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SchweißstromquelleFronius: Bessere Qualität dank zweiter Generation des „kalten Lichtbogens“

Schweißstromquelle: Fronius: Bessere Qualität dank zweiter Generation des „kalten Lichtbogens“

Fronius hat den Cold-Metal-Transfer-Schweißprozess jüngst auf die modernste Schweißstromquelle des Unternehmens, die TPS/i, gebracht. Mit der zweiten Generation des „kalten Lichtbogens“ lässt sich in vielen Anwendungen mit bisher nicht erreichter Qualität, Einfachheit und Prozesssicherheit robotergestützt schweißen.

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Dosier und Mischanlagen für die KlebetechnikSchwindel erregend

Bei der Montage einer Windkraftanlage stellt das Verschrauben der Flügel an der Rotornabe besonders hohe Anforderungen an die Verbindungstechnik. Schon bei der Herstellung werden daher in die Flansche der Flügel extrem belastbare Gewinde- hülsen eingeklebt. Die Mehrkomponenten-Anlagen für das Dosieren und Mischen der dafür erforderlichen Epoxydharze und Polyurethane entwickelt und fertigt das Unternehmen Tartler.

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Dosier und Mischanlagen für die Klebetechnik: Schwindel erregend

Das treibt den Puls nach oben. Jeder Handgriff muss sitzen, wenn in Schwindel erregender Höhe die „Hochzeit“ zwischen dem 80 Meter (oder mehr) langen Flügel und dem Rotor der Windenergieanlage von statten geht. Das Wetter muss mitspielen, die Sicherheitsvorgaben sind streng und jeder im Team der Monteure muss sich bei diesem Balanceakt auf die Kompetenz seiner Kollegen verlassen können. Und selbstverständlich muss die Technik zuverlässig arbeiten. Das gilt keineswegs nur für die Hebezeuge und Krane vor Ort, sondern auch für alle Schrauben und Gewinde, die bereits während der Herstellung der Windflügels vorbereitet und eingebaut wurden. Von großer Bedeutung sind dabei unter anderem jene zahlreichen Gewindehülsen, die bei der Produktion des Windflügels in dessen Blattanschluss eingearbeitet werden. Das geschieht mit Hilfe innovativer Klebeverfahren, wobei dafür – abhängig von Bauart und Gewicht des Flügels – moderne Epoxyd- oder Polyurethanharze zum Einsatz kommen. Bei der Herstellung der Klebstoffe wiederum setzen heute viele Windanlagenbauer auf die Mehrkomponenten-Dosier- und Mischanlagen von Tartler. In den letzten Jahren hat sich das hessische Unternehmen zu einem der Technologie- und Marktführer in diesem Bereich gemausert. Seine Anlagen stehen inzwischen weltweit an vielen Produktionsstandorten der Windkraftindustrie.

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Zur Philosophie des mittelständischen Unternehmens gehört es, dass es seinem Kunden auf der Basis seiner modularen Anlagenkonzeption und seines Engineerings stets eine maßgeschneiderte Komplettlösung für dessen klebetechnische Aufgabe bereitstellt. Auch für das Einkleben der Gewindehülsen in die Flansche der Windflügel lieferte das Unternehmen jüngst mehrere Mehrkomponenten-Dosier- und Mischanlagen, die ganz unterschiedlichen Anforderung und Kundenwünschen gerecht werden.

Extrem genaue Mischung

Für die Herstellung und Anwendung von Klebstoffen auf Epoxydharz-Basis realisierte Tartler beispielsweise eine kundengerechte Variante seiner Anlage Nodopox 200 M/U. Bei einem geringen Ausstoß von nur <0,2 Liter in der Minute und mit einer extrem hohen Mischungsverhältnis-Genauigkeit werden damit Gewindehülsen eingeklebt, die sich mit einer Auszugskraft von über 20 Tonnen belasten lassen! Dabei bietet die Anlage ein wichtiges verfahrenstechnisches Plus: Sie nutzt jene Originalgebinde, die von den Materialherstellern angeliefert werden. Das bedeutet, sie pumpt die beiden hochviskosen Komponenten direkt aus den 200-Liter-Anliefergebinden, in die sie im Werk des Herstellers blasenfrei und teilweise unter Vakuumbedingungen abgefüllt wurden. Der Vorteil: Je nach verwendetem Material entfallen so die Prozessschritte für das Rühren und Umfüllen in die sonst üblichen Arbeitsbehälter der Dosier- und Mischanlage! Im Originalgebinde in die Anlage eingestellt, lassen sich die Komponenten auf ihrem Weg aus der Pumpe zum Mischkopf dann auf die gewünschte Verarbeitungstemperatur von bis zu 80° C erhitzen. Das Mischen selbst kann – je nach Kunden- oder Materialanforderung – statisch-dynamisch mit dem rotierenden Statikmischer oder statisch ablaufen. Der Schussabruf erfolgt von einer externen SPS, einem Roboter oder einem Handlingsystem aus – auch hier richtet sich Tartler immer nach dem Kunden und dessen Produktionsumfeld. Die Programmierung der Steuer- und Regeltechnik gehört zum Leistungsumfang des Unternehmens.

Während des laufenden Dosier- und Mischprozesses protokolliert die Nodopox 200 M/U alle Daten, die eine Rolle spielen für Qualitätssicherung und Dokumentation. Neben dem Mischungsverhältnis sind das unter anderem der Ausstoß, die Drücke der A- und B-Komponenten, die Temperaturen oder die Schussquoten. Eine Online-Kontrolle der Anlage ist jederzeit möglich. Mit seinem Gesamtpaket deckt das Unternehmen alle Aspekte der Sicherheitsanforderungen in der Klebetechnik ab.

Zu den weiteren technischen Eigenschaften und Qualitätsmerkmalen der Anlagen gehören eine automatische Volumenstrom-Messung und -Regelung, energieeffiziente Frequenzmotoren für den Antrieb der Dosierpumpen und Mischköpfe sowie die variable Konfiguration aller Leistungswerte für den Ausstoß. Nicht vergessen darf man bei Tartler den rotierenden Statikmischer mit Drehzahl-Regelung. Dabei handelt es sich um eine innovative Eigenentwicklung des Unternehmens, die hohe Drehzahlen für ein optimales Vermischen der Komponenten ohne Verwendung von Spül- oder Lösungsmittel erlaubt. Aussteifungen an den Mischelementen erhöhen deren Standzeit, und da die Mischelemente bis in die Spitze des Mischrohres reichen, entsteht auch kein „Totraum“ für Materialablagerungen. Michael Stöcker

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