Druckluftsysteme

1.800 Mark in bar

zahlten zwei Kunden jeweils, die einen Tag nach der Währungsreform ihre Kompressoren abholten - für das Unternehmen Boge ein erfreulicher Startschuss in die neue Währung und ein Zeichen dafür, dass Druckluft Made in Germany damals kurz vor der Staatsgründung dringend benötigt wurde. Zu diesem Zeitpunkt verfügte der Experte für Druckluftsysteme bereits über 42 Jahre Erfahrung.

1950: Serienfertigung von Kolbenkompressoren

Geradezu eine paradiesische Zeit aus heutiger Herstellersicht, so berichtet Boge, sei dann das "Wirtschaftswunder" der 50er und 60er Jahre gewesen. Das rasche Wachstum sei vor allem durch Materialknappheit beschränkt gewesen mit der Folge von langen Lieferzeiten. Der Hersteller versorgte damals Industrie und Handwerk mit Kolbenkompressoren und Kfz-Werkstätten mit Reifenfüllmessern, die angesichts der zunehmenden Motorisierung stark gefragt waren.

Dass der technische Innovationsschub der Drucklufttechnik zeitgleich mit der gesellschaftlichen Erneuerung Anfang der 1970er Jahre stattfand, ist sicherlich Zufall. Auf der Hannover Messe 1973 stellte Boge seine erste Schraubenkompressor-Baureihe vor, 1974 wurde das neue Werk am heutigen Standort gebaut. Das Programm vergrößerte sich stetig, und die Internationalisierung begann: Erste Auslandsniederlassungen, z.B. in Belgien, wurden gegründet, und Fachhändler in Ostasien gewonnen. Um die immer größere Anzahl von Varianten wirtschaftlich fertigen zu können und die Kompressoren optimal an den individuellen Einsatzfall anzupassen, stellte das Unternehmen die Konstruktion der Maschinen zunehmend auf ein modulares System um, das auch heute noch verfolgt wird. Das Prinzip "Serienfertigung in Losgröße 1" schafft eine wichtige Voraussetzung für internationale Konkurrenzfähigkeit: 1995 lag die Exportquote noch bei 25, heute sind es rund 60 Prozent. Zugleich wird das Inlandsgeschäft intensiv gepflegt und der Service intensiviert.

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Bei allen Veränderungen, die es in den vergangenen 60 Jahren gegeben hat, gibt es auch Konstanz. So ist "Made in Germany" noch immer weltweit ein Gütesiegel - auch und gerade für einen Premium-Anbieter wie Boge. Deshalb gilt dort unverändert, wie vor 60 Jahren, das Bekenntnis zum Standort Bielefeld. Hier entstehen zurzeit neue Gebäude für Produktion und Logistik, in die rund zehn Millionen Euro investiert werden. Geschäftsführer Wolf D. Meier-Scheuven: "In unserer Heimatregion finden wir gut ausgebildete Fachkräfte und ein Netzwerk von qualifizierten Zulieferern und Partnern. Das erleichtert uns die flexible Reaktion auf Kundenwünsche. Trotz der aktuellen Krise sind wir zuversichtlich: Der Bedarf an energieeffizienter, moderner Drucklufttechnik wird weltweit noch wachsen - und da sind die Innovationen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus gefragt. Wir nutzen die Zeit, um uns darauf vorzubereiten." lg

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