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Standortförderung„Rohstoff ist Wissen“

Unter der Überschrift „Science-to-Business“ präsentieren sich Hochschulen, Wirtschaftsförderungen und die Kammern der Region Ostwestfalen-Lippe auf dem Gemeinschaftsstand von OWL Maschinenbau auf der Hannover Messe 2009. Das Label „OstwestfalenLippe – Leadership durch Intelligente Systeme“ beschreibt dabei den Kern der Leistungen, für den Wirtschaft und Wissenschaft in der High-Tech-Region stehen.

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Standortförderung: „Rohstoff ist Wissen“

Die Entwicklung und Anwendung Intelligenter Systeme steht im Fokus der Anfang 2008 gestarteten Initiative „Innovation und Wissen“ der Ostwestfalen-Lippe Marketing GmbH. Sie wird durch das Innovationsministerium NRW gefördert und von einem breiten Fundament aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik getragen. Unter der Überschrift „Ostwestfalen-Lippe: Leadership durch Intelligente Systeme“ geht es darum, Entwicklungszentren in Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft, Wissens- und Technologietransfer, Nachwuchs und Innovationskultur zu fördern. Die Vision: 2015 gehört Ostwestfalen-Lippe zu den wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Regionen in Europa.

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„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Innovationskraft einer der entscheidenden Faktoren für die Entwicklung der Region ist. Wenn wir in der Region unsere Kräfte bündeln, können wir eigenständig viel bewirken und die Projekte vorantreiben“, meinte im April 2008 Karl-Heinz Stiller, Ausichtsratsvorsitzender der Wincor Nixdorf AG, in einem Interview mit SCOPE. Und einiges hat sich seitdem getan:

Bestimmte „Leuchttürme“ sind es vor allem, mit denen sich Ostwestfalen-Lippe in der Spitzengruppe der innovativsten Regionen festsetzen will und die zugleich als Orientierungspunkte für weitere Aktivitäten dienen: Neben dem Heinz Nixdorf Institut entsteht in Paderborn mit der Zukunftsmeile Fürstenallee ein Forschungs- und Entwicklungscluster für Produkt und Produktionsinnovationen, in dem Kompetenzen in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Informations- und Elektrotechnik gebündelt werden. Als wichtigen Meilenstein haben die Universität Paderborn und ein Industriekonsortium von Boeing, Evonik, Eos und MCP im Juni das Direct Manufacturing Research Center (DMRC) gegründet. Das DMRC entwickelt Direct-Manu- facturing Prozesse, um beliebig komplexe Bauteile automatisch und schichtweise auf Basis von Computermodellen herzustellen. An der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo befindet sich das Innovationszentrum „Industrial IT“ im Aufbau. Ziel ist, die Möglichkeiten der Informationstechnologie verstärkt für die Automatisierungstechnik zu nutzen. Zusätzlichen Rückenwind könnte es mittelfristig von einem Fraunhofer Institut an der Fürstenallee in Paderborn geben, um das sich Ostwestfalen-Lippe seit einiger Zeit intensiv bemüht und das sich speziell intelligenten mechatronischen Systemen widmen soll. Siebzehn namhafte Unternehmen aus der Region unterstützen dieses Vorhaben. Bereits Mitte 2009 soll eine Fraunhofer-Gruppe an der Universität Paderborn eingerichtet werden.

Für ein weiteres Aushängeschild Ostwestfalen-Lippes steht Asimo, ein humanoider Roboter von Honda. Asimo ist seit gut einem Jahr an der Universität Bielefeld zu Hause. Im CoR-Lab, dem 2007 gegründeten Forschungsinstitut für Kognition und Robotik sowie im Exzellenzcluster Cognitive Interaction Technology (CITEC) arbeiten Informatiker, Biologen, Linguisten, Psychologen und Sportwissenschaftler daran, ihn zu einem intelligenten, alltagstauglichen Assistenten zu machen. Asimo soll eigenständig neue Fähigkeiten erlernen, Einfühlungsvermögen beweisen und neben Sprache auch auf Gestik und Emotionen reagieren. Bedeutende Unternehmen konnten als Kooperationspartner gewonnen werden. Neben dem Honda-Konzern, der Asimo zur Verfügung stellte, unterstützen zum Beispiel Bertelsmann und Miele die Arbeit der Forscher mit dem Ziel, die Ergebnisse zur Verbesserung ihrer Produkte zu nutzen.

Nach dem Vorbild von CoR-Lab und CITEC werden an der Universität und Fachhochschule Bielefeld weitere Entwicklungszentren in Kooperation mit der Industrie eingerichtet und ebenfalls zu einem Hochschulcampus zusammengefasst. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Biotechnologie und erneuerbare Energien.

Getüftelt wird an vielen Stellen und in unterschiedlichen Technologiebereichen – und überall geht es um Fragen der Intelligenz. „Das besondere Potenzial von Ostwestfalen-Lippe liegt in der Vernetzung von Technologien zu Intelligenten Systemen“, sagt Karl-Heinz Stiller. „Der Rohstoff in Ostwestfalen-Lippe ist Wissen. Und die Anwendung dieses Wissens in Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen verschafft uns den nötigen Vorteil.“ ee

HMI, Halle 16, Stand A04

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