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Manufacturing-Execution-SystemeDie selbstregelnde Fabrik

Mobile MES-Anwendungen mit Hydra von MPDV

Begriffe wie Selbstregelung, Selbstoptimierung oder selbstlernende Maschinen tauchten bereits in den Anfängen der Industrie 4.0 auf. Sie halten sich hartnäckig, werden in jüngster Zeit sogar häufiger genannt.

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PSA-Management und Berufskleider-­LeasingKosten senken durch

Jeder Betrieb, der seinen Mitarbeitern die persönliche Schutzausrüstung – kurz PSA – bereitstellen möchte (oder muss), steht vor einer größeren organisatorischen Aufgabe. Das beginnt bei der unverzichtbaren Bedarfs- und Gefährdungsermittlung, führt über mehr oder minder erfreuliche Verhandlungen mit diversen Herstellern und Dienstleistern und endet beim Aufwand für Logistik und Pflege. Unterschiedliche Anlieferungstermine, ein unnötig hohes Verkehrsaufkommen auf dem Werksgelände sowie eine teure interne Verteilung sind typisch für die Situation in vielen Betrieben.

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ti7: Kosten senken durch

Gleichzeitig steigen jedoch die Ansprüche der Anwender bis hin zum Wunsch nach einer zuverlässigen Komplettausstattung der Mitarbeiter aus einer Hand. Ein professionell aufgezogenes PSA-Management ist also gefragt, das die Betriebe spürbar entlastet. Mit seinem neuen Boco PSA-Management-Konzept möchte HTS Deutschland – eine hundertprozentige Haniel-Tochter – diesen wachsenden Ansprüchen der Unternehmen Rechnung tragen. Es beinhaltet die Beschaffung der Berufskleidung, die Konfektionierung und die Lagerhaltung sowie das komplette Handling der textilen und technischen PSA auf der Basis einer Wochenpauschale. Der Textildienstleister hat errechnet, dass sich das auszahlt: Der Werksverkehr reduziert sich, Lagerstätten und interne Verteilung entfallen und die Prozesskosten sinken. Und: Die Komplettlösung erlaubt die quellengerechte Zuordnung der Kosten für das interne Controlling. „Der Kunde spart Personal, Platz, Zeit und Kosten“, so Carsten Best, Mitglied der HTS-Geschäftsleitung. „Um bis zu 20 Prozent sinken die Prozess- und Materialkosten mit Hilfe eines professionellen PSA Managements“, sagt er.

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20 Prozent Kostensenkung

Hierzulande nutzt als eines der ersten Unternehmen der Automobil-Zulieferer Faurecia diesen Komplettservice. Für 22 seiner insgesamt 27 Werke in Deutschland leistet HTS die Systemversorgung von Arbeitskleidung und persönlicher Schutzausrüstung. Die fünf anderen Werke beziehen ihre Berufskleidung via Leasing und Kauf. Im Rahmen eines Pilotprojektes liefert der Dienstleister die komplette Ausstattung der Belegschaft in den persönlichen Schrank eines jeden Mitarbeiters. Komplett heißt hier: Frisch gewaschene Latzhose und Shirt, Wochenbedarf an Handschuhen, Schutzbrillen und Gehörschutz sowie einmal im Jahr neue Sicherheitsschuhe.

Bevor sich der international agierende Systemzulieferer von Fahrzeugmodulen (Sitz, Cockpit, Tür, Akustikpackage, Frontend, Abgasanlage) für das PSA-Management entschied, betrieb er in allen Standorten eine dezentrale Beschaffung mit zahlreichen verschiedenen Lieferanten. Das war aufwändig und mitunter schwierig zu organisieren. So entstand der Wunsch nach der Zusammenarbeit mit nur einem Partner. Ein enger Kontakt in den Werken und eine professionelle Unterstützung vor Ort standen ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste. Außerdem wurde ein Dienstleister mit bundesweiter Abdeckung und guten Verbindungen ins europäische Ausland gesucht. Die Entscheidung fiel daher auf HTS Deutschland und dessen Boco-Konzept.

Mit der Umstellung des Sortiments auf die festgelegten Kleidungs- und PSA-Produkte sollte auch die Wirtschaftlichkeit verbessert werden. Unter anderem deshalb wurde beispielsweise im Rahmen der Sortimentsoptimierung die Vielfalt der eingesetzten Handschuhe von etwa 450 Varianten von zahlreichen Hersteller auf 100 Modelle von drei Herstellern reduziert. Die Versorgung erfolgt dabei ausschließlich über den Textildienstleister. Allein dadurch konnten die Prozesskosten deutlich gesenkt werden. Laut Carsten Best gehen „die Einsparungen in diesem Projekt zum Teil in den zweistelligen Prozentbereich“.

Zweistellig gespart

Grundsätzlich kann die Lieferung der Arbeitsschutzkleidung und des Equipments für Kopf- oder Fußschutz innerhalb des PSA-Management-Systems immer in drei Varianten erfolgen: Über einen Lieferservice, über den Boco-Service bis zur einzelnen Kostenstelle oder über den Boco-Service direkt in das persönliche Schrankfach jedes einzelnen Mitarbeiters. Dabei umfasst der Servicekreislauf des Textildienstleisters die Beratung, das Abholen, das Waschen sowie das Trocknen und Bügeln, die Qualitätskontrolle sowie das Reparieren oder Austauschen und schließlich das Anliefern. Der Pflege- und Instandsetzungsprozess beinhaltet eine verschmutzungsgerechte Wäsche, gegebenenfalls die Nachimprägnierung sowie die Reparatur unter Berücksichtigung der Besonderheit der Bekleidung.

Eigenen Angaben zufolge legt HTS dabei großen Wert auf eine individuelle Betreuung der Kunden. „Ob Ist-Analyse der Produkte und Prozesse, Design oder Kostencontrolling – das Unternehmen begleitet den Kunden von der Idee eines neuen Produktes bis zur Umsetzung“, so Carsten Best. Dabei greifen das Produktmanagement und hauseigene Designer aktuelle Trends und Bedürfnisse des Marktes auf und setzen sie in Kollektionen um. Wird eine Kollektion beim Kunden eingeführt, erhebt der zuständige Berater die Konfektionsgröße sowie weitere Daten jedes einzelnen Mitarbeiters. Mit Hilfe eines in jedes Kleidungsteil integrierten elektronischen Chips ist gewährleistet, dass der Träger nach jedem Wäschetausch seine persönliche Berufskleidung zurückerhält. Michael Stöcker (stoecker@hopp.de)

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