Fachbericht

Sparen mit Luft

Von Januar bis Mai wählten rund 535.400 Kunden einen Audi und in einem dieser Autos läuft ein ganz besonderer Motor: Der 20-millionste, der bei Audi Hungaria vom Band lief. Das Werk in der ungarischen Stadt Györ gehört seit 1993 zum Werksverbund des Volkswagen-Konzerns. Automatisierungstechnik von Festo war von Anfang an dabei und sorgt für den effizienten Betrieb der Montageanlagen.
Im April 2011 war es so weit: Bei Audi Hungaria lief der 20-millionste Motor vom Band.

Die mehr als 6000 Mitarbeiter von Audi Hungaria entwickeln und produzieren Motoren für Audi und weitere Marken im Volkswagen-Konzern. Täglich entstehen 6900 Diesel- und Otto-Motoren mit vier bis zwölf Zylindern. Außerdem montieren sie die Audi-Modelle TT Coupé und Roadster sowie das A3 Cabriolet. Bis 2013 ist der Ausbau des Montagewerks zu einem kompletten Fahrzeugwerk geplant ¿ mit Presswerk, Karosseriebau und Lackiererei. 125.000 Automobile können dann pro Jahr vom Band rollen. Zum Vergleich: Im Jahre 2010 waren es 38.000. Damit schafft Audi weitere 1800 Arbeitsplätze. Zusammen mit dem neuen Logistik- und Zulieferpark entsteht für insgesamt 15.000 Menschen Beschäftigung in Györ.

Unterstützung in Sachen Effizienz

Wenn es um die Automatisierungstechnik geht, haben die meisten Produktionsanlagen Lösungen von Festo an Bord. Dafür haben die Esslinger auf Basis der Freigabeliste "Audi/VW Aggregatefertigung Betriebsmittelvorschrift Pneumatik", die für alle Werke der Volkswagen-Gruppe gilt, einen Produktkatalog erstellt. Diesen nutzen die Mitarbeiter des Betriebsmittelbaus und der Maschinen- und Anlagenzulieferer, um die passenden Automatisierungsprodukte auszuwählen und diese in die Maschinen und Anlagen zur Motoren- und Fahrzeugfertigung zu integrieren. Das Unternehmen unterstützt Hersteller, Anlagen- und Maschinenbauer, Konstruktionsbüros sowie Zulieferer der Automobilindustrie von der Planung bis zur Produktion. Gerade in großen Produktionsanlagen wie in der Automobilindustrie steckt viel Effizienzpotenzial: Das gilt besonders beim optimalen Einsatz von Energie als auch Safety.

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Energie sparend

Mit Komponenten und Systemen aus Esslingen lassen sich schon heute überraschende Einsparpotenziale realisieren - von der Ventil- und Ventilinsel-Ebene bis hin zur effizienten Druckluftaufbereitung. Verschiedene Installationskonzepte von Ventilinseln passen sich an unterschiedliche Steuerungskonzepte an. Beispielsweise reduzieren dezentral installierte Ventilinseln die Schlauchlängen und somit die Druckabfälle bis hin zum Antrieb. Sensoren melden Energieverluste. Durchflusssensoren visualisieren den Druckluftverbrauch und schlagen Alarm bei Leckagen. Sensoren sind in der Druckluftaufbereitung der MS-Baureihe schon integriert. Bei Systemen aus pneumatischen und elektrischen Antrieben ist Energieeffizienz immer ganzheitlich zu betrachten. Jede bewegte Masse erfordert zusätzliche Energie und muss somit schon bei der Auswahl berücksichtigt werden. Die Auslegungs-Tools Cacos und Positioning Drives zeigen Einsparpotenziale auf. Leichte und kleine Vakuumgeneratoren sind in der Nähe der Greifer einsetzbar. Lange Schläuche sind damit nicht notwendig. So verhindert man längere Evakuierungszeiten, die sich nur durch größere Düsen und mit der Folge eines höheren Luftverbrauchs kompensieren lassen.

Safety first

Für Maschinen ist eine Gefährdungsanalyse und Risikobeurteilung in der Maschinen-Richtlinie vorgeschrieben. Schutzziele werden daraus abgeleitet und definiert. Diese Schutzziele werden mit unterschiedlichen Sicherheitsfunktionen erreicht. Mit sicherheitsgerichteter Pneumatik in Form von Bauteilen, Schaltungen und Engineering erreichen Anwender ihre Schutzziele bequem. Zu berücksichtigen ist dabei der sichere Betrieb der Maschine in allen Modi und Lebensphasen. Sicherheitsgerichtete Pneumatik der Esslinger bietet Lösungen für die Inbetriebnahme, den Automatik- und Manuellbetrieb, den Einrichtbetrieb, Gefahrensituationen und Notfunktionen wie sicherer Halt oder sichere Entlüftung. Außerdem schützt die sicherheitsgerichtete Pneumatik vor Wiederanlauf. Je nach Gefährdungsrisiko dürfen auftretende Fehler nicht zum Ausfall der Sicherheitsfunktion führen. ee/lg

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