Wirtschaftsförderung

„Interaktiv vernetzt“

Das Innovationsnetzwerk OWL Maschinenbau hat das Ziel, die wirtschaftliche und technologische Leistungskraft der Maschi- nenbauregion Ost-Westfalen-Lippe im internationalen Wett- bewerb zu stärken. Dr. Hans-Jürgen Wessel, Vorstandssprecher des Netzwerks und Geschäftsführer von Krause-Biagosch, berichtet von der Arbeit des Kompetenzclusters.

SCOPE: Herr Dr. Wessel, in diesem Jahr präsentiert sich Ost-Westfalen-Lippe auf 600 Quadratmeter Standfläche als Lead-Cluster für Intelligente Technische Systeme in Halle 16 der Hannover Messe. Warum haben Sie gerade dieses Kompetenzfeld gewählt?

Wessel: Wirtschaftsregionen stehen heute im nationalen und internationalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe und um engagierte Führungskräfte. Wie bei Unternehmen gilt es dabei die Stärken einer Region zu definieren und ein klares Kompetenz- und Markenprofil herauszuarbeiten. Bei den Produkten unserer Global-Player handelt es sich in der Regel um mechatronische Systeme, die Mechanik, Elektronik, Regelungstechnik und Software in sich vereinen. Diese Produkte werden in naher Zukunft immer lernfähiger und miteinander interaktiv vernetzt, um sich optimal an die Veränderung ihrer Umweltbedingungen anpassen zu können und ressourcenschonend zu arbeiten. Mit dem Exzellenz-Cluster für kognitive Interaktionstechnologie und dem Institut für Kognition und Robotik an der Universität Bielefeld sowie dem Heinz Nixdorf Institut mit der Fraunhofer Projektgruppe „Entwurfstechnik Mechatronik“ an der Universität Paderborn sind wir in Ost-Westfalen-Lippe von der Grundlagenforschung, über die Anwendungsforschung bis zum industriellen Einsatz auf dem Gebiet der Intelligenten Technischen Systeme hervorragend aufgestellt. Daher werden wir uns in den nächsten Jahren als ein führendes europäisches Kompetenz-Cluster auf diesem Gebiet in Position bringen.

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SCOPE: Wie schaffen Sie es in Ihrer Region, dass Experten aus der Wissenschaft und aus Unternehmen gemeinsam an innovativen Produkten arbeiten?

Wessel: Die Gründung des Netzwerks OWL Maschinenbau im Jahr 2003 durch dreizehn Unternehmen unserer Region und den ansässigen Universitäten und Fachhochschulen hatte das Ziel, Forschung und Wirtschaft in einen Zukunftsdialog zu bringen und gemeinsame Projekte zu starten. Mit unserer Unterstützung wurden seitdem zwei Fraunhofer Kompetenzzentren in die Region geholt und in einem Joint Venture zwischen Unternehmen und der Universität Paderborn ein Kompetenzzentrum für Virtual Prototyping & Simulation aufgebaut. Die Wirtschaft ist auch bereit, die Grundlagenforschung auf dem Gebiet der kognitiven Steuerungstechniken zu unterstützen und hat so frühzeitigen Zugriff auf wichtige Zukunftstechnologien. In einer Reihe von Forschungskooperationsprojekten wurden zum Beispiel innovative Lösungen für Smart-Grid-Waschautomaten, vernetzte Cash-Management-Systeme für Banken und wandlungsfähige Produktionsanlagen entwickelt, die auf unserem Messestand zu sehen sein werden.

SCOPE: Welche Vision verfolgen Sie für die Entwicklung Ihres regionalen Kompetenzclusters für die nächsten Jahre?

Wessel: Unsere Vision ist es, dass wir es durch unser Kompetenz-Cluster Intelligente Technische Systeme schaffen, dass gerade der Mittelstand immer wieder neue Innovationsimpulse aus der Forschung und aus den Good Practices der großen Unternehmen bekommen kann, um in internationalen Wettbewerb zu bestehen und industrielle Arbeitsplätze am Standort Deutschland zu sichern. Halle 16, Stand A04

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