Berufskleider-Leasing

Bilanzneutrale Dauerlösung

Hand aufs Herz, haben Sie schon mal kalkuliert, was Sie jährlich für die Anschaffung und Pflege der Arbeitskleidung Ihrer Leute ausgeben? Je nach Qualität und Art der Kleidung kann da ein hübsches Sümmchen zusammenkommen. Geld, das Ihnen an anderer Stelle für wichtige Investitionen fehlt. Schon manch kluger Kopf begab sich nach Anblick der Zahl unter dem Strich auf die Suche nach einer Alternative – und fand sie im Textil-Leasing.

Nun tummeln sich in diesem Markt eine ganze Reihe von Anbietern. Manche bewegen sich innerhalb eng gesteckter Branchengrenzen und viele sind lediglich regional tätig. Nur wenige Große verfügen über ein breit gefächertes Angebot und agieren bundesweit oder gar international. Zu dieser Gruppe gehört HTS Deutschland, ein Unternehmen des Haniel Konzerns und in Anwenderkreisen eher bekannt unter dem Markennamen Boco.

Das Unternehmen mit Hauptsitz im hessischen Dreieich entwickelt, vermietet und pflegt Berufskleidung für Kunden aller Branchen und Größen in Handwerk, Industrie, Verwaltung und Dienstleistungsgewerbe. Es agiert in sechs Ländern Europas; allein 150 Touren fährt das Unternehmen im Bundesgebiet. Eigenen Angaben zufolge verfügt es hierzulande über das „dichteste Servicenetz aller Anbieter“. Dabei umfasst der Mietservice die Leistungen Bringen und Holen; Erfassen und Sortieren; umweltschonendes Waschen; Trocknen, Glätten, Prüfen, Zusammenlegen; Reparieren und Ersetzen; Kontrollieren und Sortieren; Erfassen und Verpacken.

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Danach gefragt, wie sich denn das Angebot von Boco von jenen der Wettbewerber unterscheide, sagt Vertriebsleiter Stefan Schütz selbstbewusst: „Durch ein Höchstmaß an Kundenorientierung! Denn wir fallen nicht mit der Lösung in die Tür, sondern gehen in einem Erstgespräch zunächst auf die Probleme und Wünsche des Kunden ein. Aufgrund dieser Bedarfsanalyse vor Ort erstellt geschultes Fachberaterpersonal dann ein bedürfnis-orientiertes, kundenindividuelles Produkt- und Serviceangebot.“ Dazu gehört es beispielsweise, dass die Konfektionsgrößen der Mitarbeiter vor Ort ermittelt werden, und dass die Kollektionen vor ihrer praktischen Einführung umfassende Trage- und Waschtests durchlaufen. Oder auch, dass die Berufskleidung mit einem gestickten Firmen-, Verbands- und Namensemblem ausgestattet wird. Für Kunden, die nach streng definierten Corporate Identity-Prinzipien agieren, entwickelt man auch besondere Lösungen.

Finanziellen Freiraum gewinnen

Der primäre wirtschaftliche Vorteil beim Leasing von Arbeitskleidung liegt auf der Hand: Alle Mitarbeiter erhalten berufsspezifische Kleidung, ohne dass besondere Anschaffungskosten anfallen – ohne dass also auf einen Schlag größere Geldmittel gebunden werden. Zu einem vereinbarten Wochentag liefert dann ein Fahrer des Textil-Dienstleisters die saubere Kleidung an und holt gleichzeitig die Schmutzwäsche ab. Bei Boco kann dieser Austausch über ein Schranksystem erfolgen, das dem Mitarbeiter den direkten Zugriff auf seine Berufskleidung ermöglicht.

Je nach Grad der Verschmutzung werden die Kleidungsstücke in verschiedenen Sortierungen und Waschprozessen gepflegt. Das geschieht fachgerecht – gerade bei Schutzkleidung ganz wichtig – und in nach DIN EN ISO 9001:2000, DIN EN ISO 14001 sowie DIN EN 14065 RABC zertifizierten Wäschereien. Auch ökologische Gesichtspunkte wie niedriger Wasser- und Energieverbrauch finden Berücksichtigung. Hartnäckiger Ölschmutz wird ausgewaschen, beschädigte Teile werden repariert und verschlissene ausgetauscht. Bei Größenänderungen erfolgt ein kostenloser Umtausch. Und sollte sich Ihr Personalbestand reduzieren, wird der umlaufende Kleidungsbestand angepasst. Neue Mitarbeiter werden innerhalb von zwei Wochen ausgestattet.

