C-Teile-Management

Ganzheitlicher Ansatz für produzierende Unternehmen

Der ganzheitliche Beratungs- und Lösungsansatz von Verbindungstechnikspezialist KVT-Fastening will mit drei Kernbereichen für sichere und effiziente Produktionsumgebungen in produzierenden Unternehmen sorgen.

Leistungsfähige Nietstationen unterstützen die Automatisierung in der Verbindungstechnik.

Erreicht wird das über ein optimiertes Produktdesign, die Einführung effizienter Fertigungsprozesse und ausgereifte Logistiklösungen für das C-Teile-Management. Techniker, Konstrukteure und Ingenieure können in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen sowohl ihre technischen Aufgabenstellungen lösen als auch wirtschaftliche Anforderungen erfüllen.

In der Konstruktion gibt es für viele Aufgabenstellungen oft mehr als eine Lösung. Da beinahe 50 Prozent der Einzelteile eines Produkts aus Verbindungselementen bestehen, kommt der Auswahl der richtigen Verbindungstechnik bereits im Vorfeld eine elementare Bedeutung zu. Techniker, Konstrukteure und Ingenieure müssen eine Vielzahl an kaskadierenden Entscheidungen treffen: Welche Verbindungslösung ist die Richtige? Wie effizient lassen sich die Elemente in der Fertigung montieren? Welcher Lieferant kann diese Produkte in der gleichen Qualität über einen womöglich längeren Zeitraum zuverlässig und an alle Produktionsstandorte liefern?

Antworten auf diese Fragen möchte das Unternehmen KVT-Fastening mit seinem ganzheitlichen Ansatz liefern. Bei der Produktauswahl unterstützt der Verbindungsspezialist den Entwickler nicht nur mit einem Portfolio von über 10.000 Produkten von führenden Herstellern, sondern auch mit dem Wissen darüber, wie dieses über viele Branchen hinweg einzusetzen ist – etwa dahingehend, wie sich die technischen Möglichkeiten beziehungsweise speziellen Funktionen jedes einzelnen Befestigers nutzen lassen. Erfüllt beispielsweise ein bestimmtes Verbindungselement bereits die strengen Qualitätssicherungsanforderungen im Automotivbereich, kann davon auch der Maschinenbau profitieren. Hier wie dort entstehen über eine gemeinsame Entwicklung passende Sonderteile für spezifische Anwendungen. Denn KVT-Fastening bietet bereits für die wichtige Konzeptionsphase Beratungsleistungen mit Know-how und Praxiserfahrung. Im eigenen Testlabor werden zudem Versuche mit den Kundenanwendungen durchgeführt und die Produkte dadurch bis ins letzte Detail auf die speziellen Anforderungen des Kunden angepasst.

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Nietstation Typ RMB 102 von KVT-Fastening.

Bei der Entwicklung der von KVT-Fastening exklusiv vertriebenen Blindnietschraube Leankeasy stand beispielsweise die Optimierung des Montagevorgangs im Vordergrund. Da der Befestiger bereits vormontiert ist, erfolgen die Verformung der Blindnietmutter und der Verschraubungsprozess in einem einzigen Montageschritt. Daraus resultiert im Vergleich zu herkömmlichen Befestigungsmethoden mit separaten Schrauben und Muttern eine drastische Reduzierung des an dieser Stelle normalerweise entstehenden Montageaufwands.

Das Bauteil kommt in der Automobilbranche, dem Fahrzeugbau sowie allen weiteren metallverarbeitenden Bereichen zum Einsatz. Es ermöglicht den Kunden signifikante Effizienzsteigerungen in den Fertigungsprozessen: Ein großer Traktorenhersteller ermittelte beispielsweise eine Prozesskostenersparnis von 33 Prozent. Bei einem Aufzugsfabrikanten, der mit Paneelen von bis zu zwei Metern Länge arbeitet, reduzierten sich die Kosten sogar um 70 Prozent. Durchschnittlich werden mit Leankeasy je nach Einsatzszenario Einsparungen von bis zu 35 Prozent erreicht.

Nach den Erfahrungen von KVT-Fastening lassen sich in den Fertigungsprozessen von produzierenden Unternehmen über eine Optimierung und Automatisierung der Produkte und Arbeitsabläufe Einsparpotenziale im zweistelligen Prozentbereich erreichen. Ermöglicht wird dies durch eine genaue Analyse der Fertigungsprozesse – vor allem derjenigen direkt am Arbeitsplatz. Denn über speziell auf die jeweilige Anforderung zugeschnittene Produkte wie Leankeasy lassen sich Arbeitsabläufe nicht nur optimieren, sondern teilweise sogar eliminieren.

KVT-Fastening hat sein Portfolio um drehbare PEM-Einpressmuttern vom Typ Spinning Clinch Nut erweitert. Sie vereinen den Vorteil eines einfachen Einpressvorgangs mit reduziertem Montageaufwand und hoher Verlier-sicherheit. Die Einpressmuttern eignen sich für Anwendungsszenarien mit Kabelschuhen im Fahrzeugbau.

Die Reduzierung von zwei bislang getrennten Bauteilen (Schraube, Mutter) auf ein vormontiertes vereinfacht das Handling und reduziert den Zeitaufwand für die Montage ungemein. In der Folge wird nicht nur eine Verbesserung der Prozessstabilität, sondern auch der Prozess- und damit Produktqualität erreicht. Darüber hinaus sorgt die Verkürzung der Taktzeiten für zusätzliche Kostenreduktionen. Insgesamt gehen Unternehmen dadurch einen großen Schritt in Richtung „Lean Management“. Denn die Fachleute von KVT-Fastening analysieren die Arbeitsprozesse im Unternehmen Schritt für Schritt, erarbeiten konkrete Lösungsvorschläge und setzen sie um. Über die Arbeitsplatzoptimierung hinaus können auch Konzepte für eine Vollautomatisierung entwickelt werden.

Untersuchungen in der Industrie zeigen, dass der Aufwand für C-Teile rund 50 Prozent der gesamten Beschaffungskosten ausmacht, obwohl ihr Wert nur etwa fünf Prozent des Beschaffungsvolumens beträgt. Hier liegt also bei vielen Kunden ein enormes Rationalisierungspotenzial brach. Erschließen lässt sich dieses über eine weitgehende Automatisierung im C-Teile-Management. KVT-Fastening bietet hierzu die Logistiksysteme Smart Bin, Smart Label und Smart Bin Flex des Mutterhauses Bossard an. Sie bestehen aus einer Kombination von konventionellen Behältern und Gewichtssensoren und dienen zur vollautomatischen Materialbewirtschaftung von C-Teilen direkt am Arbeitsplatz, in der Produktion oder im Lager.

Die Bestandsüberwachung erfolgt zuverlässig über Wiegesensoren, eine Nachbestellung wird beim Unterschreiten des vorher definierten Mindestbestands ausgelöst. Die Bossard Logistiksysteme eignen sich daher besonders für Unternehmen, die eine nahtlose Versorgung benötigen und sich nicht mehr um die Kontrolle der Bestände und Nachbestellungen kümmern wollen. Sie profitieren von einer Verringerung ihrer Beschaffungs- und Lagerkosten sowie einem deutlich geringeren Aufwand beim B- und C-Teile-Management – bei gleichzeitig erhöhter Versorgungssicherheit und Transparenz. Daraus ergibt sich eine generell niedrigere Kapital- und Personalbindung in diesem Bereich. ms

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