Zuliefermesse

Eine lupenreine Branchenmesse

Intec 2008 auf 50 Prozent größerer Fläche

Vom einzelnen Bauteil bis hin zur fertigen Maschine – das ist das Portfolio der Maschinenbaumesse Intec und der Zulieferermesse Z in Leipzig. Dr. Bernd Bräuer sprach mit Dr. Deliane Träber, Geschäftsbereichsleiterin der Industriemessen in Leipzig, über Hintergründe und Schwerpunkte.

SCOPE: Frau Dr. Träber, vielfältig sind die Aufgaben, die Sie als Geschäftsbereichsleiterin der Leipziger Messe zu bewältigen haben. Welche grundlegenden Schwerpunkte lassen sich herausheben

Träber: In meinen Verantwortungsbereich fallen alle Industriemessen in Leipzig, darunter die Zuliefermesse und die Intec, sowie die bau- und gebäudetechnischen Messen und die Automesse. Zu den Schwerpunkten meiner Arbeit gehört es, mich mit den Projektdirektoren um die strategische Steuerung und inhaltliche Ausrichtung der Messen zu kümmern. Dabei hat die Kommunikation mit Branchenvertretern und Unternehmern im In- und Ausland eine besondere Bedeutung. Dazu gehört nicht zuletzt auch die Akquisition.

SCOPE: Kommen wir auf die Maschinenbaumesse Intec, sicher ein Flaggschiff unter den in Leipzig veranstalteten Industriemessen, zu sprechen. 2007 zog diese Messe von Chemnitz nach Leipzig als Gastmesse um. In diesem Jahr wird nun die Intec erstmals auch eigenständig von der Leipziger Messe veranstaltet. Worauf haben Sie in der Vorbereitung dieser Messe besonderen Wert gelegt?

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Träber: Im Zusammenhang mit der Zuliefermesse Z stimmt das Bild vom Flaggschiff Intec innerhalb der Industriemessen. Sie wissen ja, die Messe Intec wird auch in diesem Jahr zeitgleich mit der Zuliefermesse Z veranstaltet, so dass die gesamte Wertschöpfungskette vom Einzelteil bis zur fertigen Maschine durch das Messe-Duo wieder präsentiert werden wird. Besonderen Wert haben wir in der Vorbereitung der Intec 2008 zum einen darauf gelegt, das Messeprofil weiter in Richtung Werkzeugmaschinen- und Sondermaschinenbau sowie Fertigungstechnik zu schärfen. Zum anderen ging es darum, den Anteil von Herstellern unter den Ausstellern auf der Intec deutlich zu erhöhen. Die Präsenz von ausstellenden Marktführern wie Auerbach Maschinenfabrik, Deckel Maho Gildemeister, Festo, Mori Seiki, Niles-Simmons und anderen belegt, dass dies für die Intec 2008 gelungen ist. Darüber hinaus haben wir viel Kraft investiert, um die Intec sowohl überregional und international bekannter zu machen.

SCOPE: Und welche Maßnahmen haben Sie in der Wirtschaftsregion Mitteldeutschland getroffen, in der die Messe Intec ja bereits fest verankert ist

Träber: Die Wirtschaftsregion Mitteldeutschland wird durch den Werkzeugmaschinen- und Sondermaschinenbau entscheidend geprägt. Das ist ein traditionsreicher Standort, der eine lupenreine Branchenmesse mit einer leistungsfähigen Infrastruktur nicht nur verdient, sondern auch braucht. Daher haben wir den hiesigen Unternehmen eine erweiterte und teilweise neue Ausstellungs-Plattform geschaffen. So konnten wir Aussteller aus Mitteldeutschland sicher nicht nur halten, sondern auch zahlreiche neue Aussteller gewinnen. Gleichzeitig werden diese vorwiegend kleinen und mittleren mittelständische Unternehmen aus dem überregionalen und internationalen Ausbau der Maschinenbaumesse bedeutenden Nutzen ziehen, was übrigens auch für die Messebesucher zutrifft. Und: Dass damit der Wirtschaftsregion Mitteldeutschland national und international mehr Aufmerksamkeit zuteil wird, liegt auf der Hand.

