Hannover Messe 2017

Balluff zeigte drei Weltneuheiten

Der Sensor- und Automatisierungsspezialist Balluff präsentierte auf der diesjährigen Hannover Messe drei neue Produkte für die vernetzte Fabrik: die Weltneuheit Safety over IO-Link, der Temperatursensor BTS und die IoT-Konzeptstudie mit Smart Mold-ID. 

Das sichere E/A-Modul verbindet Automatisierungs- und Sicherheitstechnik erstmalig über IO-Link. Foto: Balluff

Als Hersteller von Automatisierungstechnik ist Balluff einer der Vorreiter bei fortschrittlichen Sensor-, Identifikations- und Netzwerk-Lösungen. Seit mehr als 50 Jahren in der Sensorik verankert, dreht sich heute bei dem Automatisierungsspezialisten alles darum, Daten zu erzeugen, zu transportieren und optimal zu verarbeiten. Damit ist das Familienunternehmen einer der Schrittmacher für Industrie 4.0. Denn der Paradigmenwechsel im Industriesektor ist längst im Gange. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Produktion flexibler zu gestalten. Zugleich müssen sie ihre Waren immer individueller auf die Wünsche der Kunden anpassen. Die Antwort darauf sind moderne Industrie-4.0-Lösungen mit Vorteilen wie verkürzte Produkteinführungszeiten, verbesserte Qualität, gesteigerte Wertschöpfung, vereinfachte Steuerung und flexible Reaktionen auf schwankende Nachfragen. Die dafür erforderliche Technologie entwickelt Balluff und schafft so die Grundlagen für die Digitalisierung der Industrie.

Die Industrie 4.0 ist auf dem Weg

„Der Weg der Industrie 4.0 ist bereits deutlich sichtbar: Sie verlangt die hersteller- und standortübergreifende Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Systemen via Internet und Daten-Clouds“, sagt Geschäftsführer Florian Hermle. Intelligente Systeme transformieren die Daten in wertvolle Informationen, die das System Fabrik vollständig und sicher beschreiben. Gelangen diese Informationen zielgerichtet an ihren Bestimmungsort, wird aus einer automatisierten Produktion eine wirklich smarte Fabrik, in der intelligente, flexible und dezentrale Produktionsprozesse ablaufen. Statt einer klassischen Struktur existiert dann ein Netzwerk aus verteilten, dezentralen Systemen. „Balluff hat diese Entwicklung schon früh erkannt und mit seinen Innovationen vorangetrieben. Mit unserem großen Produktportfolio sind wir heute einer der Schrittmacher der Industrie-4.0-Entwicklung und können Kunden deshalb ganzheitliche Lösungen von einzelnen Komponenten bis zu vollständigen Systemen bieten“, betont Hermle.

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Drei Produktneuheiten im Fokus

Seinen Pioniergeist zeigt Balluff mit drei aktuellen Neuheiten, die beim Fachpublikum auf der Hannover Messe 2017 auf großes Interesse gestoßen sind: die Weltneuheit Safety over IO-Link, der neue Temperatur-Sensor BTS mit IO-Link sowie das innovative IoT-Konzept mit Smart Mold-ID. Die drei Produkte basieren auf standardisierter IO-Link-Kommunikation und sind optimal in ein Cyber Physical System (CPS) integrierbar. Das CPS ist ein Verbund aus Software- und Informatik-Elementen mit mechanischen sowie elektronischen Teilen, das intelligente und vernetzte Komponenten erfordert, die Informationen generieren, transportieren und verarbeiten.

Weltneuheit in Sachen Sicherheit

Eine echte Weltneuheit ist die Lösung Safety over IO-Link, die souverän die Frage nach der Datensicherheit beim Informationstransport per Internet beantwortet. Deren Kernstück ist das sichere E/A-Modul, der Safety Hub, der Automatisierungs- und Sicherheitstechnik erstmalig per IO-Link verbindet. Die beiden bewährten Standards, IO-Link und PROFIsafe, fügen sich nun zu einem neuen Ganzen zusammen. Dabei werden die sicheren Signale über die IO-Link-Strecke mittels PROFIsafe getunnelt und an die Sicherheitssteuerung weitergeleitet. Anwender haben den Vorteil, dass sie ihre Standard IO-Link-Infrastruktur praktisch unverändert nutzen können. Angeschlossen an einen IO-Link-Master und zentral parametriert über die F-Steuerung überwacht der Safety Hub die angeschlossene Sensorik und übermittelt deren Status über alle Zwischenebenen hinweg direkt an die übergeordnete Steuerung. Auf dem umgekehrten Weg kann er auch die Aktoren sicher abschalten. Anwender profitieren zudem von den bekannten IO-Link-Vorteilen: einer vereinfachten Verkabelung, Diagnose und Parametrierung sowie dem komfortablen Anschließen von Komponenten per Plug-and-Play mittels M12-Verbindungsleitungen.

