Flammendurchschlagssicherungen

Steigende Ansprüche an die Luftqualität

sowie strenge Umweltvorschriften machen im chemischen, petrochemischen und pharmazeutischen Anlagenbau geschlossene Systeme erforderlich. Und falls in diesen Bereichen explosionsfähige Atmosphären entstehen können, sind unbedingt vorbeugende Maßnahmen zum Explosions- und Brandschutz zu treffen.

Eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Systemen sind konstruktive Einrichtungen zum Anlagenschutz gegen das Eindringen von Flammen in Anlagen. Es handelt sich dabei um passive Bauteile, deren Kernstück aus Elementen mit kleinen Durchgängen besteht. Das ermöglicht den freien Durchfluss von Gasen und Dämpfen im Normalbetrieb, verhindert aber im Ernstfall das Eindringen von Flammenfronten in den zu schützenden Anlagenteil. „Die Wirkungsweise des Systems beruht auf gleichzeitiger Zerteilung und Kühlung der herannahenden Flammenfront auf eine Temperatur unterhalb des Brennstoff-Flammpunktes, wodurch ein Parameter des sogenannten Gefahrendreiecks (Brennstoff, Sauerstoff, Zündquelle) eliminiert und somit die Flamme gelöscht wird“, so der Hersteller.

Unterschieden wird zwischen Deflagrations- und Detonationssicherungen. Deflagrationssicherungen werden eingesetzt, wenn nur eine geringe Geschwindigkeit der Flammenfront zu erwarten ist. Sie werden häufig als Endarmaturen eingesetzt, um einen Flammendurchschlag von Außen ins Innere einer Anlage oder eines Tanks zu verhindern. Im Einsatz als Endarmatur werden sie häufig in Kombination mit Beatmungsventilen verwendet. Detonationssicherungen finden hingegen in langen Rohrleitungen Verwendung, weil die Flammenfront hier hohe Geschwindigkeiten erreichen kann.ms

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