Laseranlagen

Es tut sich was

in Altmittweida bei Laservorm: Aktuell wird das Produktspektrum durch Maschinenkomponenten erweitert, so zum Beispiel das aktive Laserschutzfenster – besonders geeignet in Anlagen, in denen Hochleistungsfaserlaser zum Einsatz kommen oder Spezialbetonmaschinengestelle. Für das Verfahren Laserauftragschweißen werden neuartige und selbst entwickelte Pulverdüsen oder Dünndrahtförderer angeboten. Und ab Mitte des Jahres wird eine Serienanlage zur 5-Achs-Laseroberflächenbearbeitung lieferbar sein.

Neben der Kooperation mit Forschungseinrichtungen ist das Unternehmen ein guter Industriepartner für verschiedene Branchen. Dabei werden alle individuellen Laseranlagen von modular aufgebauten Maschinensystemen für Schweiß- und Oberflächenbearbeitung über Roboterlösungen bis hin zu speziellen Laserhandarbeitsplätzen je nach Kundenwunsch gefertigt. Ein zweites Standbein des 1994 gegründeten Unternehmens ist die Laser-Lohnbearbeitung im Kundenauftrag vom Einzelteil bis zur Großserie. Im Einsatz sind Verfahren wie Laserhärten, Laserumschmelzen, Laserlegieren oder Laserauftragschweißen. Dazu stehen Hochleistungs-Laser zur Verfügung, die Präzisionsnähte in hoher Geschwindigkeit garantieren. Im Feinschweißbereich werden beispielsweise Nahtbreiten bis zu 0,2 Millimeter erreicht. Zugleich sind Verbindungen an schweißkritischen Materialien (wie z. B. Sinterwerkstoffe oder Keramik) sowie qualitativ hochwertige Schweißverbindungen (z. B. heliumdicht) an einem breiten Werkstoffspektrum ausführbar. In der Laser-Lohnfertigung reicht die Bauteilgröße von Mikro wie für medizintechnische Anwendungen bis Makro wie zum Beispiel Pkw-Motor- und Getriebebauteile. Zu den Auftraggebern gehören Unternehmen aus den Branchen Automotive, Feinwerktechnik, Elektronik, Sensorik, Medizintechnik und Maschinenbau.

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Die Anlagen des Unternehmens aus Altmittweida können fast alles: Sie schaffen es, Dieselkraftstoff zu sparen und die Umwelt zu schützen, sie schweißen feinste Nadelspitzen dauerhaft an chirurgische Instrumente, sie härten Oberflächen und sie köpfen sogar Eier ohne diese zu berühren. „Das war ein spezieller Auftrag, der uns viel Publizität eingebracht hat“, erinnert sich Geschäftsführer Thomas Kimme. In Zusammenarbeit mit dem Impfstoffwerk Dessau Tornau GmbH sowie dem Laserinstitut Mittelsachsen entwickelte und baute das Altmittweidaer Unternehmen einen Laserschneider für das Schalenöffnen von Bruteiern, der speziell in der Pharmaindustrie zum Einsatz kommt. Sogenannte Bruteier werden gebraucht, um für die Impfstoff-Herstellung benötigte Viren zu züchten. Zuvor erfolgte das „Eierköpfen“ maschinell. Der berührungslose Laserschneider hat den Vorteil, dass keine Schalenreste das Ei verunreinigen. Für diese Erfindung wurde das Unternehmen 2005 mit dem Innovationspreis des Landkreises Mittweida ausgezeichnet, ebenso wurde 2010 das Patent erteilt. Zu den neuesten Erfindungen, entwickelt zusammen mit Prelatec in Stuttgart und der Uni Jena, zählt beispielsweise eine Kohlendioxid-Laserbohranlage, die Einspritzdüsen-Löcher von Dieselinjektoren präziser als bisher fertigen kann. ee

Intec, Halle 3, Stand F60

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