Wire 2018

Stahlentwicklung: Mehr Effizienz für einsatzgehärtete Bauteile

Für die Deutschen Edelstahlwerke (DEW) steht die Wire 2018 im Zeichen neuer Technologiestandards: Mit DEW RC+T (Rapid Cooling + Tempering) steigert das Unternehmen der Schmolz + Bickenbach Gruppe die Effizienz und Qualität bei der Herstellung von einsatzgehärteten Komponenten. 

Rund 15 Millionen Euro haben die Deutschen Edelstahlwerke seit 2015 in die Modernisierung des Walzwerks in Siegen investiert: Die Kombination aus temperaturgeregeltem Walzen und kontrollierter Abkühlung der Einsatzstähle ist die Basis für eine effizientere Herstellung einsatzgehärteter Bauteile. (Bild: Deutsche Edelstahlwerke)

Das neue Verfahren löst zeitintensive Glühprozesse ab und verfeinert die Mikrostruktur. Neben schlankeren Fertigungsprozessen profitieren Anwender von einer höherwertigen Bauteilqualität. 

Stahlentwicklung gemeinsam mit Kunden – anforderungsgerecht und unter Berücksichtigung der kompletten Wertschöpfungskette: Die Konzeption des neuen Verfahrens DEW RC+T steht exemplarisch für die Arbeitsweise der Deutschen Edelstahlwerke. Auf der Wire präsentieren die DEW dem Fachpublikum dieses neue Verfahren: Zusammen mit Kaltumformern hat der Spezialstahlhersteller eine Lösung entwickelt, um die Fertigung rotationssymmetrischer Komponenten (z. B. Antriebswellen) wettbewerbsfähiger zu gestalten. Schließlich sind herkömmliche Fertigungsprozesse sehr zeitintensiv, was zulasten der Qualität geht.

Denn um die nötige Umformbarkeit des Materials einzustellen, wird es üblicherweise Glühprozessen von jeweils acht bis 24 Stunden Dauer ausgesetzt. Diese Zeit kann sich negativ auf die Oberflächenqualität und die Geradheit auswirken. Um die optimalen Eigenschaften des Stahls für das Einsatzhärten zu erreichen, sind folglich aufwändige Nachbehandlungen des Stahlprodukts erforderlich. Nur so können die gewünschte Einsatzhärtetiefe im Randbereich und ein zäher Kern präzise eingestellt werden.

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DEW-Technologie verfeinert Mikrostruktur

Die Deutschen Edelstahlwerke gehen anders vor: Dank DEW RC+T entfällt die konventionelle Glühung auf Ferrit-Perlit-Gefüge oder auf kugeligen Zementit (GKZ-Glühung) und dementsprechend auch nachgelagerte Richtprozesse und Oberflächenbehandlungen. Durch die Integration der klassischen Wärmebehandlung in den Walzprozess homogenisieren und verfeinern die Deutschen Edelstahlwerke die Mikrostruktur zudem auf Korngröße 5 und feiner (gemäß ISO 643). Das Gefüge ist damit deutlich verzugsärmer und besser umformbar als bei konventionell gefertigten Einsatzstählen. So kann das Material direkt und effizient vom Kaltumformer weiterverarbeitet werden. Die mechanisch-technologischen Werkstoffeigenschaften sind homogen und erfüllen so auch die Anforderungen für das Einsatzhärten. Anwender von DEW RC+T-behandeltem Einsatzstahl profitieren von kürzeren Durchlaufzeiten und signifikanten Einsparungen bei Energie und CO2.

Wire, Halle 13, Stand A71 

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