Hochleistungsschmierstoffe

Die erste deutsche Ölfabrik

wurde im Jahre 1834 von Carl Bechem in Hagen gegründet. Sie gehörte zu den ersten Unternehmen in Deutschland, die neben Wagen- und Achsfetten auch Schmierstoffe nach Art der Staufferfette für die Schmierung langsam laufender Maschinenteile wie zum Beispiel Gleitlager und Achslager herstellten.

Neustart nach dem zweiten Weltkrieg: Einfahrt zum Werksgelände Anfang der 1950er Jahre.

Bis zur Einführung der Mineralöle aus Amerika in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden pflanzliche Öle und tierische Fette als Schmiermittel verwandt.

Nachdem man im Hagener Unternehmen allerdings die Möglichkeiten und die Leistungsfähigkeit des neuen Stoffes erkannt hatte, begann man umgehend mit dem Import und Vertrieb von Mineralölen. Die jahrelangen Erfahrungen mit pflanzlichen Schmierstoffen versetzte die Firma schnell in die Lage, Erfolge mit den mineralölbasierten Produkten zu erzielen. Unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg begann man dann mit der Produktion eigener Schmierfette. Während des Krieges war die Fabrikation wegen der Zwangsbewirtschaftung schwierig gewesen. Danach änderte sich allerdings die Lage und so waren die ersten drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts auch bei Bechem durch einen enormen technischen Fortschritt geprägt. Bereits in den 1930er Jahren arbeitete man mit einem Stab von Ingenieuren und Chemikern in enger Zusammenarbeit mit den Kunden an individuellen Schmierstofflösungen. Der Hersteller entwickelte in dieser Zeit beispielsweise Schmierstoffe für Maschinenaggregate und Spezialöle sowie -fette für die Textil- und Papierindustrie.

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Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde das Hagener Werk komplett neu aufgebaut und konnte trotz der schwierigen Rahmenbedingungen schnell an frühere Erfolge anschließen. So produzierte Bechem als erstes deutsches Unternehmen Schmierfette für die modernen Wälzlager der Firma Timken. 1952 verlegte man die Produktion nach Hagen-Vorhalle, dem heutigen Unternehmenshauptsitz.

Das in sechster Generation immer noch in Familienhand geführte Hagener Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Firmenjubiläum. Basis für die vergangene Entwicklung und das erfolgreiche Bestehen in einem immer härter umkämpften Markt war und ist, so die Hagener, ein klares Innovationsmanagement. So macht das Unternehmen derzeit zum Beispiel mit diversen neuen Spezialschmierstoffen im Automotive-Bereich und mit einer völlig neuen wasserbasierten und mineralölfreien Kühlschmierstoffgeneration auf sich aufmerksam.

Die Carl Bechem GmbH ist mit rund 400 Mitarbeitern, davon 100 im Ausland, weltweit aktiv. Die Unternehmensgruppe hat Tochtergesellschaften in Frankreich, Indien und der Schweiz sowie Joint Ventures in den USA, Südafrika, Schweden und China. Neben dem Stammwerk in Hagen gibt es noch zwei weitere deutsche Produktionsstätten, in Mieste (bei Wolfsburg) und Kierspe (Märkischer Kreis). lg

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