Stets die richtige Temperatur

Dank des robusten Edelstahlgehäuses hält der berührungslose Temperatursensor BTS hohen Temperaturen in Stahlwerken, Gießereien, Schmieden, der Keramikindustrie oder Glashütten stand. Foto: Balluff

Mit dem neuen Temperatursensor BTS überwachen Balluff Kunden heiße, auch bewegliche Objekte mit Temperaturen zwischen 250 und 1.250 Grad Celsius zuverlässig – beispielsweise in einem Stahlwerk oder einer Schmiede. Der Sensor besitzt ein Edelstahlgehäuse, ein Multifunktionsdisplay mit grafischer Anzeige und eine automatische Display-Ausrichtung. Über den IO-Link stellt er die Daten Anwendern zur Verfügung. Zusätzlich registriert der BTS auch Informationen über seinen eigenen Zustand – unter anderem die Zahl der Betriebsstunden. Indem der BTS beispielsweise Diagnose- und Zustandsdaten bereitstellt, schafft der Sensor die Basis, um Prozesse zu optimieren, Fehler schnell zu lokalisieren und die Instandhaltung von Maschinen effizient zu gestalten. Mit seinen umfangreichen Parametrier- und Diagnosefunktionen sowie dem Remote-Zugriff per IO-Link auf alle Funktionen und Daten verkörpert der BTS die entscheidenden Vorteile der Industrie 4.0 und repräsentiert zugleich die Kernkompetenzen von Balluff: Informationen erzeugen, transportieren und verarbeiten.

Das smarte Konzept

Die IoT-Konzeptstudie mit Smart Mold-ID, an der Balluff derzeit mit seinem Partner Lufthansa Industry Solutions arbeitet, erlaubt Anwendern den Aufbau einer intelligenten Fertigung. Dabei leitet es die Daten aus der Feld- und Netzwerkebene auf die übergeordnete Ebene der IT-Infrastruktur. Das derzeit nicht verkäufliche Konzept zeigt, wie sich Daten erzeugen, transportieren, verarbeiten und mit Hilfe des Nachrichtenprotokolls MQTT (Message Queue Telemetry Transport) verschlüsselt an eine cloudbasierte Applikation senden lassen. Die Software analysiert die Informationen, bereitet die Ergebnisse visuell auf und macht sie so nutzbar. Auf diese Weise können Anwender unter anderem die Instandhaltung und Wartung von Maschinen genauer planen und besser mit dem tatsächlichen Gerätezustand abstimmen. Auch die Qualitätskontrolle ist so sehr viel effizienter und damit kostengünstiger organisierbar, bei Abweichungen können die zuständigen Mitarbeiter in Echtzeit in die Produktionsprozesse eingreifen. Ein weiterer großer Vorteil, den die Studie aufführt, ist die Flexibilität, die das System bietet. Alle Arten von analogen, digitalen und IO-Link-Sensoren sind integrierbar.

Nervensystem der Industrie 4.0

„Unser IoT-Konzept, der BTS Temperatursensor und Safety over IO-Link zeigen nachdrücklich, welches Potenzial die Verschmelzung von Automation und IT birgt“, sagt Hermle. „Als Schrittmacher der Automation treiben wir bei Balluff die Entwicklung zur smarten Fabrik voran. Denn wir möchten die Automatisierungs- mit der IT-Welt einfach und für Anwender bequem verbinden. Ist das erreicht, besteht unsere Aufgabe darin, die Kommunikation in diesem vernetzten System zu orchestrieren. Sensoren gewinnen damit auch künftig als Datenquellen an Bedeutung und werden zum Nervensystem der Industrie 4.0.“ kf

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