Konstruktion und Werkzeugbau

10 Dinge, die man beim Stanzen und Feinschneiden beachten sollte

Etampa fertigt nach Kunden-Anforderung hochkomplexe Feinschneide- und Stanzteile. Der Stanzspezialist weiß: Vor dem Bau der jeweiligen Werkzeuge sind präzise Überlegungen und Abwägungen erforderlich. Im Folgenden verrät er 10 Tipps, die man beim Stanzen und Feinschneiden beachten sollte.

CAD-Detaildarstellung eines Werkzeug-Abschnitts. Bild: Etempa

1. Stellt der Hersteller die richtigen Fragen?

Am Anfang eines jeden Projektes steht eine Zeichnung. Stellt der Hersteller hierzu die richtigen Fragen? Nimmt er die Zeichnung als gegeben, oder bietet er aktive Beratung, ja sogar ein Co-Engineering an? Werden Fragen zur Funktionsweise gestellt, zum Einsatz des fertigen Teils, zu Fertigungsplänen?

2. Ganzheitliche Betrachtung

Beurteilt der Hersteller nicht nur den Stanzprozess an sich, sondern macht eventuell Gegenvorschläge oder berät in Sachen Alternativlösungen? Werden dabei etwaige Nachbearbeitungsprozesse nach dem Stanzen berücksichtigt?

3. Materialauswahl

Sieht der Hersteller das von Ihnen gewünschte Material für das Stanzteil als gesetzt oder macht er Gegenvorschläge, die womöglich eine kostengünstige Produktion nach sich ziehen, weil zum Beispiel Nachbearbeitungen entfallen könnten

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4. Funktionsmaße und Toleranzen

Als Faustregel gilt: Die Maße für die Stanz- und Feinschneideteile nicht so genau wie möglich, sondern nur so genau wie nötig angeben. So kann der Hersteller beim Design eines Teils das komplette Optimierungspotenzial ausschöpfen

5. Werkzeugkonzeption

Achten Sie unbedingt auf die richtige Umsetzung vom Design des zu fertigenden Teils in das Werkzeug. Ist die Konzeption stimmig? Sind Lebensdauer, Seriengrößen, Nachschleifzyklen, der Unterhalt und die Machbarkeit späterer Anpassungen berücksichtigt

6. Partnerschaftlicher Umgang auf Augenhöhe

Fairness und partnerschaftliches Verhalten sind Grundprinzipien, die Sie bei der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Hersteller brauchen. Sind Sie beide mit Leidenschaft dabei? Sind Sie für Vorschläge und auch für deren etwaige Umsetzung offen.

7. Mit offenen Karten spielen

Hand aufs Herz: Legen Sie Ihrem Hersteller gegenüber die Karten offen auf den Tisch? Sind Sie bereit, offen über bisherige (eventuell negative) Erfahrungen zu berichten? Beispielsweise über etwaige Annahmen, die es in der Vergangenheit gegeben hat und die zu Schwierigkeiten geführt haben

8. Transparenz

Sorgt auch der Hersteller Ihnen gegenüber für größtmögliche Transparenz? Nennt er Ross und Reiter, kann er die Prozesskette von der ersten Zeichnung bis zur Anlieferung der fertigen Teile lückenlos und nachvollziehbar darstellen?

9. Achten Sie auf Erfahrungswerte

Schauen Sie sich unbedingt Referenzen an und achten Sie darauf, ob der Anbieter Erfahrung in Ihrer Branche hat. Seit wie vielen Jahren ist er in Ihrem Bereich tätig? Kann er Erfolge vorweisen

10. Denken und handeln Sie partnerschaftlich

Nicht immer ist der billigste Anbieter auch der Beste. Ehrlich ist, wer Ihnen von Anfang an alle Kosten benennt und Sie auch die Dinge hinweist, die Sie möglicherweise im ersten Schritt übersehen haben. Schließlich wollen Sie beide ja viele Jahre miteinander auskommen. kf

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