Ein solcher Textilservice nimmt Ihnen also jede Menge Arbeit ab. Sie gewinnen zusätzlichen Raum, um sich Ihrem Kerngeschäft zu widmen. Hinzu gesellen sich eine ganze Palette weiterer Vorteile. So stellt der Textilservice auch eine Art kundenorientierte Qualitätssicherung in Sachen Mitarbeiterausstattung dar, weil er beispielsweise gewährleistet, dass Ihre Monteure gepflegt und CI-gerecht beim Kunden auftauchen. Ebenfalls erfüllt die bereitgestellte Schutzkleidung alle gesetzlichen Sicherheitsvorschriften und leistet so einen Beitrag zur Arbeitssicherheit. Und bei Boco glaubt man zudem zu wissen, dass sich stets saubere und gepflegte Kleidung auch positiv auswirkt auf die Motivation der Mitarbeiter und ihre Identifikation mit dem Unternehmen.

Betriebswirtschaftlich betrachtet ist Textil-Leasing im Grunde für jeden Industrie- und Handwerksbetrieb eine interessante Alternative. Vertriebsleiter Stefan Schütz betont aber, dass vor allem Unternehmen, deren Berufskleidung durch Arbeitsabläufe und -materialien stark verunreinigt wird, diese Möglichkeit der Mitarbeiterausstattung in Betracht ziehen sollten: „Gerade dort ist Haushaltswäsche unwirtschaftlich und ungeeignet. Hier kann nur mit einer professionellen Industriewäsche ein zufrieden stellender Reinigungseffekt erzielt werden.“

Geschickt verhandeln

In der Regel ist Berufskleidung im Leasing kostengünstiger als der Kauf. Die Einspareffekte liegen in den Bereichen Zeit, Investitionen und Steuern. Aus Unternehmersicht erweist sich dabei vor allem die Tatsache als Vorteil, dass der Kapitalbindung wegen Investition aus dem Weg gegangen wird. Die Kosten werden umgelegt auf monatliche Mietgebühren und verhalten sich als fixe Ausgaben bilanzneutral. Mit etwas Verhandlungsgeschick können sich dabei gerade mittel- bis langfristige Verträge mit einem Textil-Dienstleister als günstig erweisen. Stefan Schütz führt dazu weiter aus: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten minimiert die Leasinglösung das Risiko auf Seiten der Unternehmen. Denn nicht nur die Anfangs-, sondern auch die Folgeinvestitionen werden dadurch eingespart. Boco tauscht Bekleidungsteile bei veränderten Konfektionsgrößen und variierender Mitarbeiterzahl flexibel aus – ohne zusätzliche Kosten. Die Mietservicelösung rechnet sich daher bereits meist schon ab zwei Trägern.“

Schwerer messbar, sicher aber von erheblichem Gewicht ist die Reduzierung des Zeit- und Arbeitsaufwands im eigenen Haus. Dazu einige Beispiele: Wenn Sie sich für das Textil-Leasing entscheiden, brauchen Sie sich weder um die Beachtung notwendiger Gefährdungs- und Schutzpotenziale zu kümmern, noch um die trägerindividuelle Anpassung der Kleidungsstücke. Beschaffung, Lagerung und Entsorgung der Textilien sind auch nicht mehr Ihr Problem, sondern fallen in den Aufgabenbereich des Dienstleisters. Und wenn Sie Ihren Personalbestand reduzieren müssen, bleiben Sie nicht auf einem Berg Wäsche sitzen. Die Kleidung ausgeschiedener Mitarbeiter wird vom Dienstleister einbehalten und aus der Berechnung gestrichen.

All diese Pluspunkte haben letztlich dazu geführt, dass sich das Leasing von Arbeitskleidung in den letzten Jahren in zahlreichen Industriezweigen etabliert hat. Galten früher eher Krankenhäuser oder die Gastronomie als klassische Anwender, so hielt das Textilleasing im Rahmen weit reichender Outsourcing-Überlegungen auch Einzug in viele Branchen der Investitionsgüterindustrie und des Handwerks.Michael Stöcker

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