Geräte per Gesten steuern

Google ATAP und Infineon präsentieren „Soli“-Radartechnologie

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O in Mountain View haben Google ATAP und Infineon am Freitag vergangener Woche erstmals die Prototypen zweier Konsumprodukte vorgestellt, die sich per „Soli“-Radartechnologie präzise und einfach per Handbewegungen bedienen lassen: eine Smartwatch und einen Lautsprecher. Knöpfe und Schalter werden überflüssig.

Infineon und Google ATAP sehen für die „Soli“-Radartechnologie zahlreiche Märkte, etwa Home-Entertainment, Mobil-Geräte sowie Anwendungen für das Internet der Dinge (auch „Internet of Things“ oder IoT).

„Die Gestenerkennung bietet eine neue Möglichkeit, die Interaktion von Mensch und Maschine zu revolutionieren, indem sich Geräte erstmals in einer räumlichen Dimension bedienen lassen“, sagt Ivan Poupyrev, technischer Leiter von Google ATAP. „Damit bietet sich eine komfortable Alternative zu den bisherigen Steuerungsmöglichkeiten durch Berührung oder Spracherkennung.“ Andreas Urschitz, Leiter der Division Power Management & Multimarket bei Infineon, sagt: „Vor 2,4 Millionen Jahren haben die Menschen begonnen, Werkzeuge zu gebrauchen. Erstmals in der Geschichte richten sich nun die Werkzeuge nach ihren Benutzern, statt umgekehrt.“

Großes Marktpotenzial

Radarchips von Infineon und die Software sowie Interaktions-Konzepte von Google ATAP bilden die Grundlage für die neue Technologie. Beide Unternehmen bereiten nun die gemeinsame Vermarktung vor.

Infineon und Google ATAP sehen für die „Soli“-Radartechnologie zahlreiche Märkte, etwa Home-Entertainment, Mobil-Geräte sowie Anwendungen für das Internet der Dinge (auch „Internet of Things“ oder IoT). Radarchips von Infineon und die Software sowie Interaktions-Konzepte von Google ATAP bilden die Grundlage. Beide Unternehmen bereiten nun die gemeinsame Vermarktung vor. „Ausgereifte Algorithmen, die Bewegungs- und Berührungsmuster nachzeichnen, sowie winzige, hoch integrierte Radarchips können eine Vielzahl von Anwendungen ermöglichen“, sagt Divisionspräsident Urschitz. Neben den Erfolgen bei Audiogeräten und Smartwatches richtet sich der Ehrgeiz der Entwickler auf weitere Felder. „Unser Ziel ist es, einen neuen Branchenstandard zu definieren – dank einer bisher unerreichten Leistungsfähigkeit und einem völlig neuen Komfort für den Anwender“, sagt Divisionspräsident Urschitz. „Wir wollen einer zentralen Technologie zum Durchbruch verhelfen, die neue Möglichkeiten für Augmented Reality und IoT erschließt.“ Technologien für virtuelle Realität schafften es bislang lediglich, neue Wirklichkeiten darzustellen, darin interagieren konnten Nutzer jedoch bislang nicht. Die 60-GHz-Radar-Anwendung von Google und Infineon schließt die Lücke und bietet eine Schlüsseltechnologie, um Augmented Reality in allen Dimensionen umzusetzen. kf

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