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Manufacturing-Execution-SystemeDie selbstregelnde Fabrik

Mobile MES-Anwendungen mit Hydra von MPDV

Begriffe wie Selbstregelung, Selbstoptimierung oder selbstlernende Maschinen tauchten bereits in den Anfängen der Industrie 4.0 auf. Sie halten sich hartnäckig, werden in jüngster Zeit sogar häufiger genannt.

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CNC-Zerspantechnik, WendeschneidplattenHohe Vorschübe für Puffer

Speziell bei Zerspantechnik-Dienstleistern kommt es bei jeder Bearbeitungsaufgabe auf die Auswahl und den Einsatz der passenden Technologien und der richtigen Werkzeuge an. Maschinenpark, Fachpersonal und Know-how sowie kompetente Werkzeug- und Peripherie-Lieferpartner bilden hier die Grundlage für den Geschäftserfolg und die Wettbewerbskraft. Daher bevorzugt das mittelständische CNC-Zerspantechnik- Unternehmen Klossok & Eulenbach die Präzisionswerkzeuge von Iscar.

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CNC-Zerspantechnik: Hohe Vorschübe  für Puffer

Als Unternehmer muss man auch immer wieder einmal zum Wandel bereit sein, sonst hat man auf lange Sicht tatsächlich keine Chance. Dieser Philosophie folgten Wolfgang Klossok und Siegfried Eulenbach, als sie vor gut zehn Jahren einen im Jahr 1978 gegründeten Fertigungsbetrieb übernahmen. Wohl wissend, dass sich die vorgefundene Kundenstruktur als ziemlich anfällig darstellte, weil nur vergleichsweise einfache Seriendrehteile gefertigt wurden und weil es nur wenige größere Kunden gab, mit denen jedoch der größte Umsatzanteil erwirtschaftet wurde. Also machten sich die beiden Geschäftsführer ans Werk und begannen den Betrieb auf eine neue Basis zu stellen. Heute hat Klossok & Eulenbach einen ganz anderen Kundenstamm als damals. Dies wiederum führt dazu, dass der CNC-Zerspantechnik-Dienstleister mit ganz anderen Aufgaben betraut wird, weil man weiß, „dass die das können“. Allerdings steht dem unzweifelhaften Können hier wie anderswo ein hoher Wirtschaftlichkeits- und Konkurrenzdruck entgegen, sodass man auch in Asbach im Westerwald so gut wie alle Register ziehen muss, will man bei den alten und neuen Kunden im Geschäft bleiben oder neue Kunden gewinnen. Folglich nehmen die Zerspantechnik-Spezialisten wann immer möglich die Hilfe von leistungsfähigen und kompetenten Technologiepartnern ins Boot und im Bereich Zerspanwerkzeuge zählt dazu bevorzugt die Firma Iscar Germany. „Wir haben von einem neuen Kunden eine sehr anspruchsvolle Drehbearbeitung in Auftrag genommen, nämlich das Komplettdrehen von Bahnwaggonpuffern aus dem auf 1.100 N vergüteten Werkstoff 42CrMo4,“ erzählt Andreas Schulte, Betriebsleiter und „der“ Zerspantechnik-Praktiker im Hause. „Zuerst setzten wir Standard-ISO-Wendeschneidplatten verschiedener Anbieter ein, konnten aber mit herkömmlicher Bearbeitung in keinem Fall die erforderlichen Bearbeitungs- und Taktzeiten erreichen. Die Prozesssicherheit war ebenfalls nicht gegeben und somit stellte sich das Ganze als sehr unwirtschaftlich dar. Da wir aber eine feste Preisvorgabe hatten, mussten wir uns was einfallen lassen, um doch noch Geld verdienen zu können. Wir setzten uns mit unserem Iscar-Ansprechpartner Gerd Hartmann und seinem Kollegen Lars Müllers, zuständig für Anwendungstechnik und Beratung, in Verbindung. Beide haben dann anhand von verschiedenen Wendeschneidplatten gleich mehrere Möglichkeiten aufgezeigt und wir entschieden uns nach einigen Versuchen für die neuen Wendeschneidplatten Heli Turn Lay Down“.

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Wirtschaftlich durch weichen Schnitt

Diese gemeinsam getroffene und mittlerweile bestätigte Wahl ist insofern bemerkenswert, da viele Anbieter wie Anwender bei der Suche nach entscheidenden Performance- und Produktivitäts-Vorteilen oftmals gar nicht an ISO-Drehwerkzeuge und ISO-Schneidplatten denken. Die Gründe dafür liegen einerseits im Glauben, dass mit ISO-Wendeschneidplatten nur bedingt anspruchsvollere Bearbeitungen möglich sind, und zum anderen die Standzeit und nicht die gesamte Performance und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund steht. Die genannten Wendeschneidplatten weisen eine sehr spezielle Formgebung auf, die durch positiv verlaufende Schneiden und positive Schnittwinkel gekennzeichnet ist. Diese Auslegung sorgt für einen weichen Schnitt und für erheblich reduzierte Schnittkräfte. Außerdem haben alle diese Wendeschneidplatten eine Wiper-Geometrie und daraus resultieren bei hohen Vorschüben gute Oberflächen. Schließlich sind die Heli Turn Lay Down Wendeschneidplatten stabil konstruiert und über drei Millimeter (3,18 mm) dick ausgeführt. Darin unterscheiden sie sich von herkömmlichen ISO-Wendeschneidplatten, die häufig wesentlich dünner ausgeführt sind.

Die enge Zusammenarbeit der beiden Unternehmen führte zu einem großen Erfolg, ohne dass dafür große Summen hätten investiert werden müssen. Mit den Wendeschneidplatten der Ausführung WNMX 080708-HTW aus der genannten Serie ließen sich die Schnittgeschwindigkeit von 170 auf 220 m/min und die Vorschübe von 0,38 auf 0,56 Millimeter anheben. Darüber hinaus hat sich die Prozess-Sicherheit beträchtlich erhöht und die Standzeiten wurden verbessert, so dass sich die Bearbeitungszeit insgesamt um 35 Prozent reduzierte. Abschließend meinte dazu Andreas Schulte: „Wir liegen jetzt sehr gut in der Bearbeitungs- und Taktzeit und haben den ganzen Prozess wirtschaftlich gemacht. Wir haben den gesamten Drehprozess für die Waggonpuffer, der aus acht einzelnen Schrupp-, Schlicht- und Stechdreh-Operationen besteht, innerhalb weniger Wochen optimal gestalten können.“ ee

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