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Energieführungsketten von Tsubaki

LaserkennzeichnungLasermakiersystem von Mobil-Mark im Einsatz bei Von Roll

Lasermarkiersystem

Die eindeutige, dauerhafte Kennzeichnung von Werkstücken wird in zunehmend mehr Branchen zur Standardanforderung. Das Unternehmen Von Roll setzt seit Mitte Mai 2017 für die Kennzeichnung von Verbundwerkstoff-Platten auf ein mobiles Lasermarkiersystem von Mobil-Mark, statt diese wie bisher extern beschriften zu lassen.

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EnergieführungenDie Temperatur entscheidet

Bei Tsubaki Kabelschlepp gibt es kein Werkstoff-Dogma, im Vollsortiment finden sich außer Stahlketten auch Kunststoff- und Hybrid-Systeme. Die Anwendung des Kunden bestimmt, was geliefert wird.

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Stahlkette

Ob Stahl, Hybrid oder Kunststoff: Bei Energieführungen von Tsubaki Kabelschlepp bestimmt die Anwendung des Kunden den Werkstoff. Mit einer Reihe von Standard- und Sondermaterialien kann das Unternehmen das passende System liefern, das die Anforderungen des jeweiligen Einsatzbereiches erfüllt. Energieführungsketten bewähren sich unter anderem in Werkzeugmaschinen, Krananlagen, Waschstraßen oder der Medizin- und Labortechnik; sie sind aber auch geeignet für komplexe Anwendungen wie beispielsweise in Industrierobotern, auf Hochsee-Ölbohrplattformen oder in der Raumfahrt. Auch für Einsatzbereiche mit Hoch- oder Niedertemperaturen wie etwa in Stahlwerken oder Kühlhäusern bietet der Hersteller funktionssichere Systeme.

Sehr häufig werden Energieführungsketten als sogenannte Hybridketten ausgeführt. Hierbei bestehen die Kettenbänder aus Stahl oder Kunststoff, die Leitungen werden jedoch mittels eines Stegsystems aus Aluminium geführt. Diese Kombination von Werkstoffen bietet viele Vorteile: So lassen sich die Stege im Innen- und Außenradius öffnen, die eingelegten Leitungen sind somit einfach zugänglich. Aluminiumstege können im 1-mm-Raster abgelängt werden und erhöhen damit die Breitenvariabilität der Energieführungsketten. Zudem ist die Steifigkeit von Aluminiumstegen um ein Vielfaches höher als die von vergleichbaren Kunststoffstegen – so lassen sich große Kettenbreiten ohne den Einbau zusätzlicher Kettenbänder realisieren. Nicht zuletzt bildet Aluminium mit den üblichen Mantelwerkstoffen von Elektroleitungen und Schläuchen eine günstigere Gleitpaarung als glasfaserverstärkter Kunststoff. Der Einsatz von Aluminiumstegen reduziert den Leitungsabrieb und erhöht die Lebensdauer der Leitungen.

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Standard-Energieführungsketten aus Kunststoff bewähren sich in einem Temperaturbereich von –30 °C bis über 100 °C auch in Anwendungen mit schwierigen Umgebungseinflüssen. Für einige Sonderapplikationen ergeben sich aber Spezifikationen, die sich nur mit Spezialkunststoffen erfüllen lassen. Dazu gehören Tieftemperatur-Anwendungen zum Beispiel in Hochregallagern, aber auch Anwendungen mit sehr hohen Temperaturen: bis +180  °C zum Beispiel in Papiermaschinen, bei denen zudem noch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit auf die Ketten einwirkt. Brandschutztechnische Anforderungen wiederum erfüllen Energieführungsketten aus Kunststoffen, die Flammschutzkomponenten enthalten. Für den Werkzeugmaschinenbau eignen sich geschlossene Ketten mit Deckeln aus modifiziertem Kunststoff – glühende Späne haben somit keine Chance, in die Energieführungskette einzudringen oder diese zu schädigen.

Kunststoffketten sind aber nicht für alle Anwendungen zweckmäßig. Bei extrem rauen Umgebungsbedingungen, sehr hohen Temperaturen oder hohen mechanischen Belastungen ist der Einsatz von Energieführungsketten mit Kettenbändern aus Stahl sinnvoll. Sie können sehr große freitragende Längen bei hohen Zuladungen durch Leitungen gewährleisten. Aufgrund des höheren Gewichts lassen sich Stahlketten zwar nur bis circa 2 m/s Verfahrgeschwindigkeit einsetzen, allerdings spielt dieser Aspekt bei den „klassischen“ Anwendungsgebieten Schwermaschinenbau, Stahlwerktechnik, Mining oder Tiefbohrtechnik fast immer eine untergeordnete Rolle. Die Robustheit und Haltbarkeit der Lösung steht im Vordergrund.

Einsatzfall bestimmt Material

Stahlketten lassen sich im Vergleich zu Kunststoffketten mit gleicher Tragfähigkeit deutlich kompakter bauen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass eine Stahlkette bei gleichen Bauabmessungen und Belastungen eine doppelt so große freitragende Länge aufweist wie eine Kunststoffkette der gleichen Größe. Der Konstruktionswerkstoff Stahl spielt hier alle Festigkeitsvorteile aus. Zusatzlasten bis mehrere hundert Kilogramm pro Meter sind ausführbar, wenn mehrere Kettenbänder nebeneinander angeordnet werden können.

Viele Kunden wählen Stahlketten aufgrund ihrer hohen Robustheit, die rauen Umgebungsbedingungen mit hohem Verschmutzungsgrad unter großer mechanischer Belastung widerstehen können. Neben der typischen Anwendung beispielsweise in Stahlwerken an Walzgerüsten, Stranggieß- oder Flämmanlagen leisten sie besonders im Bereich der Bohrtechnik seit vielen Jahren zuverlässige Dienste. Auch kompliziertere Bewegungsabläufe wie etwa die Energieversorgung eines drehenden Kohlebaggers oder Reclaimers sind unter diesen stark schmutzbehafteten Anwendungsfällen praktisch schon zu einem Standard geworden.

Auch das Thema Temperatur lässt sich mit Stahl-Energieführungsketten deutlich einfacher bewältigen als mit Kunststoffketten. Bereits im einfachen Standard mit Aluminium-Stegsys-temen lassen sich Stahlenergieführungen bei Temperaturen bis 250 °C realisieren. Energieführungsketten, bei denen sowohl Bänder als auch Stege komplett aus Edelstahl gefertigt werden, widerstehen sogar Dauertemperaturen von 600 °C. Diese Modelle finden nicht zuletzt in der chemischen Industrie und im Bereich der Oberflächenbehandlung ihren Platz, da für den Werkstoff Edelstahl auch Säuren in erhöhter Konzentration kein Problem darstellen. ee

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