Warmluftabfuhr

Andrea Gillhuber,

Graepel liefert Kühlgitter für neue Corvette Stingray

Anfang 2020 kommt die neue Corvette Stingray auf den Markt, angetrieben von einem Mittelmotor im Heck. Für die Warmluftabfuhr wählte der US-Sportwagenhersteller Lochbleche von Graepel.

General Motors bringt Anfang 2020 die neue Corvette Stingray auf den Markt. © Chevrolet

495 PS, 6,2 l Hubraum, V8-Motor – das sind nur einige Eckdaten der Corvette Stingray, die General Motors Anfang 2020 auf den Markt bringen wird. Angetrieben wird der neue Sportwagen von einem Mittelmotor im Heck. Der Motor beschleunigt den 1,5 t schweren Flitzer in 3 s auf 100 km/h und wird über zwei große Gitter in der Heckhaube belüftet. Positioniert sind die Bauteile beidseits des Haubenfensters, das freie Sicht auf den Motorblock gewährt. Neben der Funktion wird daher auch großes Augenmerk auf die Ästhetik gelegt.

Somit sind die vermeintlich banalen Lochbleche eine echte Herausforderung für den Zulieferer. „Mit simplem Stanzen ist Spitzenqualität nicht zu erreichen“, unterstreicht Mark Zumdohme, Leiter des US-Werks von Graepel. Er verweist auf die Crux der Konstruktion: Die Gitter sollen leicht sein, aber steif in jedem Steg. Zudem aus einem Stück, sauber geformt und anmutig designt. „Und der Luftdurchsatz, das technische Hauptmerkmal, sollte maximal sein“, ergänzt Zumdohme. Über 80 Prozent freien Querschnitt schaffte Graepel: ein Spitzenwert.

Graepel erreicht dies durch komplexe Umformarbeiten, präzise Hochgeschwindigkeitspressen und programmgesteuerte Lochung. Die Löcher sind nicht kreisrund, sondern sechskantig: Eine bionische Form, die Kräfte besser verteilt. Nur 1,2 mm dick sind die Bleche aus Aluminium. Ein weiteres Gitter liefert man für die Mittelsektion des hinteren Stoßfängers.

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Der Blechspezialist ist schon seit den Anfängen der industriellen Automobilproduktion in der Branche unterwegs. Als Automobilzulieferer hat sich das Unternehmen auf kalt geformte Blechbauteile spezialisiert und entwickelt auch seine Werkzeuge selbst. Das US-Werk in Omaha, Nebraska, besteht seit 2006. Der Corvette-Auftrag ist übrigens nicht der erste seiner Art: Auch für den Supersportwagen Honda NSX liefert Graepel Bauteile.

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