Stahlproduktion Österreich

Kompetenzzentrum für Metallurgie startet neu als Forschungs-GmbH

Die Stahlhochburg Oberösterreich mit ihren Leitbetrieben setzt auf Forschung im neuen K1-MET Kompetenzzentrum an den Standorten Linz und Leoben: Neue Technologien, Optimierung der Produktionsprozesse, weniger Energieverbrauch und Emissionen sind die Ziele.

Hochofen bei Voestalpine. Quelle: Voestalpine

Das österreichische K1-MET Kompetenzzentrum für metallurgische und umwelttechnische Verfahrensentwicklung mit den Standorten Linz und Leoben hat eine neue Organisationsstruktur bekommen. Nach sieben Jahren als Arbeitsgemeinschaft zwischen den führenden Industrieunternehmen und Universitäten werden die Forschungs- und Entwicklungsprojekte nun in einem eigenständigen Unternehmen durchgeführt.

Das K1-MET Kompetenzzentrum hat sich im 3. Call COMET K1-Zentren im Jahr 2014 durchgesetzt. Die Gesamtlaufzeit beträgt acht Jahre (2015 bis 2023) und gliedert sich in zwei Förderungsperioden (4 plus 4 Jahre). Die zweite Förderungsperiode ist an eine erfolgreiche Zwischenevaluierung geknüpft.

Eigentümer der K1-MET GmbH sind mit jeweils 35 % die voestalpine und die Montanuniversität Leoben, 20 % gehören Primetals Technologies und die Johannes Kepler Universität Linz stellt mit 10 % den zweiten wissenschaftlichen Eigentümer dar. Wissenschaftlicher Partner in Oberösterreich ist die Johannes Kepler Universität Linz. Die einzigartige Eigentümerstruktur aus Industrie, Technologie und Wissenschaft ist ein wesentlicher Faktor der gemeinsamen Forschung im Kompetenzzentrum. Der direkte Transfer der Ergebnisse von der Entwicklung in die Anwendung ermöglicht eine sofortige Verifizierung, was wiederum zur herausragenden Rolle der Projektpartner im internationalen Wettbewerb führt.

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„Innovative Materialtechnologien und Produktionstechnologien sind für das Forschungs- und Industrieland Oberösterreich von großer Bedeutung. Wir freuen uns sehr, dass das K1-MET Kompetenzzentrum für metallurgische und umwelttechnische Verfahrensentwicklung durch die Unternehmensgründung an Bedeutung gewinnt. Die Synergien mit den universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der oberösterreichischen Wirtschaft sind enorm. Der Schwerpunkt der Leitbetriebe Oberösterreichs auf die Werkstoffe Stahl und Aluminium und die Prozesstechnologien dazu machen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf diesem Gebiet unablässig, um als innovative Region weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.“, betont Landesrat Thomas Stelzer.

Die Programmlinie COMET K1-Zentren der FFG – Forschungsförderungsgesellschaft fördert die Einrichtung von Kompetenzzentren, die im Rahmen eines von Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam definierten Programms Forschung von akademischer und wirtschaftlicher Relevanz betreiben. In dem 3. Call COMET K1-Zentren haben sich im Jahr 2014 alle vier eingereichten K1- Zentren mit OÖ-Beteiligung (K1-MET, SCCH, WOOD, CEST) durchgesetzt. Bei drei der vier Zentren hat Oberösterreich die Konsortialführerschaft. Bundesweit wurden zehn K1-Zentren genehmigt. Die vier bewilligten K1-Zentren mit oberösterreichischer Führung bzw. Beteiligung weisen ein Gesamtvolumen von 79,2 Mio. Euro auf und werden mit 23,1 Mio. Euro Bundesmittel und zusätzlich 11,6 Mio. Euro an Landesmitteln gefördert. Der Anteil des Landes Oberösterreich beträgt 8,1 Mio. Euro.

Am 13. Juli 2015 startete die vierte Ausschreibung der K1-Zentren innerhalb des COMET Programmes. Das Ergebnis der Ausschreibung wird im Sommer 2016 erwartet. kf

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