Verpackungstechnik

Automatisierter Maschinenbau verschlankt Prozesse

Dem Fachkräftemangel mit optimiertem Maschinenbau begegnen? Hört sich seltsam an? Ist es aber nicht – bei weitem nicht. Es lohnt sich, diesem Einsparpotenzial neue Aufmerksamkeit zu schenken. So hat das Unternehmen Staedtler Mars seine Verpackungsprozesse dank neuer spezialisierter Maschinenbaulösungen des Packaging Experten Karl Knauer optimiert und damit veritable Einsparungen beim Prozess erzielt.

Durch den passgenauen Maschinenbau fängt Stadtler Mars Stoßzeiten ab und ermöglicht eine effizientere Produktion. (Bilder: Karl Knauer)

Angehörige der schreibenden Zunft kommen an ihnen fast nicht vorbei: den Stiften von Staedtler Mars. Man findet sie in bundesdeutschen Mäppchen von Lehrern, Redakteuren und Autoren. Darüber hinaus haben sie es bis in die Stiftehalter auf den Schreibtischen der Chefetagen geschafft. Effizienz, Fehlerfreiheit, Sicherheit der Prozessschritte, Einhaltung von Projektplänen und insgesamt höchste Leistungsperformance zählen zu den Erfolgskriterien des Unternehmens, das sich als einer der größten deutschen Hersteller von holzgefassten Stiften, Folienstiften, Feinminen, Radierern und Modelliermassen bezeichnen darf. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, hat sich das Unternehmen gerade bei der bisher personalintensiven Verpackung von Produkten um Einsparpotenziale bemüht.

Ein Player auf diesem Gebiet ist das Unternehmen Karl Knauer. Seine Kernkompetenzen liegen in Verpackungen und Werbemitteln sowie Präsentverpackungen aus Karton, Wellpappe und Papier. Mit drei Standorten in Deutschland (Biberach, Neuenstein) und Polen (Pniewy) zählt das Unternehmen im Bereich Packaging zu den führenden Anbietern. Die Kunden aus der Markenartikel- und Dienstleistungsbranche in ganz Europa profitieren von der vielfältigen Kompetenz und der großen Fertigungstiefe. Im Dialog mit seinen Kunden entwickelt das Unternehmen Konstruktionen, die alle Ansprüche an eine Verpackung erfüllen – vom Schutz, der Sicherheit bis zur attraktiven Präsentation am POS. Für acht Branchen-Kompetenzfelder bietet Karl Knauer spezialisierte Programme mit State-of-the-art-Verpackungstechnologien: Kosmetik/Pflege, Pharma/Gesundheit, Umwelt/Natur, Food/Agrar, Bier/Getränke, Home/Industrie, Blisterkarten sowie den Maschinenbau. Darüber hinaus wird mit Hochdruck an Neuheiten für die Packaginganforderungen der Zukunft geforscht. Sei es in den Bereichen Smart Packaging, Convenience, Produktsicherheit, Fälschungssicherheit, Veredelungstechnologien oder Effizienz und Nachhaltigkeit.

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Jahrzehntelange Erfahrung bei der Entwicklung, Gestaltung und Produktion von Karton-Verpackungen macht das Unternehmen mit dieser Expertise auch bei der Konstruktion und dem Bau von Verpackungsmaschinen zum gefragten Partner, gerade bei individuellen ganzheitlichen Optimierungslösungen.

Spitzen flexibel abfangen

Bisher standen bei Staedtler Mars am Ende der Produktionslinie zwei Mitarbeiter, die jeweils zehn Blisterkarten in einen Umkarton verpackten. Um einen reibungslosen Ablauf zu erzielen, wurden Umkartons mit Automatikboden eingesetzt. Nach dem manuellen Verschließen der Kartons mussten die Mitarbeiter diesen noch etikettieren und im Anschluss mehrere Umkartons in einen Versandkarton verpacken. Vor allen Dingen drei Verbesserungen waren als Zielvorgabe dem Verpackungsspezialisten gesetzt: Einfache Kartonzuschnitte sollten den Umkarton mit Automatikboden ersetzen. Die Maschine sollte schnell auf andere Formate umzurüsten sein. Es sollte eine deutlich spürbare Reduktion des Personalaufwands geben und letztendlich auch eine Erhöhung der Ausbringung.

Die Maschinenbauexperten Michael Heizmann und Franz Mäntele sorgen bei Karl Knauer für kundenspezifische Anpassungen.

Mit der neuen Maschinenlösung packt jetzt ein Mitarbeiter zehn Blisterkarten in einen Umkarton. Dieser wird maschinell gefördert, automatisch verschlossen, etikettiert und auf Paletten abgesetzt. Die Ware ist so bereits versandfertig und kann die Produktion bei Staedtler Mars verlassen. Mehrere Arbeitsschritte sind eingespart.

Effizienz auch bei der Maschinenentwicklung

Ausfallzeiten gab es keine: Zwischen Bestellung und Bereitstellung der Maschine verging lediglich ein halbes Jahr. „Nach der Konstruktionsbesprechung, bei der unser Maschinenbauteam alle erforderlichen Maße für die Integration der Anlage in die bestehende Produktion beim Kunden abgenommen hatte, gab es nur noch geringen Abstimmungsbedarf“, erklärt Ralf Fehrenbacher, Leiter Verkauf bei Karl Knauer. Die Fertigung und Aufstellung der Anlage in der Produktion von Staedtler war ebenfalls sehr schnell ausgeführt.

Im Anschluss an die Abnahme der Maschine bestellte Staedtler Mars gleich zwei weitere Anlagen. Insgesamt konnte das Maschinenbauteam aus Biberach vor allem durch ein schlüssiges Konzept, eine zuverlässige Budgetplanung sowie einen interessanten Gesamtpreis überzeugen. „Das Maschinenbauteam von Karl Knauer vermittelte bereits beim Erstkontakt Kompetenz und konnte schnell einen Lösungsansatz für die geforderte Aufgabenstellung vorlegen“, erklärt Martin Paul, Leiter des Einfüllzentrums bei Staedtler Mars, und freut sich: „Die Ausführung der Anlage ist maschinenbautechnisch auf einem äußerst hohen Niveau und spiegelt die Erfahrung des kompletten Maschinenbauteams wider.“

Besonders durch das „Back to School“-Geschäft im Schreibwarenmarkt im Zeitraum zwischen Mitte April und Mitte August ist Staedtler Mars gezwungen, die Schichtleistung zu verdoppeln. Durch den erhöhten Automatisierungsgrad der neuen Maschine ist dies jetzt ohne Probleme möglich und die Spitzen können flexibel abgefangen werden. Die Personalbedarfe können in den Stoßzeiten konstant gehalten werden und stellen keinen zusätzlichen Kostenfaktor dar. ee

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