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Artikel und Hintergründe zum Thema

3D-Druck, Rapid Prototyping und Rapid Tooling

1zu1 Prototypen erwartet 10 Prozent Umsatzplus

Für 2016 erwartet 1zu1 Prototypen ein Umsatzplus von etwa zehn Prozent. Das Unternehmen zählt nun erstmals mehr als 150 Mitarbeiter. Um das Wachstum zu bewältigen, sucht Dornbirner High-Tech-Unternehmen Mitarbeiter in allen Bereichen. Rund eine Million Euro wurde in die Kapazitätserweiterung und Automatisierung investiert.

Im zwanzigsten Jahr seines Bestehens zählt 1zu1 Prototypen erstmals mehr als 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (Copyright: Darko Todorovic)

1zu1 Prototypen mit Sitz in Dornbirn/Vorarlberg gehört europaweit zu den führenden Anbietern von 3D-Druck, Rapid Prototyping und Rapid Tooling. Für Kunden wie Daimler, MTU Aero Engines, Playmobil oder Roche Diagnostics erstellt das Unternehmen Modelle und Kleinserien in Kunststoff und Metall. Für die Fertigung setzt 1zu1 Prototypen die gängigsten Rapid-Prototyping-Verfahren ein, insbesondere den 3D-Druck und verschiedene Kunststoff- und Metallgussverfahren. Besonders die Fertigungsverfahren zur Modellerstellung und das Geschäftsfeld „Rapid Tooling“ wurden dazu in den vergangenen Jahren stark erweitert.

Von 2 auf 150 Mitarbeiter in zwanzig Jahren: Hannes Hämmerle (links) und Wolfgang Humml, Inhaber und Geschäftsführer von 1zu1 Prototypen. (Copyright: Darko Todorovic)

Vertrieb, Arbeitsvorbereitung und Produktion: Die Liste der offenen Stellen bei 1zu1 Prototypen ist lang. „Angesichts der guten Auftragslage suchen wir Mitarbeiter in fast allen Bereichen“, schildert Geschäftsführer Wolfgang Humml.

Für die Herstellung von Aluminium-Werkzeugen investiert 1zu1 Prototypen jüngst in eine zusätzliche HSC-Fräsmaschine. Sie wird von Robotern automatisch bestückt. (Copyright: Darko Todorovic)

Das Unternehmen wirbt um Projektleiter, Fachkräfte für Werkzeugbau, Fräsen, Kunststofftechnik und 3D-Druck ebenso wie um Quereinsteiger: „Unser großes Spektrum an Produktionsverfahren erfordert Querdenken. Wir freuen uns deshalb auch über Bewerbungen von technisch versierten Tüftlern und Tüftlerinnen“, betont Humml. Für das kommende Jahr werden schon jetzt wieder Lehrlinge gesucht.

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Deutliches Wachstum

Grund für die Personalaufstockung ist das laufende Unternehmenswachstum: Allein in diesem Jahr erwartet 1zu1 Prototypen ein Umsatzplus von zehn Prozent. Zu Jahresbeginn hatte das High-Tech-Unternehmen noch mit sechs Prozent Zuwachs gerechnet. Besonders stark expandieren derzeit die Bereiche 3D-Druck, Rapid Tooling und Spritzguss. Die Zahl der Mitarbeiter stieg erstmals auf über 150.

2001 kaufte 1zu1 Prototypen die erste Anlage für den 3D-Druck, inzwischen sind es zwanzig. (Copyright: Darko Todorovic)

Neben der Aufstockung des Personalstands setzt 1zu1 Prototypen auf Automatisierung: Eine neue HSC-Fräsmaschine wird von Robotern vollautomatisch bestückt und läuft so im 24-Stunden-Betrieb. Neu angeschafft hat das Unternehmen in diesem Jahr eine weitere 5-Achs-Fräsmaschine sowie eine dritte Spritzgussanlage für die Fertigung im Reinraum. Insgesamt liegen die Investitionen 2016 bei mehr als einer Million Euro.

Erfolgsfaktoren: Innovation und Mitarbeiter

Gestartet hatten die beiden Firmengründer Wolfgang Humml und Hannes Hämmerle ihr Unternehmen 1996 mit zwei Mitarbeitern. In einem Rohbau in Dornbirn stellten sie vakuumgegossene Kunststoffteile her. Im dritten Jahr erweiterten sie das Angebot um Metallguss, im fünften Jahr folgte die erste Anlage für 3D-Druck.

„Wir konnten unseren Kunden immer Lösungen anbieten, die sie noch nicht kannten“, nennt Hämmerle einen entscheidenden Erfolgsfaktor. „So waren sie mit ihren Erfindungen schneller am Markt als ihre Konkurrenz.“ Zudem sei es immer wieder gelungen, gut ausgebildete Fachkräfte zu gewinnen: „Wir haben viele langjährige Mitarbeiter, die dennoch immer wieder Neues wagen. Dieses Interesse für Neues hat die Entwicklung von 1zu1 Prototypen geprägt.“

Nur wenige Monate nach der Inbetriebnahme seines Reinraums hat 1zu1 Prototypen wegen der großen Nachfrage bereits eine dritte Spritzgussmaschine gekauft. (Copyright: Darko Todorovic)

Auch die Lehrlingsausbildung ist für Hämmerle und Humml ein entscheidender Erfolgsfaktor. Bereits zwei Jahre nach der Gründung stellten sie ihren ersten Lehrling ein, inzwischen sind es 30. „Damit gehören wir zu den großen Ausbildungsbetrieben in der Region“, ist Humml stolz. „Wir bilden einen großen Teil unserer Fachkräfte selbst aus.“

Von Prototypen zur Serienfertigung

Heute ist 1zu1 Prototypen in den Geschäftsbereichen Rapid Prototyping, Additive Manufacturing und Rapid Tooling tätig. Für seine Projekte setzt das Unternehmen eine große Zahl an Fertigungsverfahren ein: Selective Laser Sintering, Stereolithografie und Fused Deposition Modeling für den 3D-Druck, dazu verschiedene Kunststoff- und Metallgussverfahren. Auch für das Drehen und Fräsen von Teilen stehen moderne Maschinen zur Verfügung. Diese Fertigungsverfahren werden nicht nur für Prototypen, sondern immer öfter für Kleinserien und sogar für die Serienproduktion eingesetzt.

Der Geschäftsbereich Rapid Tooling stellt Werkzeuge aus Aluminium her, die deutlich günstiger und schneller zu fertigen sind als herkömmliche Spritzguss-Werkzeuge. Damit ist die Produktion kleinerer Serien von bis zu 50.000 Teilen auf den eigenen Spritzgussanlagen möglich. Seit 2015 verfügt 1zu1 Prototypen zudem über einen Reinraum der ISO-Klasse 8. Dort ist die bakterien- und keimfreie Fertigung von Spritzgussteilen unter anderem für die Medizintechnik möglich. kf

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