SCOPE: Was erwartet die Besucher, vielleicht in einigen Zahlen ausgedrückt, auf der Intec 2008?

Träber: Da sind zunächst die fast 700 Aussteller der Maschinenbaumesse, die ihre Leistungen wirksam präsentieren werden. So haben zum Beispiel viele der Aussteller aus dem Jahr 2007 wesentlich größere Ausstellungsflächen gebucht. Insgesamt wächst die Intec, bezogen auf die Ausstellungsfläche, um etwa 50 Prozent. Die Aussteller kommen nicht nur aus allen deutschen Bundesländern, in denen der Maschinenbau eine wichtige Rolle spielt, sondern auch aus West- und Osteuropa sowie aus Asien. Mit der gleichzeitig veranstalteten Zuliefermesse Z, dem jährlichen Branchentreffpunkt für Zulieferer und ihren Kunden aus der Automobilindustrie und dem Anlagen- und Maschinenbau, werden über 1.200 Aussteller den Besucher in Leipzig erwarten. Darunter sind auch bedeutende Forschungseinrichtungen, die unter anderem Innovationen aus der angewandten und industrienahen Forschung vorstellen werden. So präsentiert die sächsische Verbundinitiative für den Maschinenbau (VEMAS) eine Sonderschau unter dem Thema Forschung für die Zukunft.

SCOPE: Sie bieten auch 2008 wieder ein die beiden Messen ergänzendes facettenreiches Fachprogramm an. Ein Höhepunkt ist sicher der internationale Kongress MicroCar 2008.

Träber: Davon bin ich überzeugt, zumal der Kongress sich unter anderem mit dem Einsatz von Mikro- und Nanotechnologien im Automobil- und Maschinenbau sowie der Elektronik beschäftigen wird. Das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (Berlin), das diesen Kongress veranstaltet, hat übrigens bereits zum dritten Mal die Leipziger Messe als Veranstaltungsort gewählt. Weitere Höhepunkte des Fachprogramms sind das Expertenforum 2008 Zukunft Maschinenbau, in dem Zukunftsstrategien für den Maschinenbau vorgestellt und diskutiert werden und der 12. Internationale Jahreskongress der Automobilindustrie. Zu erwähnen sind die traditionellen Einkäufertage, die in diesem Jahr sowohl für die Zuliefermesse als auch für die Intec stattfinden. Hinzu kommt eine Palette kleinerer, spezieller Veranstaltungen. Im Ausstellerforum inmitten der Messehalle 3 halten Firmen und Institutionen zu verschiedenen Themen Kurzvorträge.

SCOPE: Wie viele Messebesucher erhoffen Sie sich für das Messe-Duo

Träber: Diese Frage ist natürlich nicht leicht zu beantworten. Im vorigen Jahr hatten wir über 14.000 Besucher. Das Messe-Duo ist 2008 in Qualität und Größe exzellent aufgestellt, und die Messen haben weiter an Bekanntheit gewonnen. Daher rechnen wir damit, die Besucherzahl vom Vorjahr zu übertreffen, aber um wie viel - darüber möchte ich nicht spekulieren.

SCOPE: Was war für Sie persönlich bislang die beste Nachricht in der Vorbereitung der beiden Industriemessen

Träber: Schwer zu sagen. Die Vorbereitung lief einfach mehr als gut. Die beiden Messen haben sich hervorragend, dank auch eines wirtschaftlichen Umfeldes, das besser als in den vorausgegangenen Jahren ist, entwickelt. Ich glaube, am meisten hat mich gefreut, dass Maschinenbauer, die 2007 noch als Besucher zum ¿Schnuppern¿ kamen, sich anschließend für eine Messebeteiligung entschieden haben.

Das Gespräch führte Dr. Bernd Bräuer, info@bwk-braeuer.de.

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