Pulverproduktionsanlage

Kompliziertere Rezepturen

und immer mehr Additive und ständig neue Produkte - die Betreiber von Pulverproduktionsanlagen stehen heute vor komplexen Aufgaben. Um es mit diesen Herausforderungen aufnehmen zu können, bedarf es flexibler Anlagenkonzepte wie etwa des international patentierten Batchbin-Systems von Emde Industrie-Technik Ein Chargen-Shuttle (Batchbin) sammelt alle Additive einer Rezeptur ein und übergibt das Gemenge an den nächsten Prozess (meist ein Mischer). Der Transport erfolgt über spezielle Fördertechnik und erlaubt die horizontale und vertikale Bewegung des Shuttles. So können alle Dosierstationen eingebunden werden. Die fertig dosierte Charge wird dann an jedem gewünschten Punkt übergeben (anderen Ebenen, Nebengebäude). Lange Transportwege mit der Gefahr der Produktverschleppung und Kontamination entfallen. In einer bestehenden Anlage lassen sich neue Additive einfach und weitgehend ortsunabhängig zusätzlich dosiert aufgeben. Neue Fertigproduktlinien - etwa für andere Liefergebinde (Big Bag, Lose-Verladung, Säcke etc.) werden angebunden und in das Gesamtkonzept integriert. Bei Neuanlagen können alle denkbaren späteren Erweiterungen von vornherein mit konzipiert und später angedockt werden. Das modular aufgebaute System erlaubt dem Planer mit immer gleichen Bausteinen praktisch jede beliebige Anordnung von Einzelkomponenten einer Silier-, Chargier- Misch- und Abfüllanlage. Das Potenzial, das sich durch diese Batchbin-Lösung eröffnet, ist enorm: Setzt man dem System ein weiteres Shuttle hinzu, verdoppelt sich die Leistung. Es wird also etwa eine zweite Mischer-/ Fertigproduktlinie von nur einer Dosieranlage aus versorgt. Je nach Größe des Shuttle-Kreislaufes ist auch eine dritte oder vierte Misch-/ Verpackungslinie anbindbar. Eine Leistungs-Vervierfachung ist bei einer durchschnittlichen Mischanlagen-Baugröße möglich. Es können von dieser einen Chargieranlage letztlich bis zu vier Produktionslinien mit unterschiedlichen Fertigprodukten versorgt werden. Zwei Kostenfaktoren werden deutlich minimiert: Die erforderliche Lagerfläche der Fertigprodukte verringert sich und der Reinigungsaufwand wegen häufiger Rezepturwechsel reduziert sich. Die ausgeklügelten Andocksysteme garantieren einen sauberen Dauerbetrieb. Das Design der Edelstahl-Shuttles und eine mehrstufige Belüftungstechnik stellen die vollständige Entleerung sicher. Je nach Bedarf sichern zusätzliche Kolbenvibratore oder Klopfer den Austrag. Vier selbstschließende Spezialklappen am Shuttle ermöglichen die gleichzeitige Zudosierung mehrerer Additive sowie einen Abluftanschluss bei großen Aufgabemengen. Zentrierungen und Sensorik garantieren ein exaktes Anfahren der Stationen. Das Norm-Shuttle (1.250 Liter) ist einer Palettengröße angepasst. Ein Junior System (550 Lister) dient der Zusammenstellung von Kleinkomponenten und ein 1.600 Liter-Shuttle eignet sich für Anlagen mit höchster Durchsatzleistung. Additive als Big Bag-, Fass- oder Sackware werden auf einer Beschickungsebene über an das Fließverhalten der Produkte angepasste Entleerstationen in darunter liegende Vorratsbehälter (Labin) entleert. Bei der Dosierung wird ebenfalls größtmögliche Flexibilität angeboten. So können die einzelnen Additive aus bestehenden oder anwenderspezifisch optimierten Materialwegen in das Shuttle dosiert werden. Die Labin-Behälter sind auf Wunsch auf Wägerahmen aufgesetzt, um direkt aus diesen heraus auf das Shuttle zu dosieren. Die