Anlagenvisualisierung

Guter Durchblick durch die Anlage

Der Prozess bestimmt bei Knoll Maschinenbau die Form: Das Unternehmen stellt unter anderem Kühlschmierstoff-Aufbereitungsanlagen für die spanabhebende Industrie her, die individuell für die jeweiligen Einsatzbedingungen gefertigt werden. Genauso individuell ist die Bedienung der Anlagen. Eine abgestimmte Lösung aus Hardware, Software und Engineering-Tools von Siemens sorgt dafür, dass die individuellen Visualisierungs- und Steuerungslösungen effizient implementiert werden können.

Die zahlreichen Pumpen im Filterprozess werden über Sinamics Antriebe angesteuert.

Wer bei Knoll Maschinenbau im baden-württembergischen Bad Saulgau durch die neuen Produktionshallen geht, bemerkt zunächst einmal, wie aufgeräumt und klar strukturiert die Gebäude sind. Das ist nicht nur eine subjektive Wahrnehmung: Allein durch eine bessere Strukturierung der Abläufe ist es dem Unternehmen gelungen, die Durchlaufzeit in der Produktion um mindestens zehn Prozent zu verkürzen, wie Anton Forstenhäusler, Teamleiter für die Bereiche Elektrokonstruktion, SPS und Elektromontage bei Knoll erläutert: „Wir investieren stark in unseren Standort. Unsere neuen Fertigungsgebäude sind nicht nur unser Aushängeschild gegenüber Kunden und Besuchern. Bei uns steht die Qualität unserer Arbeit im Mittelpunkt – dazu gehört, dass wir unseren Mitarbeitern ein Umfeld bieten, in dem sie ihre volle Leistung abrufen können, dass wir geordnete, geprüfte Prozesse haben und jeder einzelne Arbeitsschritt unseren hohen Ansprüchen an Präzision und Effizienz genügt. Die klaren Linien sorgen für mehr Übersicht und mehr Transparenz und erlauben es uns, Abläufe kontinuierlich zu verbessern. Die Zahlen zu Produktivität und Produktionszeiten sprechen für sich.“

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„Taster und Schalter reichen schon lange nicht mehr.“ Anton Forstenhäusler, Teamleiter Knoll Maschinenbau

Eine der Stärken von Knoll ist das große Know-how des Unternehmens. Die Teams können sich schnell auf neue Anforderungen ein- und umstellen, wie Forstenhäusler betont. „Wir realisieren eine Anlage auf Maß für jede Anwendung – von den baulichen Gegebenheiten her, aber auch in Bezug auf die eingesetzte Filtertechnik mit dem entsprechenden Reinheitsgrad. Das hat Auswirkungen auf alle Teile der Anlage bis hin zur Visualisierung. Wir sind auf Wunsch in der Lage, das komplette Fließbild der Filteranlage inklusive der Fluidtechnik darzustellen. Aber es gibt auch einfache Systeme, bei denen wir uns in der Bedienung auf das Wesentliche konzentrieren.“

Eine solche Maßanfertigung verließ vor kurzem die Halle, um ihren Dienst bei einem renommierten Hersteller für Präzisionswerkzeuge anzutreten. „Unser Kunde bearbeitet in seinen Prozessen insbesondere Hartmetalle. Dabei entstehen sehr feine Partikel, die man nicht mit herkömmlichen Filtersystemen separieren kann“, erläutert Forstenhäusler. „Deshalb setzen wir in dieser Filteranlage unsere Micro-Pur-Technologie ein, mit der wir Verunreinigungen bis zu drei Mikrometer filtern können. Ganz entscheidend ist bei diesem Verfahren, dass wir den Filterprozess sehr präzise steuern. Nur so können wir eine konstant hohe Filterleistung erzielen. Dazu brauchen wir leistungsfähige Komponenten und ein gutes Engineering zur passenden Lösung.“

Die Automatisierung und Antriebstechnik in dieser Anlage basiert nahezu durchgängig auf Technologie von Siemens – angefangen bei den Sinamics-G120P-Umrichtern über Simatic ET 200 und AS-Interface-Peripheriesysteme und Sirius-Motorstarter-Relais bis hin zu Simatic-S7-Controllern und der neuesten Generation der Simatic-HMI-Comfort-Panels. „Für uns zählt bei er Automatisierung unserer Anlagen neben den technischen Anforderungen auch, dass wir einen kompetenten Partner an unserer Seite haben, der unsere Aufgabenstellungen versteht und uns aktiv berät und betreut. Wir liefern ein komplet- tes Paket an unsere Kunden, und wir möchten auch ein komplettes Paket von unseren Lieferanten und Partnern erhalten – inklusive Produkte, Beratung, Preis. Es sind viele Faktoren, die weit über das reine Produktdatenblatt hinausgehen“, so Forstenhäusler. „Siemens begleitet uns bei der Entwicklung neuer Themen und präsentiert immer wieder gute Lösungen. Das zeichnet Siemens aus meiner Sicht aus. Und natürlich ist für uns auch die breite Akzeptanz von Siemens im Markt wichtig.“ Eines der Technologiefelder, bei denen Knoll sehr eng mit Siemens zusammenarbeitet, ist die Anlagenvisualisierung, so Anton Forstenhäusler: „Wir haben sozusagen die gesamte Entwicklung bei Siemens auf diesem Gebiet miterlebt und begleitet – angefangen bei Pro Tool über die Einführung von Simatic Win CC flexible bis hin zur aktuellen Version von Simatic Win CC im TIA Portal.“

Für die Visualisierung der komplexen Abläufe in den Filteranlagen setzt Knoll die leistungsstarken Simatic-HMI-Comfort-Panels ein.

Die aktuelle Generation der Simatic-HMI-Comfort-Panels gehört bei Knoll mittlerweile zum Standard, so Forstenhäusler: „Wir verkaufen praktisch keine größere Anlage mehr ohne ein entsprechendes Bediengerät. Unsere Kunden erwarten ein gutes, ansprechendes Design in der Visualisierung und eine intuitive Bedienbarkeit – Taster und Schalter reichen da schon lange nicht mehr. Der Anwender will ein Interface, das er intuitiv bedienen kann. Siemens hat mit den Comfort-Panels in Kombination mit der aktuellen Simatic-Controllergeneration da ein gutes Paket geschnürt.“

Das Team um Anton Forstenhäusler profitiert insbesondere vom deutlich schnelleren und einfacheren Engineering der Visualisierung und Automatisierung im TIA Portal – „ein echter Innovationssprung“, wie Forstenhäusler bestätigt. Seine Mitarbeiter haben das komplette Projekt in einer Umgebung zur Verfügung und können so deutlich effizienter als bisher arbeiten. Marcel Roske / ee

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