Clinchwerkzeug

Erster und einziger...bislang

Als erster und bisher einziger deutscher Hersteller verfügt Böllhoff über das TÜV-Zertifikat für absolut dichte rechteckige Clinchpunkte vom TÜV Nord. In der Vergangenheit wurden Luftkanäle vorzugsweise durch Verschweißen der eingesetzten Bleche dicht gemacht. Doch das Verfahren ist vergleichsweise aufwändig und energieintensiv sowie mit einer Nachbehandlung von Materialien verbunden.

Als Alternative dazu haben sich umformende Fügeverfahren wie das Clinchen etabliert. Dabei werden zwei- oder auch mehrlagige Verbindungen durch eine druckknopfähnliche Kaltumformung form- und kraftschlüssig hochfest miteinander verbunden. Die Technik benötigt keine zusätzlichen Verbindungselemente, arbeitet energiesparend, verlangt nur geringe Investitionskosten, erfordert weder Vor- noch Nachbearbeitung der Materialien, ist einfach zu handhaben und ermöglicht schnelle Fertigungszeiten.

Die Basis der Rivclinch-Linie der Böllhoff Gruppe ist ein breites Programm aus Handzangen, modular konfigurierbaren Baukasten-Systemen und Werkzeugsätzen. Damit lassen sich neben Stahl- und Edelstahlwerkstoffen auch Aluminium und andere Nichteisenwerkstoffe ebenso rationell verbinden wie vorlackierte Bleche. Grenzen setzte das Verfahren bisher allerdings der Luftkanalbau mit seinen hohen Anforderungen an die Dichtheit von Verbindungen. Denn bei den dort eingesetzten zum Teil nicht rostenden Materialien kommen Clinchwerkzeuge für Rechteckpunkte zum Einsatz. Bei dieser Fügepunktgeometrie wird die Verbindung an zwei Seiten eingeschnitten und damit galt der Punkt – im Gegensatz zur Rundpunktgeometrie – als nicht gasdicht.

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Mit dem TÜV-Zertifikat für die Dichtigkeit von rechteckigen Clinchpunkten ist diese Fügetechnik nun auch im Luftkanalbau eine Alternative zum Schweißen. Für die TÜV-Zertifizierung wurde dazu das speziell für die individuellen Anforderungen im Luftkanalbau konzipierte Werkzeug namens Rivclinch 0404 IP Aero geprüft. Das pneumatisch betriebene Handgerät zeichnet sich durch ein robustes Gehäuse mit geringem Gewicht (4,5 Kilogramm), durch schnelle Fügevorgänge (etwa 0,5 Sekunden) und durch hohe Flexibilität aus. Mit einer Fügekraft von 35 kN bei 6 bar lassen sich unterschiedliche Materialien (Stahl, Edelstahl, Aluminium) verbinden.

Eine spezielle Ausladung verschafft hohe Zugänglichkeit auch an schwer erreichbaren Verbindungsstellen des Luftkanals. Zudem kann die Fügerichtung je nach Bedarf gedreht werden. Die Matrize ist komplett geschützt und an das Luftkanalprofil angepasst.

Übrigens besonders komfortabel: Auf Grund des rein pneumatischen Antriebs sind weder Druckübersetzer noch Hydraulik erforderlich. Der angepasste Werkzeugsatz rundet die Ausstattung dieses Gerätes ab.ms

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