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Manufacturing-Execution-SystemeDie selbstregelnde Fabrik

Mobile MES-Anwendungen mit Hydra von MPDV

Begriffe wie Selbstregelung, Selbstoptimierung oder selbstlernende Maschinen tauchten bereits in den Anfängen der Industrie 4.0 auf. Sie halten sich hartnäckig, werden in jüngster Zeit sogar häufiger genannt.

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Energetische OptimierungNiedrige Nebenkosten

Unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes ist Energieeffizienz schon seit langem ein wichtiges Thema. Aufgrund des steigenden Kostendrucks wird sie für Unternehmen neben dem ökologischen zunehmend auch zum ökonomischen Wettbewerbsfaktor. In keinem anderen Bereich bieten sich so viele Einspar- und Optimierungspotentiale. Das Planungs- und Bauunter- nehmen Hinterschwepfinger unterstützt mit umfassenden Beratungs- und Konzeptleistungen die Kraftanlagen München beim Bau eines neuen Fertigungszentrums.

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Techno-Scope: Niedrige Nebenkosten

Fertigungsunternehmen haben erkannt, dass die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit in erster Linie davon abhängt, wie gut es gelingt, die Potentiale zur Kostensenkung und damit zur Steigerung der Produktivität am Standort zu erkennen und zu nutzen. Dass nachhaltige Wirtschaftlichkeit bereits bei der Standortplanung beginnt, hat die Kraftanlagen München GmbH (KAM) beim Bau eines neuen Verwaltungs- und Fertigungszentrums in Haiming bei Burghausen berücksichtigt.

Die KAM zählt mit knapp 2300 Mitarbeitern zu den führenden europäischen Unternehmen im Anlagen- und Rohrleitungsbau mit mehreren Standorten in Deutschland und Österreich. In Haiming ließ man auf einer Gesamtfläche von 2,4 Hektar neben Büroräumen auch eine hochmoderne Produktionsstätte mit Schweiß-, Montage- und Lagerhallen für derzeit rund 85 Arbeitsplätze errichten. Von der Standortanalyse über die Generalplanung einschließlich Energiekonzept bis zur schlüsselfertigen Bauausführung setzte das Unternehmen dabei auf einen Partner: Die Hinterschwepfinger Projekt GmbH mit Sitz im oberbayerischen Mehring bei Burghausen.

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Dort ist man auf die ganzheitliche Standortplanung und –optimierung für mittelständische Produktionsbetriebe spezialisiert und bietet die erforderlichen disziplinübergreifenden Kompetenzen unter einem Dach. Architekten, Statiker, Brandschutzplaner und Ingenieure der Versorgungstechnik arbeiten Hand in Hand, vernetzen ihr Wissen und machen ganzheitliche Lösungen möglich. „Dieser tägliche Dialog zwischen den einzelnen Fachabteilungen und der Blick fürs Ganze ist Voraussetzung für eine vorausschauende Planung moderner Produktionsstandorte“, erklärt Josef Hinterschwepfinger. „Ein wesentlicher Anteil der späteren Unterhaltskosten für einen Produktionsstandort wird bereits in der ersten Planungsphase beeinflusst. Diese Kosten haben später maßgeblichen Anteil an der Produktivität und Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens.“

Hell, warm und günstig

Im Rahmen des Standortkonzepts werden nicht nur die Gebäude berücksichtigt, sondern es fließen auch komplexe Betriebsmerkmale, wie z.B. Wandlungsfähigkeit, Erweiterbarkeit und Flächenproduktivität in die Planung mit ein. Ein weiterer integraler Aspekt ist das Thema Energie-Effizienz. Im Rahmen des Konzepts für die KAM wurden unter anderem verschiedene Energieversorgungsvarianten für Belüftung und Heizung sowie deren CO2-Ausstoß berechnet und gegenübergestellt. Zudem wurden Wirtschaftlichkeitsberechnung unter Berücksichtigung von Kapitalzins und Energiepreissteigerung durchgeführt und ein optionales Stromerzeugungsmodell mit Vergütung berücksichtigt.

Realisiert wurden schließlich moderne Gas-Brennwertthermen mit einer Gesamtleistung von 400 kW in Verbindung mit einer Industrieflächenheizung im Fertigungsbereich. In diesem Umfeld erfolgt zudem eine Wärmerückgewinnung von circa 65 Prozent im Lüftungsbereich – trotz Schweißrauchabluft! Erreicht wird dies durch eine zusätzliche Filterstufe in der Prozessabluft. Auch die Wärme aus der Kompressorenabluft wird als Zuluft in den Hallenbereich zurückgeführt. Die Transmissionswärmeverluste werden unter anderem durch eine Porenbetonfassade und hochwertige Sectionaltore minimiert. Großzügige Fensterflächen im Büro- und Produktionsbereich sorgen für einen hohen Tageslichtanteil an den Arbeitsplätzen. Ebenfalls zur energetischen Optimierung trägt eine zentrale Gebäudeleittechnik bei, die die Beleuchtung, die Gebäudeüberwachung, die technische Gasversorgung und die Regelung der Heizungs- und Lüftungsanlage intelligent steuert.

Das Resultat: Der Primärenergiebedarf der Schweißhallen liegt um 20 Prozent unter dem EnEV-Richtwert für Neubauten. „Niedrigere primärenergetische Werte sind hier aufgrund prozessbedingter sowie arbeitsstättenrechtlicher Standortbedingungen und unter finanziellen Gesichtspunkten kaum mehr realisierbar“, erklärt Thomas Meuer, bei Hinterschwepfinger verantwortlich für das Energiekonzept. Dieses schließt auch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Fertigungshalle ein. Sie erzeugt jährlich etwa 140.000 kWh Strom, die die Atmosphäre jährlich um circa 10,5 Tonnen CO2 entlasten.

Mit den Stromkostenersparnissen durch den Einsatz einer kundeneigenen Trafostation mit Mittelspannungsanschluss wird der Standort bei zukünftigen Ausbauten unabhängiger. Die zusätzlichen Investitionen rechnen sich bei aktuellem Verbrauch bereits nach weniger als fünf Jahren, darüberhinaus kann der Strom über den gesamten Lebenszyklus zu günstigeren Konditionen bezogen werden. Ausserdem wurde durch diese Maßnahme eine problemlose Anbindung der Photovoltaikanlage an das öffentliche Stromnetz und die damit verbundene Einspeisevergütung als zusätzliche Einnahme möglich. ee

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