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Technische DokumentationVersuch und Irrtum

Kein technisches Produkt kommt ohne Bedienungsanleitung aus. Damit diese gleichzeitig mit dem Produkt fertig werden, bietet Dassault Systèmes mit 3DVia Composer eine Software an, mit deren Hilfe Technische Redakteure direkt auf die Daten der Entwickler zugreifen. Mit diesen 3D-CAD-Daten erzeugen sie zudem multimediale Animationen – ein Trend in der technischen
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Technische Dokumentation: Versuch  und Irrtum
Dokumentation.

Die heuristische Methode ist besonders beliebt beim Kauf neuer Produkte – auch bei mir. Und so musste ich mitansehen, wie mein fünfjähriger Sohn mir auf dem Fahrrad davonfährt, während ich Probleme hatte, die Gangschaltung an meiner Neuerwerbung zu finden. Zugegeben, meine letzte Radtour liegt etwa 20 Jahre zurück, aber Fahrradfahren kann ich ja. Im Prinzip. Und geht es uns nicht mit vielen anderen Dingen auch so? Neuen MP3-Playern, Kameras oder neuen Maschinen? Bedienungsanleitungen werden selten gelesen. Fakt ist aber: Ohne Dokumentation, so will es der Gesetzgeber, gelten technische Produkte als nicht komplett ausgeliefert – und müssen daher auch nicht vom Kunden bezahlt werden. Um dies zu vermeiden, und um Zeit zu sparen, beginnen die Technischen Redakteure deshalb parallel zur Konstruktion damit, die Dokumentation zu erstellen. Doch Entwickler und Technische Redakteure arbeiten in der Regel mit unterschiedlicher Software. Die Folge: Entstehen im Konstruktionsprozess Änderungen an den Produkten, müssen Handbücher, Teilekataloge oder Bedienungsanleitungen neu getextet oder bebildert werden.

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Softwarelösungen wie der 3DVia Composer von Dassault Systèmes füllen diese Lücke und ergänzen die bereits im Unternehmen eingesetzten CAD-Programme. Ändert ein Entwickler ein Teil der Konstruktion, wird bei manchen Anwendungen diese Änderung automatisch in die schon bestehenden Dokumentationen übernommen; die Software greift auf die Daten zu, die der Entwickler geändert hat. Möglich wird dies durch das von dem französischen Unternehmen entwickelte 3D XML-Format, das die Visualisierung und den Austausch von 3D-Daten zwischen den verschiedenen Anwendungen erlaubt. Das Format beschreibt dabei alle Informationen von der grafischen Darstellung der Geometrie bis zu den technischen Daten einschließlich der Produktstruktur und der grafischen Eigenschaften in einem schlanken und trotzdem präzisen Format, das nicht nur mit 3D-Viewing-Lösungen visualisiert, sondern auch von nachgelagerten Anwendungen wie zum Beispiel Publishing-Programmen gelesen werden kann. Da es sich nicht um triangulierte Facettenmodelle, sondern um eine Boundary Representation (B-REP) der Volumenkörper handelt, erlaubt 3D XML eine Komprimierung der Daten von bis zu 99 Prozent gegenüber dem Originalformat mit der maximalen Genauigkeit des Autorensystems, die aber individuell eingestellt und bei Bedarf ohne erneutes Laden der Quelldatei verfeinert werden kann.

Höherer Lerneffekt

Nach Angaben von Prof. Martin Schober, Studiendekan des Studiengangs Technische Redaktion an der Hochschule Karlsruhe, können Unternehmen mit Hilfe solcher Lösungen für die Technische Dokumentation den Aufwand für Änderungen stark reduzieren, außerdem stellen sie sicher, dass die Dokumente stets auf dem aktuellen Stand sind. Der weitere Vorteil, der sich aus der Koppelung der CAD und Dokumentations-Lösungen ergibt: Die Technischen Redakteure können aus den bereits erzeugten 3D-CAD-Daten der Entwicklung dreidimensionale Bilder, multimediale Animationen, Vektorgrafiken oder Filme erzeugen. Ein Trend, der laut Schober zunehmen wird: „Mittels Skriptsprachen und weiterer Techniken kann er aus statischen und dynamischen Medien didaktisch hochwertige interaktive Medien erzeugen. Multimedial aufbereitete Dokumente reduzieren Kosten bei Texterstellung und Übersetzung, der Lerneffekt ist bei animierten Modellen wesentlich höher und sie lassen sich vielfältig im Marketing einsetzen.“

Die Implementierung von 3DVia Composer ist in Stunden erledigt, die Einbindung in die Unternehmensprozesse ist ebenfalls kein Großprojekt. „Dies kann binnen zwei bis vier Tagen erfolgt sein, so dass Technische Redakteure die CAD-Daten aus der Entwicklung nach kürzester Zeit für ihre Aufgaben nutzen können“, so Gerhard Keller, Geschäftsführer des Karlsruher Systemhauses Transcat PLM. Wie für Martin Schober, so liegt dabei auch für Gerhard Keller die Zukunft der Technischen Dokumentation vor allem in der Fülle an Anwendungsmöglichkeiten, die sich durch den Einsatz von 3D ergeben. Schon jetzt wollen viele Hersteller keine teuren Erlkönige mehr auf Messen zeigen, sondern diese im virtuellen Stadium belassen, dann allerdings – zu weit geringeren Kosten – komplett animiert. Oder Unternehmen können ihre Prototypen als 3D Modell ins Internet stellen und ein direktes Feedback ihrer Kunden einholen. Keller geht sogar noch einen Schritt weiter: „Mit Bedarfs-Management können Hersteller schon bald die Erwartungshaltungen ihrer Kunden frühzeitig ermitteln. Es wird immer wichtiger, die Konsumenten in die Entwicklung mit einzubeziehen.“ Aber um bei der Praxis zu bleiben: Bevor eine Maschine in die Werkshalle kommt, können Mitarbeiter realitätsnah an einer virtuellen Maschine geschult werden – und Mamis an virtuellen Fahrädern bevor sie losfahren. ee

HMI, Halle 17, Stand C40

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27.9 MB
Wie der 3DVia Composer die Technische Dokumentation auf Basis der 3D-CAD-Daten erleichtert, sehen Sie in diesem Video:
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