Messekonzept kommt an

Die neue "Schweissen" endet erfolgreich

Am 1. Oktober ging in Linz die Fachmesse Schweissen zu Ende. Die Reed Exhibitions Messe Wien hatte die bislang im Rahmen von „Smart“ und „Intertool“ von der SZA (Schweißtechnische Zentralanstalt) ausgerichtete Veranstaltung erstmals als eigenständige Fachmesse präsentiert.

Copyright: Reed Exhibitions Wien / Andreas Kolarik

Die Basis der Neukonzeption bildeten die Übersiedlung von Wien nach Linz, die neue Tagefolge Dienstag bis Donnerstag und der neue Vier-Jahres-Turnus, alternierend zur Weltleitmesse „Schweissen & Schneiden“ in Essen.

Die Neuausrichtung der „SCHWEISSEN“ als Österreichs einzige Fachmesseplattform für Fügen, Trennen, Beschichten, Prüfen und Schützen hatte bereits im Vorfeld breite Zustimmung aus der Branche erhalten. Key-Player, darunter Unternehmen, die zuletzt den Veranstaltungen in Wien fern geblieben waren, waren bei der Premiere in Linz wieder mit an Bord, unter anderem ABB AG, Aigner GmbH, Air Liquide Austria GmbH, EWM Hightec Welding GmbH, FANUC Österreich GmbH, Fronius International GmbH, igm Robotersysteme AG, Panasonic Automotive & Industrial, Suhner SU-matic Handelsges.mbH und die voestalpine Böhler Welding Austria GmbH. Insgesamt stellten auf der „SCHWEISSEN 2015“ im Design Center Linz 97 Unternehmen und 77 von diesen zusätzlich vertretene Marken den Anwendern aus Industrie und Gewerbe ihre Innovationen sowie topaktuellen Produkte, Geräte, Maschinen, Systeme und Dienstleistungen vor. Insgesamt 3.072 Fachbesucher*) haben die Premiere der „SCHWEISSEN“ besucht. 

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Linz ist gutes Pflaster für Reed Exhibitions

Seitens Organisator Reed Exhibitions zog Geschäftsführer Benedikt Binder-Krieglstein eine positive, für die Zukunft motivierende Bilanz: „Es war richtig, die ‚SCHWEISSEN‘ von ‚Smart‘ und ‚Intertool‘ zu lösen und mit dem Backing der Branche in Linz an den Start zugehen. Die oberösterreichische Landeshauptstadt und das Design Center Linz sind ein guter Boden für Reed Exhibitions und auch für unsere Aussteller. Schließlich befinden wir uns hier inmitten der wirtschaftlich und industriell stärksten Region Österreichs, und Oberösterreich verfügt über die größte Anzahl an für die ‚SCHWEISSEN‘ relevanten Unternehmen. Mit der ersten Ausgabe im Design Center Linz hat für die ‚SCHWEISSEN‘ eine neue, erfolgversprechende Ära begonnen.“

Die „SCHWEISSEN 2015“ präsentierte sich der Branche nicht nur als einzige heimische Innovationsschau und Businessplattform, neben dem fachlichen Fokus standen ebenso Networking und Wissenstransfer im Mittelpunkt. „Ob im Bereich des Prototypenbaus, der Kleinserien- und Serienfertigung oder des Industrieanlagenbaus, die Fachbesucher aus Industrie und Gewerbe fanden hier praxisnahe Lösungen für ihren Unternehmenserfolg vor und konnten sich auch über in die Zukunft weisende Trends informieren und ihr Know-how updaten. Linz ist der ideale Standort für die Messe, der Termin im September optimal – das neue Konzept erfüllt, das hat der Messeverlauf bewiesen, die Wünsche der Branche“, betont Gerhard Perschy, Leiter des Geschäftsbereiches Messen bei Reed Exhibitions.

