Mehrachsensysteme für Auftragprozesse

Wer es einmal gesehen hat

wie Dosierpumpen in Zusammenarbeit mit CNC und Lineartechnik die kompliziertesten Dichtungsformen in Sekunden auftragen, der kann gut verstehen, wie gern bei großen Serien auf das Einlegen von Dichtungen verzichtet wird. Besonders in der Automobilindustrie und bei deren Zulieferern sind zuverlässige Anlagen für Formteildichtungen von großer Bedeutung. In Dosierstationen übernehmen CNC-gesteuerte Dichtraupen den Auftrag auf Nockenwellen-, Kurbelwellengehäuse oder Ölwannen. Doch flüssige Komponenten stellen spezifische Herausforderungen an Lineareinheiten von Dosieranlagen. Hier kommt es auf die besondere Präzision der Führung an, denn nach dem Auftrag der Dichtraupe folgt zumeist eine Ergebniskontrolle über integrierte digitale Kamerasysteme, die durch Interpolationsverfahren den Konturverlauf der Dichtung auf eine Stärke von ±0,2 Millimeter hin nachvollziehen können.

Es klingt plausibel, dass gerade in Dosieranlagen auf besonders steife und gleichmäßige Bewegungen im Dosierprozess Wert gelegt wird. Die Mönchengladbacher setzen auf vorgespannte Linearführungen. Vor allem sind Toleranzen zwischen Zahnriemen und Zahnriemenscheiben zu vermeiden, denn gerade bei flüssigen Komponenten wirken in der Kurve oder bei spontanem Richtungswechsel zusätzliche Fliehkräfte, die zu Positionierungenauigkeiten der Auftragsmasse führen könnten. Diese Lineareinheiten harmonieren speziell mit spielarmen Planetengetrieben, die solchen Anforderungen entsprechen. Gerade bei hochdynamischen Bewegungen ist eine sichere Verbindung zwischen Welle und Nabe bei der Kraftübertragung herzustellen. Zahlreiche Hersteller vertrauen formschlüssigen Verbindungen, bei denen aber die Passfedernut unter dauerhafter Belastung sichtbar verschleißt. El.More favorisiert eine reibschlüssige Verbindung über Spannsätze, die bei hoher Dynamik einen sicheren Lastwechsel gewährleisten.

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In Dosieranlagen sind häufig Kombinationen von mechanischen Lineareinheiten zu Mehrachsensystemen erforderlich. Während einige Hersteller auf die Stabilität und Wartungsfreundlichkeit ihrer Systeme setzen und deshalb eine integrierte Führung anbieten, um einen maximalen Schutz sicherzustellen, vertritt dieser Anbieter die Auffassung, dass darunter die Gesamtsteifigkeit des Systems leidet. Die Krafteinleitung müsse bei integrierten Führungen in den meisten Fällen profilbedingt einen „Flaschenhals“ überwinden. Eine unmittelbare Übertragung der Kräfte auf die Führung bliebe dadurch verwehrt. So käme es in manchen Fällen zu Instabilitäten, während Lineareinheiten mit an den Außenseiten des Profils befestigten Führungen solche Auslenkungsnachteile nicht in Kauf nehmen müssen.

Zwei Lineareinheiten in ein funktionstüchtiges Linienportal zu verwandeln, ist nicht zuletzt auch eine Frage der Zeit. Gerade mit Rücksicht auf flexible Anwendungskriterien entscheidet die Konstruktion über die beste Handhabung. El.More liefert hier mit seinem System pragmatische Lösungen, unterschiedliche Stationen in Dosieranlagen zu vernetzen oder sich von vornherein auf getrennte Arbeitsprozesse einzustellen.dc

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