Mobiler Roboter

Reibungslose Prozesse in der Fertigung

Während die Mitarbeiter bei Elos Medtech Pinol A/S früher Laufwege von durchschnittlich 7,5 Kilometer pro Tag zurücklegen mussten, um auf einem Karren Waren zwischen den Abteilungen zu transportieren, sorgt jetzt der MiR100 Roboter für einen kontinuierlichen Materialfluss in der Fertigung. Unnötige Stillstand- und Wartezeiten gehören damit der Vergangenheit an.

Der MiR100 legt Tag für Tag eine festgelegte Strecke im Werk zurück.

Das dänische Unternehmen Elos Medtech Pinol mit Sitz in Gørløse zählt zu den führenden Entwicklungs- und Fertigungspartnern für medizintechnische Produkte und Komponenten in Europa. Kunden entscheiden sich heute für den Spezialisten im Bereich Medizintechnik, weil dieser seine Entwicklung durch gezielte Optimierungs-, Standardisierungs- und Automatisierungsaktivitäten für die Zukunft gerüstet hat. Die automatisierte Fabrik ist die Maxime, die jetzt überall im Unternehmen gilt und alle Mitarbeiter betrifft. Im Rahmen eines ehrgeizigen Investitionsprogramms wurden neue bedienerfreundliche und flexible Produktionsanlagen und innovative Automatisierungstechnik angeschafft.

Mitarbeiter, die früher Waren zur Weiterverarbeitung in andere Abteilungen bringen mussten, legen diese jetzt auf der Ladefläche des MiR100 ab, wenn er beim Zurücklegen seiner Stammstrecke vorbei kommt.

Dazu zählt auch der mobile Roboter MiR100 von Mobile Industrial Robots – eine neue Transporttechnik, die bei den Mitarbeitern zunächst für einen Überraschungseffekt gesorgt hat: „Als der mobile Roboter seine Tätigkeit aufnahm, war das natürlich eine Freude, aber zugleich auch ein seltsames Gefühl. Aber seit er regelmäßig seine Runden im Werk dreht, funktioniert die Materialanlieferung wesentlich besser und schneller. Früher haben wir oft große Stapel angehäuft, wogegen jetzt ein gleichmäßiger Anlieferungsstrom entsteht”, sagt Majbritt Breiling, Mitarbeiterin der Qualitätskontrolle von Elos Medtech Pinol.

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MiR100 ermöglicht reibungslose Prozesse

Der MiR100 legt Tag für Tag eine festgelegte Strecke im Werk zurück. Für den Roboter kommen bei Elos Medtech so 1.650 Kilometer pro Jahr zusammen. Die Anzahl der Betriebsstunden entspricht einer halben Vollzeitstelle, die jetzt für die Erledigung anderer Aufgaben zur Verfügung steht: „Mitarbeiter, die früher Waren zur Weiterverarbeitung in andere Abteilungen bringen mussten, legen diese jetzt auf der Ladefläche des MiR100 ab, wenn er beim Zurücklegen seiner Stammstrecke vorbei kommt. So lassen sich Stillstandzeiten und Unterbrechungen vermeiden und die Verarbeitung der Produkte in der eigenen Abteilung kann reibungslos weitergehen", sagt Per Hansen, Entwickler bei Elos Medtech.

Für den Roboter kommen bei Elos Medtech rund 1.650 Kilometer pro Jahr zusammen. Die Anzahl der Betriebsstunden entspricht einer halben Vollzeitstelle, die jetzt für die Erledigung anderer Aufgaben zur Verfügung steht.

Die Industrie hat in den vergangenen Jahren selbst in Ländern mit geringeren Arbeitskosten als in Dänemark eine regelrechte Automatisierungswelle erlebt. Elos Medtech ist für dieses neue Kapitel gut gerüstet. In einem Unternehmen, das über 3.000 verschiedene Artikel in Chargengrößen von zum Teil nur 100 Einheiten herstellt, ist die Automatisierung von Arbeitsabläufen allerdings kein leichtes Unterfangen.