Großes Interesse am Fachprogramm

Eine tragende Säule des neuen Messekonzepts der „SCHWEISSEN“ bildet der ÖGS-Workshop von und mit DI Dr. Gerhard Posch von der ÖGS (Österreichische Gesellschaft für Schweisstechnik). „Dieser umfasste rund 40 Veranstaltungen, die sehr gut besucht und teilweise bis auf den letzten Platz besetzt waren. Dies beweist, dass der Wissensaustausch eine zentrale Rolle bei einer Fachmesse wie der ‚SCHWEISSEN‘ spielt“, berichtet „SCHWEISSEN“-Messeleiter Markus Reingrabner. Sichtlich erfreut über die rege Teilnahme am Vortragsprogramm zeigte sich am Schlusstag auch Gerhard Posch, der neben seiner Tätigkeit bei der ÖGS hauptberuflich bei Fronius International tätig ist: „Dass man technische Vorträge auf einem moderaten und wissenschaftlich nicht zu abgehobenen Niveau frei zugänglich anbietet ist ein Novum und war auch für mich ein Experiment. Mich hat erstaunt, wie gut die Vorträge zum Großteil besucht worden sind. Teilweise waren Vorträge mit über 70 Zuhörern voll besetzt, andere waren weniger gut besucht. Das ist aber klar, wenn man bedenkt, dass der Grund für den Besuch der ‚SCHWEISSEN‘ primär die Präsentation der Aussteller und das Vortragsprogramm nur ein Zusatzangebot war. Aber das Programm war gut, wurde von insgesamt 23 Aussteller sehr gut genützt und ist durchaus ein Format, worauf wir weiter aufbauen sollten.“

Fachbesucherbefragung mit hohen Zustimmungsquoten

Der Erfolg der Linzer Premiere der „SCHWEISSEN“ fand auch in den Resultaten der Fachbesucherbefragung ihren Niederschlag. So zeigten sich 86,8 Prozent der Befragten mit der Messe insgesamt sehr zufrieden (Schulnoten 1 u. 2; plus 3 = 98,6 %), gut neun von zehn Befragten (92,1 %) wollen die Messe Geschäftspartnern weiterempfehlen. Vier Fünftel (81,6 %) gaben an, vom Messebesuch stark profitiert zu haben, und fast ein Drittel (30,3 %) meinte, dass die Messe in den nächsten Jahren noch an Bedeutung gewinnen würde. Mehr als vier Fünftel der Befragten (84,2 %) qualifizierten das Messeangebot als vollständig, immerhin gut ein Viertel (26,3 %) der Fachbesucher nutzte die Messe gleich zu Einkäufen oder Bestellungen vor Ort.

Standort, Termin und Messedauer passen

Den Standort Linz für die „SCHWEISSEN“ bewerteten neun von zehn Befragten (90,8 %) positiv, alle bejahten den Termin Ende September und annähernd alle (97,4 %) stimmten der Messedauer von drei Tagen zu. „Diese Quoten bestätigen die Eckdaten und das neue Konzept der ‚SCHWEISSEN‘ in jeder Hinsicht“, freut sich das Reed Exhibitions-Orgaisationsteam über das überdurchschnittlich hohe Maß an Zustimmung.

Konjunktureinschätzung im grünen Bereich

Auf die Frage nach der wirtschaftlichen Einschätzung ihrer Branche, antworteten drei von fünf Befragten (60,6 %) mit „sehr zufrieden“. In den kommenden zwölf Monaten rechnet gut die Hälfte (51,3 %) mit einer deutlichen Verbesserung. „Damit zeigt sich, dass die ‚SCHWEISSEN 2015‘ in einem positiven Konjunkturklima stattfand und auch die Zukunft überwiegend optimistisch eingeschätzt wird“, so Benedikt Binder-Krieglstein. „Für uns als Veranstalter der ‚SCHWEISSEN‘ gilt es jetzt, an den Starterfolg der Linzer Premiere anzuschließen und die Messe mit Blick auf die nächste Ausgabe im Jahr 2019 weiterzuentwickeln. Insbesondere wollen wir die Ansprache der Besucherzielgruppen noch forcieren und Nachbarregionen, wie etwa Bayern, noch stärker einbeziehen. Die ‚SCHWEISSEN 2015‘ hat auf jeden Fall bewiesen, wir sind auf dem richtigen Weg, das Potenzial dieser Messe birgt noch viele zusätzliche Chancen“. 

Aussteller stehen klar zur neukonzipierten „SCHWEISSEN“

„Der Standort der ‚SCHWEISSEN‘ ist optimal, die Fachmesse ist für uns sehr positiv verlaufen, ein Top-Auftritt“, attestiert Heinz Stephan, General Manager bei EWM Hightec Welding GmbH, dem Neuauftritt der „SCHWEISSEN“. „Zum einen war die ‚SCHWEISSEN‘ deutlich auf das Fachthema Schweißen abgegrenzt, zum anderen kam wesentlich mehr Publikum nach Linz als zu den vergangenen Ausgaben in Wien. Und das Publikum war noch dazu viel fachspezifischer. Das heißt: interessante Kunden, interessante Anfragen, man spricht mit den Besuchern auf einer ganz anderen, fachlich viel höheren Ebene. Wir hatten jeden Tag sehr gute Kundenkontakte und sehr gute Anfragen, teilweise mit Stammkunden, aber auch mit Interessenten, die wir bisher noch nicht kannten. Besonders aufgefallen ist mir, dass wir einige Kontakte aus dem bayrischen Raum dazugewinnen konnten. Da dürfte die Besucheransprache, die Reed Exhibitions in dieser Region gemacht hat, gefruchtet haben. Der allgemeine Tenor der bayrischen Interessenten: sie wollen von Österreich aus bedient werden, was für uns sehr gut ist.“ 

