Studie

Metallindustrie öffnet Geldbörse für IT-Ausgaben

Mit der konjunkturellen Aufhellung investiert die Metallindustrie in ihre IT-Architektur. Dies zeigt die Studie "IT im Mittelstand 2011" von RAAD Research zum aktuellen Stand und dem zukünftigen IT-Investitionsverhalten der Branche. Das Marktforschungsinstitut, beauftragt vom ERP-Anbieter Sage Software, befragte knapp 300 Finanz- und IT-Leiter der Metallindustrie. Ein Ergebnis: 18 Prozent der Unternehmen planen innerhalb der kommenden zwei Jahre die Konsolidierung ihrer ERP-Systeme. Indem aus vielen Prozessen oder Systemen ein Standard entwickelt wird, lassen sich IT-Systeme einfacher an geänderte Geschäftsprozesse anpassen. Dadurch können die Unternehmen schneller auf Marktbedürfnisse agieren und reagieren. Gelingt es Unternehmen, Fachbereichsanforderungen und IT-Leistungsfähigkeit zu synchronisieren, lässt sich zudem ein deutlicher Wettbewerbsvorteil erzielen.

Mangelndes Reporting sorgt für Informationsdefizit

Für ein agiles Marktverhalten bedarf es jedoch mehr als nur schnelle Anpassbarkeit und Verabschiedung von Insellösungen. Mitarbeiter müssen schnell und effizient an die relevanten Informationen kommen, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Hier zeigt sich, dass noch längst nicht alle Unternehmen ohne Aufwand die notwendigen Zahlen aus den bestehenden Softwaresystemen erhalten. So gaben drei Viertel der Befragten an, dass sie Reports nur mit mittlerem manuellen Aufwand erstellen können. Sieben Prozent der Unternehmen sieht sich sogar mit hoher händischer Anstrengung konfrontiert und fünf Prozent können die benötigten Informationen gar nicht aus den IT-Systemen herausfiltern. Diese Unternehmen arbeiten nicht nur ineffizient, sondern sie haben dadurch auch ein Wissens- und Informationsdefizit.

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CRM und DMS boomen

Die Investitionsbereitschaft steigt jedoch insbesondere in den noch unterentwickelten Bereichen Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und Dokumentenarchivierung (DMS). Aktuell verfügt über die Hälfte der Befragten über kein CRM-System, 46 Prozent haben keine DMS-Lösung im Einsatz. Im Zuge der Internationalisierung und eines immer stärkeren Wettbewerbs wächst jedoch die Bedeutung von Kundenmanagement. Ein deutlicher Indikator für diese Entwicklung ist die Investitionsquote im CRM-Bereich. Zehn Prozent projektierten eine Neuinvestition, weitere drei Prozent wollen die bisherige Lösung erweitern oder ersetzen. Beim Dokumentenmanagement planen sogar 18 Prozent der Befragten eine Neuanschaffung und weitere zwei Prozent wollen die aktuelle Software ablösen oder ausgestalten. Treiber für diese Softwarekomponente sind die gesetzlichen Pflichten hinsichtlich der Aufbewahrung von Dokumenten. Lösungen zur Planung und Steuerung der Produktion, die für die Metallindustrie elementar sind, werden überwiegend bereits durch Standardsoftware abgebildet. Doch selbst hier wollen zwölf Prozent der Befragten investieren. Drei Prozent planen Neuinvestitionen, während neun Prozent modernisieren oder austauschen wollen. Die ausführlichen Studienergebnisse für die Metallindustrie können kostenlos per E-Mail unter mittelstand@sage.de bestellt werden. lg

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