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Manufacturing-Execution-SystemeDie selbstregelnde Fabrik

Mobile MES-Anwendungen mit Hydra von MPDV

Begriffe wie Selbstregelung, Selbstoptimierung oder selbstlernende Maschinen tauchten bereits in den Anfängen der Industrie 4.0 auf. Sie halten sich hartnäckig, werden in jüngster Zeit sogar häufiger genannt.

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E-CAE-Software,,Poleposition" für Konstrukteure

Schnittiger Rennwagen, Zielflagge und eine im Rausch des Tempos verschwindende Piste. Das sind die Insignien, die Eplan, Hersteller der gleichnamigen CAE-Software (Computer-Aided-Engineering), für die neueste Version seines Programms verwendet. Eplan 5.50 Racing zählt zu den führenden CAE-Produkten und hat in der Elektroprojektierung der Automobil- und Zulieferindustrie sogar die führende Rolle übernommen. Die Marschrichtung in der Praxis für solche Software ist klar: es geht um Tempo, Zeitersparnis und Zuverlässigkeit. Dazu lehnt man sich gerne (virtuell) an die Formel Eins-Branche an. Darüber hinaus kümmert sich das Monheimer Unternehmen um viele praxisnahe Details, die dem Anwender die Arbeit erleichtern sollen.

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Techno-SCOPE: ,,Poleposition" für Konstrukteure

Doch zunächst zur ,,Racing-Version" selbst. Diese verspricht Kunden in erster Linie Temposteigerung für alle CAE-Arbeiten. Möglich wird dies unter anderem durch das einfache und individuelle Anpassen der Software an die eigenen Vorstellungen und Wünsche: Mehrere Fenster öffnen, übersichtliche Dialogboxen oder praktische Vorschaufenster sind nur einige Beispiele. Zuschaltbare Meldungsfenster zeigen zudem den Status der aktuellen Bearbeitung oder mögliche Projektierungsfehler und unterstützen parallel dazu die Navigation im Projekt. Während der Abarbeitung wird zudem die Darstellung ständig aktualisiert.

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Tempo fürs CAE

Interessant ist auch eine neue ,,Blockfunktion". Sie ermöglicht es, dass sämtliche (auch unterschiedliche) Planelemente wie Symbole, Gerätekästen, Klemmen oder Kabel markiert und bearbeitet werden können. Anschließend können die gemeinsamen Eigenschaften der verschiedenen Elemente in einem Arbeitsschritt bearbeitet werden und Änderungen lassen sich gezielt objektabhängig und kontextsensitiv anwenden. Dieses spart viel Zeit und verhindert Fehleingaben.

Ein Highlight ist laut Anbieter die Erweiterung der bisher üblichen allpoligen Darstellung um eine einpolige. Damit wird die Software zusätzlichen Anforderungen im Engineering gerecht, Denn durch die Verwendung von fertig konfektionierten Kabeln oder Steckern ist die bisherige Darstellung der Details nicht immer notwendig. Die einpolige Darstellung zeigt daher nur an, welche Bauteile miteinander verbunden sind. Nicht benötigte Informationen in den Stromlaufplänen und Auswertungen erleichtern den Datenhaushalt und füllen nun nicht mehr unnötig Hunderte von Papierseiten.

Lobenswert ist die Integration in die Prozesskette: Mittels Hyperlinks innerhalb der Schaltplanseiten lassen sich zusätzliche Informationen und Dokumentationen verarbeiten. So können nun auf einer Stromlaufplanseite beispielsweise Montagehinweise, Datenblätter und Konstruktionsvorschriften an den dargestellten Bauteilen hinterlegt werden – der Übersichtlichkeit und Auffindbarkeit von Zusatzdaten sind so keine Grenzen gesetzt.

Step by Step

Wichtig für Anwender der Siemens Step 7 SPS ist ein erst kürzlich vorgestelltes Modul. Dieses dient der Konfiguration der kompletten Soft- und Hardware bei Siemens S7-Steuerungen und soll dem Eplan-Anwender die SPS-Bearbeitung erleichtern. Mit dieser neu geschaffenen S7-Schnittstelle spart der Anwender kostbare Zeit und vermeidet Fehler von vornherein. So werden Arbeitsabläufe zunehmend effizienter.

