WIG-Verfahren

Plasma und Laser piesacken

will Hersteller EWM mit seinem neuen Schweißtechnik-Verfahren Focus Tig mit der gleichnamigen Inverter-Stromquelle. Das ist ein weiteres Wolfram-Inertgas (WIG)-Fügeverfahren zum präzisen und schnellen Schweißen und Löten mit einem sehr konzentrierten Lichtbogen von hoher Energiedichte – bei Strömen bis zu 1000 Ampere (siehe Grafik). Diese kostengünstige Geräte-Verfahrens-Kombination soll mittelfristig den Schweißlaser in der Produktion ablösen.

Mehrere Unternehmen, in erster Linie aus der Automobilindustrie, haben das Verfahren bereits geprüft und laut Hersteller als „hervorragend“ befunden. Focus Tig beherrscht beispielsweise das Löten an Karosserien aus verzinktem Stahlblech und CuSi als Zusatzwerkstoff mit einer Schweißgeschwindigkeit von fünf Metern pro Minute – auch sieben Meter sind laut Hersteller erreichbar.

Weitere erfolgreich erprobte Anwendungen sind das Schweißen von Abgaskrümmern, von Pedalen oder auch von Längsnähten an Chrom-Nickel-Stahl-Rohren. „Die Ergebnisse können sich sehen lassen und zeigen die vielversprechenden Möglichkeiten dieses neuen Schweißverfahrens. Alle Schweißnähte sind in ihrer Qualität und Wirtschaftlichkeit erstklassig, die Resultate beim Löten sind in Sachen Fügegeschwindigkeit und Nahtqualität mit denen eines Lasers vergleichbar“, so heißt es aus dem Hause EWM.
Gegenüber dem Laser überzeugt dieses Fügesystem zudem durch niedrige Investitions- und Betriebskosten; und gegenüber dem Plasmaverfahren durch die wesentlich geringeren Aufwendungen für Verschleiß- und Ersatzteile des Brenners. Verglichen mit einem Schweißlaser-System, das durchaus mehrere Millionen Euro kosten kann, fällt für ein Focus Tig-Schweißsystem lediglich ein fünfstellige Investition an. Der Laser hat zudem einen wesentlich geringeren Wirkungsgrad als die modernen EWM-Stromquellen und damit erheblich höhere Betriebskosten. Laut Anbieter „sinken mit Focus Tig die Energiekosten für eine vergleichbare Schweißung um über 90 Prozent“.ms

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