Digitalisierung

SMS Group auf der Wire & Tube

Digitalisierung und Industrie 4.0 werden in den nächsten Jahren auch die Rohr- und Drahtindustrie tiefgreifend verändern, ist sich die SMS Group sicher, und verspricht mit seinem Messeauftritt auf der Wire & Tube 2018 neue Impulse für die Industrie. Eine Vorschau auf das Standgeschehen zeigt mit additiver Fertigung bis hin zur Augmented Reality vieles, was den Schritt Richtung Industrie 4.0 erleichtert.

Auf Draht dank Industrie 4.0

Bereits vier Monate vor Beginn des Düsseldorfer Metallmesseduos waren die Hallen so gut gebucht wie noch nie in der über 30-jährigen Geschichte von Wire & Tube, so die Messe Düsseldorf. Bereits im Januar 2018 belegten beide Messen zusammen rund 120.000 Nettoquadratmeter; das sind rund 10.000 Quadratmeter mehr als das Endergebnis beider Messen von 2016. Zur Wire 2018 haben sich aktuell 1.180 Aussteller aus 50 Ländern angemeldet. Belegt sind über 65.000 Quadratmeter in den Messehallen 9 bis 18. Mit über 52.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in den Messehallen 3 bis 7.0, 7a und 16 bis 18 schließt sich die Tube mit derzeit 965 ausstellenden Unternehmen aus 53 Ländern an. An fünf Messetagen werden neue Technologien, neue Maschinen und Anlagen sowie Produkte und Dienstleistungen aus der Draht-, Kabel- und Rohrindustrie präsentiert. Die SMS Group stellt die Digitalisierung in den Vordergrund ihres Auftrittes. Wie diese die gesamte Wertschöpfungskette verändert und mehr Effizienz, Qualität und Flexibilität ermöglicht, beleuchtet das Unternehmen aus verschiedenen Blickwinkeln.

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Additive Fertigung auf Wire und Tube

Der erste Impuls, der von Digitalisierung und Industrie 4.0 ausgeht, betrifft die Konstruktion und die Fertigung der Maschinen und Komponenten zur Rohr- und Drahtherstellung selbst. Auf der Messe zeigt das Unternehmen dies unter anderem am Beispiel eines mithilfe additiver Verfahren gefertigten Walzgerüsts für ein Kaltpilgerwalzwerk. Die Bauteilgeometrie eines bisher durch Zerspanung gefertigten Walzgerüsts wurde hinsichtlich der auftretenden Belastungen so optimiert, dass die Hubzahl und damit die Produktivität wesentlich erhöht werden können. Weitere Beispiele für die Aktivitäten des Unternehmens im Wachstumsmarkt Additive Manufacturing, die auf der Messe gezeigt werden, sind das Kompetenzzentrum für 3D-Druck, das in Mönchengladbach entsteht, sowie 3D-gedruckte Komponenten, die sich durch eine verbesserte Funktionalität, geringeres Gewicht oder kürzere Lieferzeiten auszeichnen.

Im Messegepäck: das Qualitätsmanagementsystem PQA, das beispielsweise Swiss Steel, ein Unternehmen der Schmolz + Bickenbach Gruppe, Ende 2017 implementiert hat.

Das zweite Themengebiet zeigt Möglichkeiten, die sich durch die Digitalisierung für den Produktionsprozess ergeben. Das „smarte Walzwerk“ setzt darauf, Daten und dazugehörige Kenngrößen als Basis für unternehmerische und prozessführungsrelevante Entscheidungen zu verwenden. Voraussetzung für verlässliche Prozessdaten ist die realitätsnahe Abbildung des Prozesses durch präzise Messungen. Ein solches Messsystem für Rohr-, Draht-, Stabstahl- und Profilwalzwerke zeigt die SMS Group auf der Wire & Tube gemeinsam mit TBK Automatisierung und Messtechnik, einem Unternehmen der Gruppe. Das System misst während des Walzens mit Laserlichtschnittsensoren bis zu 5.000 Konturen pro Sekunde. Auf Basis der aus den hochauflösenden Querschnittsmessungen erzeugten 3D-Modelle können zudem lokale, atypische Anomalitäten auf der Oberfläche erkannt werden. Eine direkte Übertragung der Messwerte an die Walzgerüststeuerung ermöglicht Korrekturen der Walzeinstellungen während der laufenden Produktion und somit Zeit- und Kosteneinsparungen durch die direkte Produktionsüberwachung.

Augmented Reality erleichtert Schulungen

Auch für den Anlagenservice eröffnet die Digitalisierung neue Möglichkeiten. „Smart Maintenance Solutions“ verfolgen dabei das Ziel, die Verfügbarkeit der Anlage und die Qualität der Endprodukte durch die Kombination von Softwarelösungen nachhaltig zu steigern. Eine digitale Anlagenstruktur wird der Instandhaltung zukünftig einen zentralen Zugriff auf alle relevanten Parameter bieten. Die benötigten Informationen werden beispielsweise vom elektronischen Teilekatalog eDoc, dem IMMS (Integrated Maintenance Management System) oder dem Genius CM (Condition Monitoring) zur Verfügung gestellt. Des Weiteren wird auf der Messe die Verbindung zu „smarten“ Schulungen mithilfe von Augmented Reality präsentiert.

Digitale Produkte und Plattformen runden die Darstellung auf der Messe ab. Diese bilden die Basis für intelligente, digitale Dienstleistungen und realisieren beispielsweise den sicheren, digitalen Informationsaustausch zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden. Ein Beispiel ist die digitale Plattform für PQSC-Lochdorne für Nahtlosrohrwalzwerke, über die Bestellungen abgewickelt werden und der Status jeder Bestellung rund um die Uhr einsehbar ist. Außerdem ermöglicht die Kommentarfunktion eine einfache Kommunikation, indem Notizen referenzierend zu den jeweiligen Bestellaufträgen von Kunden und Mitarbeitern vorgenommen werden. Durch die Möglichkeit der Kommunikation auf Auftragsbasis ergeben sich eine erhöhte Transparenz, eine einfachere Nachvollziehbarkeit von Änderungswünschen sowie die Möglichkeit, eine Bestellung zu splitten, wenn unterschiedliche Lieferzeitpunkte für Teillieferungen benötigt werden. ee

Wire + Tube, Halle 7a, Stand B03/B04

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