Software

Solidworks 2014: Verbesserungen bis ins Detail

Ende September präsentierte Solidworks auf einer Pressekonferenz die neue Version 2014. Diese wird mit einer Fülle an Verbesserungen im Laufe 2014 verfügbar sein. Daneben informierten die deutschen Produktverantwortlichen über die weiteren Entwicklungen innerhalb des Dassault Systèmes (DS) Konzerns sowie die Verzahnung mit der DS-Produktpalette.

Solidworks ist im Dassault-Konzern angekommen, das ist nach einer Übergangsphase von einigen Jahren klar erkennbar. Solidworks wurde als eine von zehn Produktgruppen in das DS-Portfolio integriert und im amerikanischen Management sind inzwischen fast alle Positionen neu besetzt worden. Rund um Solidworks sind nun Lösungen für 2D/3D-CAD, ECAD, Produktdatenmanagement, Simulation sowie die technische Dokumentation verfügbar. Womit wir bei der Verzahnung der Produktpalette angekommen wären, denn der Solidworks Composer für Dokumentationsaufgaben ist identisch mit dem 3DVIA-Produkt von Dassault. Wie weit diese Verzahnung in Zukunft reichen soll, wird sich zeigen. Bislang heißt es, dass eine neue CAD-Version auf dem V6-Datenmodell von DS entwickelt wird; parallel hierzu soll aber die CAD-Software weiterhin auf der bestehenden Technologie (Parasolid) verfügbar sein. Auch am indirekten Vertriebsmodell mit Partnern soll nicht gerüttelt werden. Für eine Beständigkeit in der Modellpflege spricht, dass nach 18 Jahren und 22 Versionen auch vermeintlich einfache Produkte wie Skizzenfunktionen im Zeichnungsmodul weiterentwickelt werden. Generell wurden für die Version 2014 wieder einige hundert Änderungen und Neuerungen umgesetzt, die auf Kundenwünschen basieren. Um eine stabile Version sicherzustellen, nahmen bereits 30 Betatester von 15 Kunden-Unternehmen die Software unter die Lupe. Und auf einer extra eingerichteten Website können Tester der Beta-Version ihre Erfahrungen hinterlegen; derjenige der die meisten Fehler findet erhält sogar einen Preis. Überarbeitet und verbessert wurden in Version 2014 unter anderem die Konstruktionswerkzeuge sowie die Performance. Das Handling großer Baugruppen und Zeichnungen sowie die Baugruppenverknüpfung wurde verbessert, um ein schnelleres Arbeiten zu ermöglichen. Mehr Tempo verspricht Solidworks auch insgesamt: Bei Benchmarkings zwischen Version 2013 und 2014 sei eine Steigerung von rund 22 Prozent gemessen worden. Eine verbesserte Zeichnungsdetaillierung ermöglicht außerdem eine schnellere und stärker automatisierte Zeichnungsdarstellung. Die so genannte neue Stil-Spline Funktionalität erlaubt die automatische Skalierung von Skizzenelementen und das Erstellen konischer Verrundungen. Anwender können so komplexe Oberflächen und organische Formen schneller, einfacher und präziser entwerfen. Auch im Blechbereich hat sich etwas getan; neue Blechfunktionen ermöglichen einen schnelleren Aufbau der Blechgeometrie und eine verbesserte Datenausgabe für die Fertigung. Anwender erhalten dadurch mehr Kontrolle bei der Eckenbehandlung und die Möglichkeit, Verstärkungsrippen zu erstellen, wie zum Beispiel Aussparungen bei Befestigungen, um das Gewicht und die auf das Teil einwirkenden Kräfte zu reduzieren.

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Auch in der Simulation hat sich einiges getan: Im Spritzgussfertigungsverfahren lassen sich mit so genannten Ergebnisberatern die Auswirkungen verschiedener Einstellungen simulieren. Auf der Basis von Materialdaten kann außerdem das Werkstoffverhalten in Teilen simuliert werden. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise im Voraus feststellen, ob ein Teil durch Eigenspannungen nach dem Spritzguss verzogen sein wird. Eine weitere Neuerung betrifft Mechanical Conception. Dabei handelt es sich um ein Werkzeug für die konzeptionelle Konstruktion, das es ermöglicht, Ideen schnell digital zu erfassen und erste Modelle zu erzeugen. Diese Lösung wird nun im Herbst als Cloud-Lösung verfügbar sein.

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