Bisher wurde in der CAE-Software die SPS-Ankopplung hauptsächlich bei der symbolischen Adressierung unterstützt. Dabei ist sowohl die Ein- und Ausgabe als auch die Weiterverarbeitung von SPS-Zuordnungslisten gewährleistet. Über Abgleichmechanismen können selbst die Änderungen des SPS-Programmierers übernommen werden. Im Falle der Hardware, also der Steuerung, mussten Änderungen bisher nach Erstellung der Elektrodokumentation von Hand nachgearbeitet werden. Dazu wurden Informationen aus den verschiedenen Projektseiten und Auswertungen wie Stücklisten, SPS-Kartenübersicht und Rack-Aufbauplan zusammengetragen und neu eingegeben. Erst dann konnte die Symbolik aus Eplan übernommen werden.

Das neue optionale Modul ermöglicht nun eine einfache Programmierung und Konfiguration der kompletten SPS in einem Arbeitsschritt. Aus der CAE-Software können nun auf Knopfdruck alle notwendigen Daten für die Konfiguration der S7-Hardware für das Siemens ,,HWConfig-System" bereitgestellt werden. Hierzu werden innerhalb des Programms eine Reihe zusätzlicher Informationen verarbeitet, die die Hardware eindeutig beschreiben. Neben den bisherigen Anschlussinformationen kann die komplette SPS etwa durch Kanal, Steckplatz, Rack- und Stationsnummern genau beschrieben werden. Zur Definition dezentraler Peripherie stehen Datenfelder für Busstrang und Master-ID bereit. Bei dezentralen Komponenten werden darüber hinaus auch Geräte anderer Hersteller durch die Verwendung der weltweit einheitlichen GSD-Kennung (Geräte-Stamm-Datei) angesprochen.

Zulieferer-Daten prüfen

Eine neue Funktion mit handfestem Praxisnutzen ist das Prüfen von Zulieferer-Daten in Eplan. Die Eingangskontrolle und Überprüfung von zugelieferten Projekten bedeutet in der Regel einen beträchtlichen Zeitaufwand, da bis zu 400 Parameter manuell abzuprüfen sind. Wird einer davon übersehen, so kann ein erheblicher Mehraufwand entstehen. Das Zusatzmodul EPR (Eplan Project Reference) vergleicht Projekte mit seinen Vorgaben und listet eventuelle Abweichungen detailliert auf. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die vorgegebenen projektweiten Informationen im Projektkopf, die vom Auftraggeber als Pflichtfelder definiert werden, mit den einzelnen Projektfeldern zu vergleichen. Das Resultat wird in der Meldungsverwaltung hinterlegt und ermöglicht eine schnelle, einfache und aussagekräftige Kontrolle.

Das spart nicht nur viel Zeit bei der Eingangsprüfung, sondern verhindert auch die manuelle Nachbearbeitung der geforderten Projektinformationen und -einstellungen.

Manuelle Prüfung birgt Risiken

Um einheitliche Daten zu erhalten und Projekte einfach zusammenführen zu können, schreibt der Auftraggeber die geforderten Stammdaten und Parameter vor. Diese sind die Grundlage für das Engineering, denn dort werden beispielsweise die Projekthierarchie, Bauteilbenennungen, optische Darstellungen der Pläne, Auswertungen und Bibliotheken definiert. Diese Freiheit und Flexibilität sind unerlässlich – jedoch können damit Vorgaben im Zulieferverhältnis übergangen werden. Die Folge ist ein massiver Nachbearbeitungsaufwand, der zumeist vom Auftraggeber zu spät entdeckt wird und dann in der Regel von ihm selbst zu leisten ist.

Der Einsatz von EPR schafft hier Abhilfe und entlastet den Auftraggeber in hohem Maße. Denn nun werden Verletzungen der Vorgaben bei Eingang der Dokumentation direkt lückenlos aufgelistet und der Auftraggeber kann sofort eine Korrektur seitens des Zulieferers verlangen.Stefan Graf

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