unzugänglicher Stellen, die Möglichkeit des thermischen Polieren, vollständige Entgratung auch bei komplexen Außen- und Innenkonturen und hohe Prozesssicherheit. Durch TEM lassen sich eine Vielzahl an Kunststoffen, wie POM, PE, PP, PA, PMMA, ABS, PS, PTFE oder PET verarbeiten. Das Verfahren bildet somit eine Alternative zu lohnintensiven Entgratarbeiten.

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Die Maschinen sind einfach bedien- und parametrierbar und für eine große Typenvielfalt auch bei kleinen Stückzahlen geeignet. Teure Spezialwerkzeuge oder Vorrichtungen werden nicht benötigt.

Neben den Maschinen bietet der Hersteller auch Werkstoffuntersuchungen, Musterfertigung zur Demonstration bis hin zu Lohnfertigung in Klein- und Großserien an. hs

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