Wago Kontakttechnik

Wenn aus Ideen Standard wird

Am Anfang steht immer eine Idee. Die von der Antibabypille, zum Beispiel, vom ersten Kernreaktor, der Elektrizität herstellt oder von der Federklemmtechnik. Und sie alle haben eines gemeinsam. Der Beginn ihrer Erfolgsgeschichte liegt im Jahr 1951.

Die Idee, die den Anstoß zur Federklemmtechnik gab, war, eine sicherere Alternative zum üblichen Schraubanschluss in der Verbindungstechnik zu finden. Mit der Unternehmensgründung 1951 hat Wago Kontakttechnik seine Überzeugung von der Richtigkeit dieser Methode unterstrichen und seither unbeirrt an deren Verwirklichung gearbeitet. Längst ist die Technologie zum weltweiten Standard geworden, die moderne elektrische Verbindungstechnik und Automation ohne die Produkte des Mindener Unternehmens undenkbar.

Investition trotz Krise

Und heute? Das Jahr 2009 ist gewiß nicht spurlos an Minden vorbeigegangen. "Der Umsatz sank im Vergleich zu 2008 um 16,1 Prozent auf 380 Millionen Euro", erklärt Sven Hohorst (Bild), geschäftsführender Gesellschafter der Wago Kontakttechnik. Dabei zeigt er sich in dem schwierigen Umfeld noch zufrieden, da das Unternehmen, keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen musste. So blieb die Mitarbeiterzahl konstant bei 4900 (+0,7 Prozent). Voraussagen für 2010 seinen schwierig. Der Geschäftsführer erwartet einen Umsatz zwischen dem der Jahre 2007 und 2008. Hauptabsatzmärkte des Familienunternehmens sind nach wie vor Deutschland und die Schweiz mit 37,8 Prozent, sonstiges Europa mit 36,6 Prozent, Asien mit 16 Prozent und die USA mit 8,3 Prozent. "Der asiatische Markt als Wachstumstreiber gewinnt auch bei Wago zunehmend an Bedeutung", berichtet Hohorst. Er sagt weiter, dass der Innovationsspielraum anhand des weltweit wachsenden Wettbewerbsdrucks geringer wird: "Man muss heute mehr Geld in die Hand nehmen, um Innovationen realisieren zu können." Dass es dennoch möglich ist, bedeutende Innovationen herauszubringen, wird das Unternehmen auf der Hannover Messe zeigen. Insgesamt wurden 2009 1,41 Millionen Euro in die neuen Produkte investiert, das entspricht 10,8 Prozent vom Umsatz.

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Der Standard von Morgen

Neben den Neuentwicklungen für die Verbindungstechnik (universelles Leuchten-Anschlusssystem Linect, Netzanschlussklemmen für Geräte und Leuchten, vereinfachtes Steckverbindersystem Picomax, Leiterplattenklemmen, die bei Bedarf Steckverbinder werden, stark verkleinerte Dosenklemme) zeigt auch der Automatisierungsbereich (dessen Anteil am Gesamtumsatz bei etwa 20 Prozent liegt) neue Produkte. Dazu gehört zum Beispiel der leistungsfähige Ethernet-Controller 2.0, mit dem sich SPS-Programme um bis zu 100 Prozent schneller abarbeiten lassen. Seine doppelt so große Speicherkapazität bietet mehr Platz für SPS-Programme und Web-Applikationen. Er lässt sich gut in IT-Strukturen einbinden und ist hier das Bindeglied zwischen verschiedensten Signalen aus dem Feld und den IT-Anwendungen. Als Teil des etablierten Wago-I/O-Systems 750 wurde der Controller für den robusten Einsatz entwickelt und erfüllt hohe EMV-Anforderungen. Auch ein Feldbuskoppler für Ethernet ist neu im Sortiment. Er hat erstmals zwei Ethernet-Schnittstellen, die über einen integrierten Switch am Koppler bereitgestellt werden. Der 750-352 Ethernet ECO Feldbus Koppler wurde nun für den Low-Cost-Bereich als wettbewerbsfähiges Produkt entwickelt. Vor zwei Jahren startete Wago mit der Messumformer-Serie Jumpflex. Mit der neu vorgestellten Produktfamilie mit acht direkt steckbaren Cage-Clamp-S-Klemmen ist das Programm jetzt komplett. Die Merkmale sollen die Messlatte für die 6-mm-Klasse der Messumformer höher legen: durchgängig sichere Trennung mit 2,5 kV Prüfspannung, Brückungsmöglichkeit an jeder Klemmstelle, echte 6,0 Millimeter Baubreite, eine hohe Signalvielfalt und 456 werksseitig kalibrierte Signalkombinationen.

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