Blechbearbeitung

Andrea Gillhuber,

Hochfester Stahl für Universalkipper

Weber-Stahl ist ein deutsches Unternehmen, das sich mit der Lieferung von Komponenten für eine Reihe von Unternehmen in der Bau- und Landmaschinenindustrie einen Namen gemacht hat. Aber das Unternehmen hat auch eine Reihe von Kleinkippern entwickelt, die sich auf dem europäischen - und globalen - Markt als sehr beliebt erweisen. Die als Muldy bekannten Kompaktkipper nutzen die Amstrong-Stahlpalette von ArcelorMittal Europe - Flat Products, um eine leichte und dennoch robuste Lösung mit einer sehr hohen Nutzlast zu schaffen.

Die Muldy-Kipper von Weber Stahl. © Weber Stahl

Die Entwicklung des Muldy-Kippers begann, als Weber-Stahl erfuhr, dass sie ihre Halfpipe-Kipper auf einer Messe nicht ausstellen konnten. „Deshalb haben wir ein kleines Modell gebaut und dieses dann auf unserem Stand ausgestellt“, erzählt Alexander Schmitz, Vertriebsleiter bei Weber-Stahl. „Die Resonanz der Besucher war sehr gut. Sie konnten das Potenzial erkennen und wollten wissen, ob es eine Version gibt, die als Kipper genutzt und von Autos gezogen werden kann."

AHSS erhöht die Nutzlast

Die Ingenieure von Weber-Stahl machten sich sofort an die Arbeit und entwickelten den Muldy 3500. Der Anhänger wurde für Fachleute entwickelt, die im Bauwesen oder Gartenbau tätig sind und kann problemlos bis zu zwei Kubikmeter Material aufnehmen. Der Hauptkörper und die Seiten des Kippers bestehen aus besonders widerstandsfähigen, verschleißfesten, hochfesten Stählen (AHSS) wie dem ArcelorMittal-Werkstoff Amstrong Ultra 700MC.

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„Die Verschleißfestigkeit des Amstrong Ultra 700MC ermöglicht es den Kunden, Kies, Schotter oder Schutt problemlos zu transportieren", sagt Alexander Schmitz. „Amstrong Ultra 700MCist ein sehr interessantes Material, da wir es viel dünner verwenden können. Dadurch erhöht sich die verfügbare Nutzlast des Kippers deutlich. Wenn wir beispielsweise Amstrong Ultra 700MC verwenden, wiegt der Kipper 800 kg. Wenn wir eine normale Rohstoffqualität verwenden würden, würde er deutlich mehr wiegen.“

Der fortschrittliche hochfeste Stahl widersteht auch aggressiven Materialien, die transportiert werden - zum Beispiel Sand und Steinen. „Kipper aus Aluminium oder mit Holzseitenwänden können dem Verschleiß dauerhaft nicht standhalten", verdeutlicht Alexander Schmitz. „Durch den Einsatz der AHSS-Typen von ArcelorMittal ist es uns gelungen, einen Universalkipper zu entwickeln, der mit allen Arten von Material fertig wird."

Neue Modelle im Angebot

Die Muldy-Reihe wurde um zwei neue Modelle erweitert, wie Alexander Schmitz erklärt:„Zusätzlich zum Basismodell produzieren wir nun den Muldy 3500 Cargo und den Muldy 3500 Pick Up. Beide Kipper verwenden Amstrong Ultra 700MC- Stahl für Karosserie und Rahmen. Der Cargo kann zwei Paletten aufnehmen und beinhaltet sogar Rampen, so dass Sie einen kleinen Gabelstapler zum Beladen verwenden können."

Die dritte Option ist der Muldy 3500 Pick Up. „Wir haben gerade erst mit der Produktion dieses Kippers begonnen ", sagt Alexander Schmitz. „Das Besondere am Pick Up ist, dass Sie ein Chassis sowie die Möglichkeit für mehrere Aufleger haben. So kann ein Behälter gefüllt werden, während der andere transportiert wird. Es ist perfekt für den täglichen, hoch frequentierten Gebrauch."

Weber-Stahl produziert jährlich rund 80 Muldy-Kipper. Die Nachfrage steigt aufgrund ihrer hohen Qualität und Vielseitigkeit. „Kunden, die vor fünf Jahren einen Muldy gekauft haben, sind immer noch sehr zufrieden mit der Maschine. Ob in Gärten, Wäldern oder auf Baustellen, Kunden können ihren Anhänger in Bereichen einsetzen, in denen andere Kipper nicht genutzt werden können. Und man braucht keine spezielle Lizenz."

Lange Beziehung, gute Machart

Weber-Stahl verwendet Amstrong-Bleche, die bei ArcelorMittal Bremen produziert und über den Partner ESP geliefert werden. Neben dem Schneiden der Coils in Bleche nach den Vorgaben von Weber-Stahl glättet ESP auch das Material.

Das Unternehmen bezog vor rund 20 Jahren zum ersten Mal Produkte aus der AHSS-Reihe von Arcelor Mittal. Alexander Schmitz erläutert: „Wir brauchten eine Alternative zu S690 QL und entdeckten den Amstrong Ultra 700MC von ArcelorMittal auf einer Messe. Wir haben das Material mit unserem Kunden getestet und festgestellt, dass es über viel bessere Kaltbiegefähigkeiten und ein höheres Festigkeit-Gewichts-Verhältnis verfügt. Arcelor Mittal hat zudem auch gute Liefermaße. Wir können Material bis zu einer Breite von zwei Metern bestellen, so dass wir mehr Teile aus einem Stahlblech schneiden können."

Nach Unterlagen von Arcelor Mittal und Weber-Stahl.

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