Loss-in-Weight-Dosierung erlaubt gleichzeitiges Dosieren von bis zu vier Pulvern je Shuttle und Station. Die Dosierung erfolgt mit einer kurzen Austragsschnecke oder Zellenradschleusen im Grob-/ Feinstrom und für höchste Genauigkeiten mit einer zusätzlich im Labin integrierten Kleinstmengen-Dosierschnecke. Die Besonderheit der Labins ist, dass sie je nach Produktionsplanung getauscht werden können. Speziell bei begrenzten Platzverhältnissen oder Sonderrezepturen kann man jeweils nur die Additivsilos aufsetzen, die gerade benötigt werden. Das EMDE-Batchbin System eignet sich auch zum Handling des Fertigproduktes. Es werden also nicht nur die dosierten Pulvergemenge per Shuttle zum Mischer gebracht, sondern auch das gemischte Produkt wieder in Shuttles abgefüllt. Eine vollkommene Sortenreinheit und Chargenrückverfolgung ist dadurch gewährleistet. Entmischung oder Kontaminierung wird ausgeschlossen. Zusätzlich macht man sich den Vorteil der örtlichen Unabhängigkeit ein weiteres Mal zu Nutze: mit dem Robotower-Vertikaltransport können einzelne Mischer, frei wählbar und austauschbar, verschiedenen Verpackungslinien zugeordnet werden. Im direkten Vergleich zum traditionellen Mischanlagenbau kann man die Großsilos direkt auf den Boden stellen. Dies hat enorme kostenreduzierende Auswirkungen: die Gesamt-Bauhöhe einer Mischanlage wird deutlich geringer und der Stahlbauaufwand entsprechend kleiner. Dieses Sparpotential zieht sich wie ein roter Faden durch eine EMDE-Batchbin Gesamtlösung. Eine komfortable Anlagenbedienung gewährleistet das intelligente Rezepturverwaltungs- und Steuerungssystem. Jedes Shuttle ist mit einem Chip ausgestattet und wird in jeder Füll- oder Entleerposition eingelesen. Eine Abfrage ergibt, ob für diese Charge an der Füllstation Material dazukommt, eine Entleerung stattfindet oder gar nichts passiert. Danach erfolgt eine kurze Abfrage, ob der nächste Förderer frei ist und weiter geht es. Es kann jedes Shuttle beliebig aus dem Kreislauf herausgenommen werden, zum Beispiel für eine Laborprüfung, und an beliebiger Stelle wieder aufgegeben werden. Daran, dass Baukastensysteme nicht nur nach oben, sondern auch nach unten keine Grenzen haben, erinnert sich der eine oder andere schmerzlich aus Zeiten der zu klein ausgefallenen Lego- Schachtel zu Weihnachten. Eben dort können die Emde-Batchbin Module eine Antwort auf eine strategische Herausforderung der Kunden bieten. Beispiel: Es geht um die Entwicklung neuer Standorte, oft solcher mit begrenzter Infrastruktur und schwierig einzuschätzendem Risiko. Aus den identischen Normbauteilen wird eine "Basic Production Unit" inklusive aller Nebenaggregate in einem 40¿-Container geliefert. Mit etwas mehr Personalaufwand aber geringsten Investitionskosten kann in gleicher Qualität produziert werden. Dieses Anlagenkonzept ist sehr mobil und kann jederzeit an einem anderen Aufstellungsort wieder in Betrieb genommen werden. Mit den Emde-Batchbin Modulen kann diese ¿Basic Production Unit¿ schrittweise auf höhere Leistungen und sogar eine Vollautomatisierung ausgebaut werden. Die bekannten Vorteile des Systems, im speziellen die niedrige Bauhöhe, sind für dieses Konzept unverzichtbar. Das passende Anlagenkonzept wird mit dem Kunden erarbeitet. Eine 3D-Planung ermöglicht die rasche Integration weiterer Systemkomponenten oder auch eine komplette Um- oder Neuplanung. Über eine 3D-Animation wird das Projekt dem Kunden vorgestellt. ms

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