Ebenfalls bester Stimmung war Werner Peraus, regionaler Vertriebsleiter Oberösterreich/Wien der Fronius International GmbH: „Das Fazit der ‚SCHWEISSEN‘ seitens Fronius ist ein sehr positives: viele echte Fachbesucher, die unmittelbar mit dem Thema Schweißen zu tun hatten, sehr gute Kundenfrequenz über alle drei Messetage verteilt, das betrifft auch den Schülertag am ersten Messetag, viele interessante Gespräche und Messekontakte und auch Neukontakte waren dabei. Und, ganz wichtig für mich und die Bewertung des Erfolges der ‚SCHWEISSEN‘, ganz Österreich, von Vorarlberg, Tirol bis Steiermark und Wien, war hier auf der Messe. Die Location passt! Wir sind am richtigen Weg.“

„Linz als Standort der ‚SCHWEISSEN‘ ist für uns von ABB sicherlich der ideale Standort“, sagt Ing. Martin Moosbacher, Verkaufs- und Projektmanagement der ABB AG. „Mit Besuchern aus fast ganz Österreich und Bayern ist Linz sicherlich der bessere Standort als Wien. Insgesamt ist der Eindruck der Fachmesse, dass sie sehr kompakt ist, aber alles, was im Schweißbereich wichtig und relevant ist, war vertreten. Das ist für uns ein riesen Vorteil. Wenngleich wir gerne etwas mehr Besuche gehabt hätten, so muss ich doch sagen, dass die Qualität der Besucher sehr gut war.“

„Standort, Termin, Frequenz und Messezyklus alle vier Jahre sind ideal: die ‚SCHWEISSEN‘ ist aus unserer Sicht sehr positiv verlaufen“, sagt Herbert Horak, Sales Director Austria der voestapline Böhler Welding Austria GmbH. „Wir haben seit Jahren versucht, die Messe aus Wien weg in ein anderes Bundesland zu bringen. Das ist uns jetzt gelungen. Die Wahl war zwischen Salzburg, Wels und Linz, wobei letztendlich Linz mehrheitlich den Zuschlag bekommen hat. Das war eine gute Entscheidung, denn für uns als Voestalpine-Unternehmen heißt das: in Linz beginnt’s. Zusätzlich wollten wir terminlich einen Abstand zur Leitmesse in Essen herstellen, was in der Vergangenheit kompliziert war, was jetzt mit der neuen Frequenz der ‚SCHWEISSEN‘ aber perfekt klappt. Durch die deutlich verbesserten Rahmenbedingungen der Fachmesse kommen zur nächsten Ausgabe im Jahr 2019 sicherlich auch jene Aussteller, die heuer noch abgewartet haben.“

„Linz ist durch seine zentrale Lage und gute Erreichbarkeit aus allen Richtungen eine gute Wahl. Das Design Center Linz ist sehr übersichtlich, hat gute Parkmöglichkeit, sauber und ist gut organisiert“, sagt Ing. Gerhard Hörmann von der SZA (Schweißtechnische Zentralanstalt). „Auch das Layout der ‚SCHWEISSEN‘ war sehr gut und bestach durch eine großzügige und übersichtliche Raumaufteilung. Das Portfolio an Ausstellern war sehr gut und auch die gute Fachkompetenz der Besucher mit starkem Fokus auf das Thema Schweißen kann man als durchwegs positiv bezeichnen.“

Nächste Termine für die Industrie:
„SMART“ und „Intertool“ in der Messe Wien

Die nächsten wichtigen Messetermine für die Industrie sind die 2016er-Ausgabe der „SMART“, die turnusgemäß in der Messe Wien von 10. bis 12. Mai 2016 stattfinden wird, sowie die „Intertool“, von 10. bis 13. Mai 2016. Die „SCHWEISSEN“ kehrt 2019 ins Design Center Linz zurück. kf

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