B2B-Dienstleistung

„Mehr Workshop als Messe“

Am 8. November beginnt das dritte Forum Maschinenbau in Bad Salzuflen. Dr. Peter Stipp sprach mit Peter H. Meyer, geschäftsführender Gesellschafter der Survey Marketing + Consulting GmbH und Veranstalter des Forums, über seine Erfahrungen mit diesem speziellen Messekonzept.

SCOPE: Herr Meyer, hätten Sie vor drei Jahren bei der Premiere des Forums Maschinenbau gedacht, dass sich dieses neue Messeformat derart schnell und erfolgreich etablieren könnte?

Meyer: Nun, so ganz ohne Zweifel geht man nie an neue Projekte. Doch es zeichnete sich seinerzeit bereits in der Vorbereitungsphase ab, dass wir mit dem Projekt Forum Maschinenbau offene Türen eingerannt sind. Ostwestfalen-Lippe gilt als eines der großen Maschinenbauzentren Deutschlands und besitzt entsprechendes Potenzial. Ich denke hier insbesondere an die kleinen und mittelständischen Betriebe, die oft eine unglaubliche Innovationskraft besitzen, für die aber eine Messepräsenz unter herkömmlichen Bedingungen nahezu unmöglich ist. Unser Messekonzept mit limitierten Standgrößen und überschaubaren Komplettangeboten ermöglicht vielen dieser Unternehmen überhaupt erst eine Beteiligung. Überschaubare Messekosten in Verbindung mit einem qualitätsbewussten Klientel, das wir durch gezieltes Marketing nach Bad Salzuflen holen, waren und sind mehr denn je überzeugende Argumente für die Teilnahme am Forum Maschinenbau.

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SCOPE: Sie erwähnten das spezielle Messekonzept. Worin unterscheidet sich das Forum Maschinenbau von anderen Formaten?

Meyer: Aus Erfahrung weiß ich, dass eine Innovation oft daran scheitert, weil es an Kommunikation fehlt. Deshalb ist das Forum Maschinenbau mehr als Workshop denn als Messe angelegt. Die Kompetenzpartner finden ohne Umwege zueinander und erarbeiten gemeinsam neue Lösungen. Unsere Wirtschaft basiert mehr und mehr auf Wissen. Dieses Wissen nützt dem Einzelnen jedoch oft wenig. Erst in Kombination mit anderem Wissen werden daraus Erkenntnisse, die wiederum zu marktfähigen Innovationen führen. Das Forum Maschinenbau leistet Informationsmanagement und ermöglicht auf diese Weise einen maximalen Transfer zwischen den Disziplinen.

SCOPE: Wie beurteilen Sie die derzeitige wirtschaftliche Situation des Maschinenbaus und seiner Zulieferer?

Meyer: Zwar geht es mit dem deutschen Maschinenbau im Zuge der robusten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auch in diesem Jahr wieder kräftig aufwärts, dennoch sollte man die Wachstumsvorsorge nicht vernachlässigen. Denn nur nachhaltiges Wachstum sichert dauerhaft Arbeitsplätze und sorgt für gesunde Unternehmen. Antworten zu Fragen der Vorsorge finden wir heute bereits in Netzwerken, Kooperationen und Clustern. Sie werden in Zukunft eine immer größere Rolle spielen im Hinblick auf die strukturellen Herausforderungen von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Das Forum Maschinenbau leistet hier seinen konkreten Beitrag. Viele neue Entwicklungen entstehen in der Peripherie. Wir sorgen dafür, dass sie im Zentrum sichtbar werden.

SCOPE: Was erwartet den Besucher auf dem diesjährigen Forum Maschinenbau?

Meyer: In der Region Ostwestfalen-Lippe ist der Maschinenbau noch vor der Möbelindustrie, für die wir seit 1995 die Zuliefermesse ZOW veranstalten, die tragende Säule der Wirtschaft. Doch nicht nur die Maschinenbauer selbst, auch ihre Zulieferer sind hier besonders breit aufgestellt. Und so zeigt das Forum Maschinenbau ein umfassendes und repräsentatives Abbild der regionalen und inzwischen auch der überregionalen Unternehmenslandschaft. Denn die Anziehungskraft des Messestandortes zieht von Jahr zu Jahr weitere Kreise. Inzwischen präsentieren sich auch Aussteller aus Süddeutschland und aus dem benachbarten Ausland in Bad Salzuflen. Damit ist eines unserer Ziele erreicht: Die Maschinenbauregion OWL zu stärken und ihre Potenziale über die regionalen Grenzen hinaus bekannt zu machen. Wir werden wohl im November an die 300 Aussteller im Messezentrum in Bad Salzuflen versammeln. Sehr frühzeitig haben wir die Halle 23.1 mit eingeplant, um dem Trend nach mehr Standfläche und der wachsenden Ausstellerzahl gerecht werden zu können. 10.000 m² stehen zur Verfügung, 1.800 mehr als im vergangenen Jahr. Das bedeutet aber nicht nur mehr Vielfalt, sondern auch eine verbesserte Struktur, weil dadurch ein kompletter Rundlauf durch den zweigeschossigen Messebau mit seinen vier Teilebenen gegeben ist. Highlight ist in diesem Jahr traditionell der Expertentalk zur Eröffnung, für den wir zum dritten Mal in Folge Jan Hofer als Moderator gewinnen konnten. Und ein weiteres Highlight verspricht die Sonderschau Energie-Arena zu werden, die Lösungen zum Thema Energieeffizienz bereithält.

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