Elos Medtech auf Wachstumskurs: Neue Mitarbeiter durch den Einsatz des Roboters

Die Resultate von Elos Medtech sprechen aber für sich: Der Auftragsbestand steigt, das Ergebnis hat sich enorm verbessert und das Wachstum geht ungebremst weiter. Innerhalb von nur zwei Jahren konnte das Unternehmen seine durchschnittliche Durchlaufzeit für Fertigungsaufträge vom Produktionsanlauf bis zur Auslieferung auf heute nur noch 16 Tage halbieren: 2012 hatte diese Zeit noch bei 30 Tagen, 2013 bei 21 Tagen, gelegen.

Die eine neue Transporttechnik hat bei den Mitarbeitern zunächst für einen Überraschungseffekt gesorgt.

Die Belegschaft bei Elos Medtech ist in den vergangenen zwei Jahren um rund 30 Mitarbeiter angestiegen und das Unternehmen ist erfolgreich aus dem „Risiko herausgewachsen", die Mitarbeiteranzahl in Folge der Investitionen in Automatisierung verringern zu müssen. Neue Arbeitsplätze sind in der hochspezialisierten manuellen Montage, im Bereich Forschung und Entwicklung sowie in der Verwaltung entstanden.

„Wir wollen wachsen, ohne mehr zusätzliche Leute einstellen zu müssen, als tatsächlich wachstumsbedingt notwendig ist. Automatisierung ist auch eine strategische Entscheidung. Wir wenden zunehmend mehr Mittel für Automatisierung auf und eben nicht nur für Fertigungsanlagen. Bei jeder Investitionsentscheidung achten wir darauf, dass die neue Lösung einen Automatisierungsvorteil gegenüber dem aktuellen Status quo mit sich bringt. So können wir gezielt monotone und repetitive Tätigkeiten reduzieren und die Qualitätssicherung unserer Produkte verbessern”, sagt der Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung, Henrik Andersen.

Fakten und Zahlen:

Fabrikareal: 8.000 Quadratmeter

Erzielter Vorteil mit dem mobilen Roboter MiR100: Die Kapazität einer halben Vollzeitstelle steht jetzt für die Erledigung anderer Aufgaben zur Verfügung.

Elos Medtech Pinol stellt Dentalimplantate sowie Werkzeuge zum Einsetzen von Implantaten her. 75 Prozent der Umsätze entfallen auf internationale Märkte außerhalb Dänemarks. Elos Medtech Pinol in Gørløse beschäftigt 145 Mitarbeiter und ist das dänische Tochterunternehmen der Elos Medtech Group, einem führenden europäischen Entwicklungs- und Fertigungspartner der Medizintechnik. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Schweden und einer Tochtergesellschaft in China nimmt in ihrer Branche eine bedeutende globale Marktstellung ein.

Mobile Industrial Robots ApS (kurz: MiR) ist ein dänisches Unternehmen, gegründet von Niels Jul Jacobsen, das die Automatisierung des internen Transports ermöglicht. Das Unternehmen entwickelt und produziert mobile Roboter für den professionellen Gebrauch in Industrie- und Produktionsfirmen sowie im Gesundheitswesen. Da die mobilen Helfer in der Umgebung von Menschen eingesetzt werden, können sie Mitarbeitern und auch statischen Hindernissen ausweichen. Neben der einfachen und flexiblen Inbetriebnahme steht die einfache Bedienung des Systems im Vordergrund. Nach einer Entwicklungszeit von drei Jahren kam 2015 der erste MiR100 in Deutschland auf den Markt. Das junge Unternehmen erwartet bis Ende 2016 den kompletten Ausbau des Vertriebsnetzes innerhalb Europas und Nordamerikas. Das Ziel: bis 2020 in 40 Ländern zu operieren.

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