Spezial-Kunststoffe

Kunststoffen die Wärmeleitfähigkeit beibringen

Eine Reihe neu entwickelter Hochleistungsgraphiten zur Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit in Kunststoffen soll bei weitgehender Erhaltung der mechanischen Eigenschaften Leitfähigkeiten über 20 W/mK ermöglichen.

Kunststoffe mit hoher Wärmeleitfähigkeit versehen, ohne die mechanischen Eigenschaften zu sehr verändern – Compounds mit Graphit sind die Basis. (Bild: Luh)

Technische Kunststoffe erobern Anwendungen, die klassischerweise Metallen vorbehalten waren. Kunststoffe sind leichter, einfach formbar, bieten hohe Potenziale zur Funktionsintegration, sind häufig preisgünstiger als Metalle und unterliegen nicht der Korrosion. Eine Herausforderung an Kunststoffe bilden jedoch Wünsche nach Wärmleitfähigkeit und/oder elektrischer Leitfähigkeit. Die neu entwickelten Wärmeleitfähigkeitsgraphite der Reihe Graphtherm von Luh soll für diese Anwendungen leistungsfähige Additivkonzepte mit einem günstigen Preis/Leistungs-Verhältnis bieten.

Das mineralische Additiv Graphit besteht wie Diamant ausschließlich aus kristallinem Kohlenstoff und liefert hervorragende elektrische und wärmeleitfähige Eigenschaften. Außerdem ist Graphit chemisch inert und vergleichsweise kostengünstig. Mit diesen Eigenschaften bietet sich Graphit als leistungsfähiges Additiv für Kunststoffanwendungen an, die hohe Wärmeleitfähigkeiten erfordern und in denen darüber hinaus elektrische Leitfähigkeit gewünscht ist oder diese zumindest nicht stört.

Hohe Füllgrade ermöglichen entsprechend hohe Leitfähigkeitswerte der Kunststoffe. (Bild: Luh)

Die neue Produktreihe erlaubt nach Unternehmensangaben für Wärmeleitanwendungen Füllgerade bis 60 Prozent, ohne dass die mechanischen Eigenschaften zu sehr darunter leiden. In Kunststoff-Compounds für Wärmeleitanwendungen seien damit Werte größer 20 W/mK erreichbar.

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Georg H. Luh, Farben- und Chemikalien-Großhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Walluf; www.luh.de

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