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Manufacturing-Execution-SystemeDie selbstregelnde Fabrik

Mobile MES-Anwendungen mit Hydra von MPDV

Begriffe wie Selbstregelung, Selbstoptimierung oder selbstlernende Maschinen tauchten bereits in den Anfängen der Industrie 4.0 auf. Sie halten sich hartnäckig, werden in jüngster Zeit sogar häufiger genannt.

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WasserinjektionstechnikHohle Körper leicht gemacht

Kraftvoll Zupacken muss können, wer mit einer Kettensäge ans Werk geht. Das wissen die Konstrukteure von Dolmar in Hamburg nur zu gut. Allzu schwer darf das Werkzeug aber auch nicht ausfallen, sonst geht selbst starken Männern rasch die Puste aus. Für die Produktion des großen, geschwungenen Bügelgriffs an seiner neuen Kettensäge holte sich der Hersteller deshalb die Unterstützung eines Kunststoffverarbeiters, der schon häufig mit innovativen Lösungen von sich Rede machte: Pöppelmann in Lohne.

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ti5 (Techno): Hohle Körper leicht gemacht

Grundsätzlich ist der neue Bügelgriff in Multifunktionsteil. Er wird aus einem Glasfaser verstärken Polyamid 6 gefertigt. Damit er eine zuverlässige Verbindung mit dem Gehäuse der Kettensäge eingeht, müssen die beiden Griff­enden sowohl eine hohe Festigkeit als auch eine hohe Maßgenauigkeit aufweisen. Die Mitte der Griffzone soll einen Durchmesser von 26 Millimeter aufweisen und hohl sein. Einerseits unterstützt das ein sicheres und bequemes Halten, andererseits lässt sich die Konstruktion so deutlich leichter ausführen.

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Wasser statt Gas

Der Lohner Spritzgieß-Spezialist setzte für die wirtschaftliche Serienfertigung des geometrisch recht anspruchvollen Bauteils die Wasserinjektionstechnik ein. Das relativ neue Verfahren erlaubt es, im Griffbereich den geforderten Hohlraum zu erzeugen und so bei sogar verbesserter Formqualität das Gewicht des Bügelgriffs um sage und schreibe bis zu 45 Prozent zu senken! Außerdem betont der Kunststoffexperte, dass sich „Schließkraftbedarf und Zykluszeit reduzieren lassen“.

Im Vergleich mit der etablierten Gasinjektionstechnik verzeichnet der Einsatz eines Wasserinjektors vor dem Spritzgieß-Werkzeug etliche Pluspunkte. Erstens, eignet sich das Verfahren auch für die Herstellung von Hohl-Formteilen mit größeren Querschnitten. Zweitens, ergeben sich gut zentrierte Hohlräume. Gerade bei größeren Hohlräumen ist deren Position besser zu reproduzieren. Und drittens: Da das injizierte Wasser einen entscheidenden Beitrag zur Innenkühlung des Formteils leistet, erreicht diese Technik deutlich kürzere Kühlzeiten als die Gasinjektionstechnik oder Kompaktspritzguss. Bei Pöppelmann errechnete man einen Zeitvorteil von bis zu 40 Prozent!

Eigener Darstellung nach hat das Haus Pöppelmann die Wasserinjektionstechnik maßgeblich weiter entwickelt. Dabei schenkten die Fertigungsfachleute des Unternehmens ihr Hauptinteresse der Verkürzung der für das Austreiben des Wassers erforderlichen Zeit. „Das Ziel ist es, die Gesamtzykluszeit weiter zu senken und die Wirtschaftlichkeit der Wasserinjektionstechnik weiter zu verbessern“, so heißt es.Michael Stöcker

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