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LaserkennzeichnungLasermakiersystem von Mobil-Mark im Einsatz bei Von Roll

Lasermarkiersystem

Die eindeutige, dauerhafte Kennzeichnung von Werkstücken wird in zunehmend mehr Branchen zur Standardanforderung. Das Unternehmen Von Roll setzt seit Mitte Mai 2017 für die Kennzeichnung von Verbundwerkstoff-Platten auf ein mobiles Lasermarkiersystem von Mobil-Mark, statt diese wie bisher extern beschriften zu lassen.

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Energiesparende HallenheizungRund 49 Prozent Primärenergie

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Energiesparende Hallenheizung: Rund 49 Prozent Primärenergie

spart die Bohnacker Systeme danke einer neuen Heizungsanlage von Kübler ein. Das Produktionswerk des Unternehmens am Hauptsitz Rottenacker wurde seit 30 Jahren durch eine klassische Warmluftheizung beheizt. Zwei 3500 kW-Kessel wurden eingesetzt, um die 18 Hallen (Lager, Kommissionierung, Verpackung, Produktion) mit insgesamt 23.265 m2 Bodenfläche und Höhen von 4 bis 13 Metern zu beheizen. Eine bedarfsgerechte Steuerung dieses Heizsystems war nur schwer möglich. Entsprechend hoch war der Verbrauch. Der schlechte Wirkungsgrad der vorhandenen Warmluftheizung war letztlich der Grund, weshalb man sich nach einem alternativen Heizungssystem umschaute. "Unsere wichtigste Anforderung war, ein möglichst hohes Einsparvolumen im Vergleich zur alten Umluftanlage zu erzielen", formuliert Fernando Gomes-Anjo, technischer Leiter bei Bohnacker Systeme, die Vorgabe an das neue Hallenheizungssystem. Außerdem war eine flexiblere Heizungssteuerung gefragt, um die Hallen ihren unterschiedlichen Nutzungsprofilen entsprechend zu beheizen. Und die komplette Pumpen-Warmwasser-Bestandanlage mit allen Rohrleitungen sollte in das neue Heizsystem integriert werden. Ein Anforderungsprofil, das durch die dezentrale Infrarottechnik von Kübler erfüllt wurde. Kübler präsentierte eine detailliert ausgearbeitete Bewerbung und ein maßgeschneidertes Gesamtkonzept. Außerdem erinnert sich Gomes-Anjo: "Der Wirkungsgrad der Geräte war für uns geradezu faszinierend und es war der Faktor Effizienz, der uns schließlich am meisten überzeugte". Ende Oktober 2009 wurde der Auftrag für die Komplettsanierung der Heizungsanlage im Produktionswerk Rottenacker vergeben. Noch vor Weihnachten sollte die Heizungsanlage in Betrieb genommen werden. Ein ehrgeiziges Vorhaben. Montiert wurde im laufenden Betrieb in zwei Schichten bis in die Nacht. Fünf Gewerke waren zeitweise gleichzeitig im Einsatz. Der enge Zeitplan wurde eingehalten; das neue Hallenheizungssystem ging fristgerecht in Betrieb. Das aufwendige Sanierungskonzept von Kübler wurde maßgeschneidert, um bei unterschiedlichen Raumhöhen eine gleichmäßige staub- und zugfreie Wärmeverteilung bei kurzen Aufheizzeiten und hoher Energieeffizienz zu sichern. Konkret wurden 123 energiesparende Infrarotgeräte verschiedener Typen von Kübler installiert, darunter das Hochleistungssystem Optima. 34 Heizzonen wurden definiert. Sie können individuell angesteuert werden, um auf unterschiedliche Temperaturanforderungen einzugehen und die Ein- und Ausschaltpunkte punktgenau nach Bedarf zu definieren. Das Ressourcen optimierende Steuerungssystem Rossy sichert die Transparenz über alle relevanten Betriebs- und Verbrauchsdaten und führt zu einer deutlichen Reduktion der Betriebskosten für Primärenergie, Wartung und Ersatzteile. Das bestehende Pumpen-Warmwasser-System für die Beheizung der Büroräume wurde ebenfalls komplett dezentralisiert. Fünf effiziente Gasbrennwertgeräte und ein Kessel mit einer Gesamtleistung von 833 kW ersetzen jetzt die beiden alten 3.500 kW Kessel und das zentrale Kesselhaus. Sie sorgen für kurze Wege und reduzierten Energieverbrauch. Rund 40 Prozent Energieeinsparung wurden prognostiziert und zugesichert. Nach den ersten Betriebsmonaten war klar: Die Erwartungen haben sich erfüllt. Statt durchschnittlich bis zu 6.500.000 kWh Primärenergieverbrauch p. a. liegt der jährliche Verbrauch nach Sanierung jetzt bei nur 3.344.000 kWh. Bei einem kWh-Preis von rund 0,07 Euro ergibt sich eine jährliche Kosteneinsparung von über 220.000 Euro. Dies entspricht rund 49 Prozent. Das Fazit von Fernando Gomes-Anjo: "Nach den ersten Betriebszahlen gehen wir davon aus, dass sich die Investitionskosten schon nach drei bis vier Jahren ausgeglichen haben." Aber nicht nur die hohe Effizienz des neuen Hallenheizungssystems überzeugt in Rottenacker: "Unser CO2-Ausstoß reduziert sich um etwa 570 Tonnen im Jahr. Da Umweltschutz und Nachhaltigkeit in unserer Firmenphilosophie fest verankert sind, ist das für uns zusätzlich ein ganz wichtiger Pluspunkt."

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