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Jedem Werker seinen Tisch

LaserkennzeichnungLasermakiersystem von Mobil-Mark im Einsatz bei Von Roll

Lasermarkiersystem

Die eindeutige, dauerhafte Kennzeichnung von Werkstücken wird in zunehmend mehr Branchen zur Standardanforderung. Das Unternehmen Von Roll setzt seit Mitte Mai 2017 für die Kennzeichnung von Verbundwerkstoff-Platten auf ein mobiles Lasermarkiersystem von Mobil-Mark, statt diese wie bisher extern beschriften zu lassen.

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ArbeitstischeJedem Werker seinen Tisch

Das zur Erwin Hymer Group gehörende Reisemobil-Produktionswerk Capron in Sachsen stellte an seine neue Produktionslinie klare Anforderungen: Die neuen Arbeitsplätze sollten gemäß dem Lean-Gedanken ordentlich und sauber sein sowie über Ergonomie, Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Arbeitssicherheit verfügen. Durch ein neues Arbeitsplatzsystem von Item verzeichnete Capron schon nach sechs Monaten eine deutliche Steigerung der Produktionskapazitäten.

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Arbeitstisch

Die Marken Sunlight und Carado versprechen Urlaub und Abenteuer. Die Reisemobile stellt das Erwin-Hymer-Group-Werk Capron im sächsischen Neustadt her. Dort verlassen pro Tag rund 45 Fahrzeuge das Produktionswerk. Diese werden in den rund 37.000 Quadratmeter großen Hallen von mehr als 650 Mitarbeitern auftragsbezogen gefertigt. Um den guten Ruf der Marken dauerhaft zu sichern, setzt Capron im Produktionsprozess auf Qualität anstatt auf Massenproduktion. Dafür benötigt man professionelle Arbeitsbedingungen, damit die Mitarbeiter bestmögliche Ergebnisse liefern können. Ein wertiger Arbeitsplatz erleichtert zudem die aufwändigen manuellen Bearbeitungsschritte. „Trotz industrieller Produktionsabläufe handelt es sich bei der Fertigung in unserer Branche um echtes Handwerk. Dadurch unterscheiden wir uns von Automobilherstellern, bei denen eine robotergestützte Produktion vorherrscht“, erklärt Frank Kramer, Marketingleiter bei Capron.

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Capron verfügt mit 450 Meter Strecke über die längste Produktionsstraße in der Caravaning- und Reisemobil-Branche. Aufgrund der hohen Nachfrage stießen die Produktionskapazitäten dennoch an ihre Grenzen. Deshalb entschied sich das Unternehmen für den Bau einer neuen, zweiten Fertigungslinie. Dafür wurde ein Arbeitsplatzsystem in modularer Bauweise gesucht, das zu den ständig wechselnden Anforderungen einer flexiblen Fertigung passt. Die neuen Arbeitsplätze sollten gemäß dem Lean-Gedanken ordentlich und sauber sein sowie den hohen Ansprüchen an Qualität, Ergonomie, Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Arbeitssicherheit gerecht werden. Daher setzte der Reisemobilhersteller auf die Möglichkeit einer individuellen Einrichtung und die systematische Anordnung der Arbeitsplätze.

Diese Anforderungen erfüllt das Arbeitsplatzsystem von Item. Innerhalb kürzester Zeit lieferte der Spezialist im Bereich Systembaukästen für industrielle Anwendungen 60 Arbeitsstationen in verschiedenen Ausstattungsvarianten und erarbeitete speziell auf die Bedürfnisse von Capron ausgerichtete Sondervorrichtungen. Benötigt wurde ein Arbeitsplatzsystem für die manuelle Fertigung, das nicht nur ergonomisch und flexibel, sondern auch individuell anpassbar ist und schlanke Produktionsprozesse unterstützt. Jede Einheit ist anforderungsgerecht für den jeweiligen Produktionsprozess eingerichtet. Die Betriebsmittel sind systematisch angeordnet und somit jederzeit griffbereit. Die Arbeitstische sind modular aufgebaut und sämtliche Komponenten lassen sich leicht anbringen und auch wieder demontieren. So können Anpassungen ohne aufwändige Umbaumaßnahmen vorgenommen werden. „Mit Item sind wir wesentlich flexibler aufgestellt als mit den Produkten anderer Hersteller. Wir können jederzeit weitere Vorrichtungen an einem bestehenden Arbeitstisch anbringen“, erklärt Capron-Projektmanager Toni Pietsch.

Effizienz und Ergonomie verbessert

Für die neue Produktionslinie wurden unter anderem Drehvorrichtungen zum Handling sperriger Bauteile, eine Schneidvorrichtung für Dichtungsgummis und ein Schräggestell für die Dachmontage konstruiert. Mit dem Arbeitsplatzsystem können Anregungen der Mitarbeiter zur effizienteren Gestaltung der Arbeitsabläufe schnell aufgegriffen werden. „Gerade in unserem Marktsegment sind solche Optimierungen enorm wichtig“, sagt Pietsch. Gleichzeitig dienen die Vorschläge als Grundlage für eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsplatzergonomie.

Neben einem angenehmen und effizienten Arbeitsumfeld für die eigenen Mitarbeiter bieten die neuen Arbeitsplätze weitere Vorteile. So werden bei Capron regelmäßig Besuchergruppen durch das Werk geführt. Auch aus diesem Grund legt das Team großen Wert auf einen aufgeräumten Produktionsbereich mit einem hochwertigen Erscheinungsbild. Dabei punktet erneut das Arbeitsplatzsystem. „Wenn die Besucher ein modernes, sauberes Werk sehen, in dem an professionell ausgestatteten Arbeitsplätzen gearbeitet wird, hinterlässt das einen guten Eindruck bei Kunden und Interessenten“, weiß Frank Kramer. Die vielen Vorteile der neuen Arbeitstische blieben den Mitarbeitern an der langjährig bestehenden Produktionsstraße natürlich nicht verborgen. „Wir erhielten regelmäßig Anfragen, wann denn die Umstellung auf das neue Arbeitsplatzsystem erfolgt“, berichtet Projektleiter Pietsch. Inzwischen wurde auch an der Produktionslinie 1 ein Komplettaustausch vollzogen. Etwa 80 zusätzliche, ebenfalls aus den Item-Komponenten konstruierte Arbeitstische fanden dort Platz und sorgen in Verbindung mit weiteren Optimierungsmaßnahmen seitdem für effektivere Abläufe.

Modulare Arbeitstische

Das Fazit fällt folglich durchweg positiv aus. Die gewünschte Standardisierung der Montagelinie wurde vollständig umgesetzt. Der neu erstellte Betriebsmittelkatalog bietet den Teamleitern in der Produktion einen praktischen Überblick. So wissen sie direkt, welche Produkte verfügbar sind. Zwei Mitarbeiter haben darüber hinaus eine Schulung absolviert. Das versetzt Capron in die Lage, kleinere bauliche Veränderungen in Eigenregie durchzuführen. „Wir sind mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden. Item reagiert immer rasch auf Anfragen. Außerdem befindet sich der zuständige Kundenberater in der Nähe. Dadurch müssen Aufgaben nicht auf die lange Bank geschoben, sondern können direkt gemeinsam angegangen werden“, resümiert Projektmanager Toni Pietsch. ee

Video: Bau eines Reisemobils

Wie viel Handarbeit beim Bau eines Reisemobils geleistet wird, zeigt dieser Einblick in die Produktionshallen:

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