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Manufacturing-Execution-SystemeDie selbstregelnde Fabrik

Mobile MES-Anwendungen mit Hydra von MPDV

Begriffe wie Selbstregelung, Selbstoptimierung oder selbstlernende Maschinen tauchten bereits in den Anfängen der Industrie 4.0 auf. Sie halten sich hartnäckig, werden in jüngster Zeit sogar häufiger genannt.

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Oberflächenbearbeitung, RundschalttischIn den äußersten Winkel

Für hohe Flexibilität in der Schleif- und Polierbearbeitung setzt SHL Automatisierungstechnik auf Industrieroboter. Werden die Schleif- und Poliermaschinen schwenkbar auf Rundschalttischen aus dem Hause Weiss gelagert, wird die Bearbeitung von komplexen Geometrien und Hinterschneidungen stark erweitert – oder überhaupt erst möglich.

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Oberflächenbearbeitung: In den  äußersten Winkel

Auch Roboter haben ihre Grenzen, bei allzu komplexen Geometrien scheitern selbst die Gelenkigsten unter ihnen. Um in die letzte Ecke und den letzten Radius zu kommen, müssen die Schleif- und Poliermaschinen der SHL Automatisierungstechnik zusätzlich geschwenkt werden können. „In den ersten Anlagen haben wir unsere Schleif- und Polierautomaten auf eine Eigenkonstruktion aus Getrieben, Gebern und Verriegelungsmechanismen gesetzt, was sehr aufwändig war“, erinnert sich Karl-Heinz Oberkampf, Produktionsleiter des Unternehmens. „Mittelfristig suchten wir nach einer standardisierten, aber dennoch flexiblen Lösung.“ Bei Weiss in Buchen fand man sie in Form eines umfangreichen Produktportfolios. „Wir haben ein breites Angebot an Rundschalttischen“, erklärt Wolfgang Lehnert vom technischen Vertrieb. Bei gleichen Abmessungen und Belastungsdaten bietet das Unternehmen sowohl fest getaktete als auch frei programmierbare Tische. Und darüber hinaus je nach Bedarf mit und ohne eigenem Antrieb. Damit kann es SHL und anderen Partnern nicht nur eine hohe Standardisierung bei der Auslegung und Konstruktion bieten, sondern gleichzeitig größtmögliche Flexibilität hinsichtlich Antrieb und der Steuerung.

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In einer typischen Roboterzelle werden mehrere Schleif- und Poliermaschinen jeweils auf einem Rundschalttisch oder fest montiert um einen Roboter herum angeordnet. Der Knickarm greift ein Bauteil und führt es an den Polierscheiben und Schleifbändern entlang. Die Rundschalttische erlauben eine Bearbeitung unter verschiedenen Winkeln oder gar ein Fahren während des Bearbeitens. In der leichten Ausführung nimmt ein fest getakteter TC220 Rundschalttisch jeweils eine der kleineren SHL-Schleif- und Poliermaschinen auf. Der Tisch taktet in 15 Grad-Schritten und schwenkt die Maschine maximal 90 Grad aus der Mittelachse. „Bei größeren Anlangen wünschen sich unsere Kunden jedoch mehr Gestaltungsfreiheit“, erläutert Oberkampf seine Wahl des frei programmierbaren Ringrundschalttischs NR750 für die schweren Schleif- und Poliermaschinen. „Trotz der vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten ist das jedoch Standard für uns. Auch und gerade bei Sonderkonstruktionen arbeiten wir gerne mit den Spezialisten aus Buchen zusammen,“ lobt Oberkampf die Zusammenarbeit. „Unsere Unternehmen verbindet eine ähnliche Philosophie: Normalfälle kann jeder, erst bei Sonderfällen zeigt sich in Beratung und Service wie gut ein Unternehmen wirklich ist.“

Beratung über den Tisch hinaus

So setzt SHL die Rundschalttische in wachsendem Maße auch bei Sondermaschinen und Zuführsystemen ein. Wie im Fall des Polierroboters, bei dem ein frei programmierbarer CR700 Schwerlasttisch den Wechsel des Werkstückträgers übernimmt. „Die Beratung von Weiss beschränkt sich dabei nicht nur auf die Auswahl des passenden Tischs“, sagt Karl-Heinz Oberkampf, „Herr Lehnert und seine Kollegen unterstützen uns zudem bei der Auswahl des Antriebs – und das obwohl wir die Tische häufig ohne Antrieb bestellen!“ Antrieb und Steuerung richten sich nach den Anforderungen der Endkunden, so dass eine Vielzahl von Motoren zum Einsatz kommt. In manchen Fällen wird der Rundschalttisch gar von der Robotersteuerung als zusätzliche Roboterachse kontrolliert.

Gesamtsystem aus einem Guss

„Trotz seiner Vorgaben erwartet der Endkunde selbstverständlich ein perfekt aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem. Daher beraten wir SHL intensiv bei allen Konstruktionsschritten“, erläutert Vertriebsmitarbeiter Lehnert den Grund dafür, warum der Kunde mehr erhält, als nur die Einzel-Komponenten aus dem Katalog. In einem ersten Schritt legt Weiss in der Konzeptphase die Baugröße des Rundschalttischs gemäß den Massenvorgaben und Abmessungen fest. Sobald dann detaillierte Konstruktionsdaten und Angaben zu dem gewünschten Antrieb zur Verfügung stehen, setzt man sich mit dem Antriebshersteller in Verbindung, um für die Anwendung und den eingesetzten Tisch die optimale Motorgröße und Übersetzung zu finden.

„Nur wenn Antriebshersteller, SHL und Weiss an einem Tisch sitzen und eng zusammenarbeiten, ist sichergestellt, dass das Gesamtsystem wie aus einem Guss arbeitet“, betont Wolfgang Lehnert ee

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