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WasserstrahlschneidenWasser lassen

die Jungs und Mädels von Clever Cut für sich schneiden. Anders als beim Plasma- oder Laserschneiden kommt es beim Wasserstrahlschneiden nicht zu einer thermischen Verformung, somit kann auch Verzug ausgeschlossen werden. Da der Werkstoff beim Schneiden nicht schwindet, das heißt verdampft, weisen die Schnitte eine sehr hohe Oberflächenqualität auf – das senkt den Nachbearbeitungsaufwand. Zudem ist das Verfahren gut beherrschbar. Und da die Schneidspalte sehr klein ist, kann man die ausgeschnittenen Segmente als Luken oder Klappen verwenden. Auch das senkt Bearbeitungszeiten und –kosten.

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Wasserstrahlschneiden: Wasser lassen

Die Fertigung von modernen Prozessmaschinen für die Verfahrenstechnik stellt hohe Anforderungen an die Metallbearbeitung: Kessel sind als Druckgeräte auszubilden, vielfältige Durchdringungen und Durchbrüche sind für Einschweißungen vorzubereiten. Mischwerkzeuge von Reaktionskesseln weisen komplizierte, dreidimensionale Konturen auf. Ein Mischerhersteller aus Paderborn tat sich schwer Zulieferer zu finden, die hohle oder sphärische Blechkonstruktionen sehr exakt be-schneiden können. Daher löste man das Problem in Eigenregie und entwickelte eine CNC- gesteuerte Wasserstrahl-Schneidanlage für 3D-Geometrien. Diese Entwicklung war außerordentlich erfolgreich, so dass im Jahre 2000 eine eigenständige Gesellschaft "die Clever-Cut GmbH", gegründet wurde. Clever-Cut GmbH führt Schneidaufträge jedweder Art für Jedermann aus. Gerade bei Sonderanlagen, die in hygienesensiblen Fabriken eingesetzt werden, stellt der Endanwender sehr hohe Anforderun-gen an die Fertigungsgüte der Behälter. So müssen die Inspektionsöffnungen und Durchbrüche der Mischer, Trockner und Reak-toren mit engen Toleranzen hergestellt werden und äußerst passgenau sein um Toträume zu vermeiden.

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Behälterfertigung: Hohe Anforderungen, hoher Aufwand

In der Vergangenheit wurden die Behälteröffnungen von Mischern mit Trennschleifern oder Plasmabrennern ausgeschnitten und dann aufwändig spanabhebend nachbearbeitet. Dieser Aufwand war nötig, weil sich bei diesen Verfahren die geforderte Exaktheit nur mit großer Mühe realisieren lässt. Schnittfehler müssen durch Beschleifen oder Auftragsschweißen behoben werden. Dennoch lässt es sich oft nicht vermeiden, dass zwischen Luke und Apparatekonus Spalten entstehen. Angesichts dieser ¿suboptimalen¿ Lösung und der Tatsache, dass man zunehmend Sonderanlagen für Hygiene-Anwendungen fertigt, stellte sich die Geschäftsleitung von Ruberg-Mischtechnik die Frage, ob man die 3D-Schneidtechnik nicht selbst in die Hand nimmt. Nach entsprechender Marktbeobachtung entschieden sie sich für die Entwicklung einer CNC-Schneidmaschine, die nach dem Prinzip des Wasserstrahlschneidens arbeitet.

Erfolgreiche Entwicklung

Die Ruberg-Mischtechnik Ingenieure hatten den Ausflug in eigentlich fremde Bereiche offenbar gut vorbereitet, denn die Anlage brachte auf Anhieb die gewünschte Leistung. Sie kann ebene, hohle und sphärische Bauteile mit Abmessungen bis zu 3 x 3 x 6 m verarbeiten. Dabei werden Materialdicken bis 150 mm durchtrennt. Aber nicht allein die Schnitttiefe ist der eigentliche "Clou", sondern die Präzision und Flexibilität der Anlage. Stefan Ruberg, Geschäftsführer der Ruberg-Mischtechnik KG und der Clever-Cut GmbH: "Die Schnitte können extrem schweifend erfolgen, und sie können an Zylindern einen konstanten Schnittwinkel gegen-über der Körpernormalen sowie eine konstante Schnittiefe aufweisen. Der Rauheitsmittenwert Ra liegen unter 1,5 µm."

Voraussetzung für totraumfreie Öffnungen

Diese Vorteile führen nicht nur zu kürzeren Fertigungszeiten, sondern auch zu neuen Konstruktionen vor allem bei Behälteröffnungen: Die schrägen Schnittflächen werden mit einer Nut versehen, für die Aufnahme eines O-Rings. Der O-Ring kann dabei so angebracht werden, dass er unmittelbar mit dem Behälterinnenwand abschließt. Somit ist der Behälter totraumfrei verschließbar. Zwischenzeilich werden diese Konstruktionen auch für vakuumfeste und druckfeste Apparate erfolgreich angewendet. Bei konventioneller Schneidtechnik hingegen entsteht immer eine Fuge zwischen Luke und Behälter, die bei hygienisch sensiblen Anwendungen unerwünscht ist. Alternativ kann die O-Ring-Nut aber auch produktfern angeordnet werden ¿ das ist z.B. dann wünschenswert, wenn besonders abrasive oder aggressive Materialien verarbeitet werden.

Nicht nur für den Eigenbedarf

Diese 3 D Wasserstrahl-Schneidanlage, ist einzigartig in Europa und beflügelte Innovationen im Druckgerätebau. Da sie aber nicht dreischichtig ausgelastet war, lag der Gedanke nahe, diese qualifizierte Dienstleistung auch Dritten anzubieten. Daher gliederte man die 3D-Schneidtechnik in eine eigene Gesellschaft aus, die Clever-Cut GmbH.

Kundenzufriedenheit durch Kompetenz

Die Auftragsabwicklung ist einfach: Der Kunde übermittelt seine CAD-Konstruktionsdaten in gängigen Formaten elektronisch. Eine Preisofferte erfolgt innerhalb von 24 Stunden. Im Auftragsfall kann Clever-Cut auch 3 D Konstruktionen aus 2 D Daten entwickeln. Der Kunde liefert sein Bauteil an. Die Konstruktionsdaten werden falls notwendig an Hand der Realmaße des Bauteiles korrigiert. Der automatisch korrigierte Datensatz wird von einem CAD/ CAM-Modul in Befehldaten zum schneiden gewandelt. Der Schneidvorgang beginnt...

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