Software

Simulation treibt Produktentwicklung

Siemens PLM Software hat Version 8 seiner Produktentwicklungssuite NX vorgestellt und betont dabei vor allem die Bedeutung der Simulation für die Produktentwicklung. Ergänzt wurden aber auch die Konstruk- tions- und Fertigungsmodule.
Über Verbesserungen der Synchronous Technology lassen sich Modelle noch leichter verändern – was nicht zuletzt die Simulationsmöglichkeiten deutlich erweitert, die in NX 8 schwerpunktmäßig verbessert wurden. (Bilder: Siemens PLM Software)

Das CAD/CAM/CAE-Flaggschiff NX von Siemens PLM Software hat das Unternehmen nun in Version 8 vorgestellt, erweitert vor allem im CAE-Bereich. Das betrifft auch NX Nastran für sehr anspruchsvolle Simulationsaufgaben. „Die Fähigkeit, Produkteigenschaften zu optimieren, versetzt unsere Kunden in die Lage, schneller und kostengünstiger zu entwickeln“, sagt Jim Rusk, Vice President Product Engineering Software bei Siemens PLM Software. Das Modul NX CAE funktioniert als eigenständige Simulationslösung oder als voll integrierte Komponente der Produktentwicklungs-Suite NX. Als offenes System arbeitet es mit einer Vielzahl von auf dem Markt verfügbaren FEM-Solvern sowie mit NX Nastran von Siemens selbst zusammen. Erweiterte Berechnungsdisziplinen für multidisziplinäre Simulation und Optimierung ermöglichen darüber hinaus in NX CAE die integrierte Topologieoptimierung und Multiphysik-Analysen.

„NX CAE kann die Spielregeln bei der Simulation ändern“, meint Cimdata-Marktforscher Dr. Keith Meintjes. Für den Practice Manager für Simulation und Analyse eignet sich NX CAE insbesondere für die bereichsübergreifende Analyse und Zusammenarbeit. „Denn über die Synchronous Technology können CAE-Spezialisten Modelle aus verschiedenen CAD-Quellen ganz einfach als Grundlage nehmen – und schnell die Geometrie anpassen, verändern oder die Geometrie erstellen, die sie für ihre Analyse benötigen.“ Die Synchronous Technology verbindet die Geschwindigkeit und Flexibilität des direkt-dynamischen Modellierens mit den Möglichkeiten der parametergetriebenen Variantenbildung (siehe auch CAD-CAM REPORT 10/2010, S. 28). „Damit tritt nun die Geometrie in die CAE-Iterationsschleife, so dass der Berechnungsingenieur in der Lage ist, Entwicklungen wirklich voranzutreiben und zu beschleunigen – anstatt nur auf Konstruktionsmodelle der CAD-Spezialisten zu reagieren“, so Meintjes weiter. „Zudem ist diese Umgebung für Simulation und Analyse auch für Unternehmen geeignet, die NX nicht als CAD-Autorensystem einsetzen.“
Erwartungsgemäß bringt NX in Version 8 aber auch eine ganze Reihe von Erweiterungen und neuen Funktionen in anderen Bereichen, etwa für Industriedesign und Konstruktion, die Zeichnungserstellung sowie die Programmierung von NC- und Messmaschinen. So wurden beispielsweise im Modul NX CAM für den Maschinenbau die CAD/CAM-Prozesskette, die Feature-basierte NC-Programmierung und die integrierte Simulation von Werkzeugmaschinen um automatisierte, kontextspezifische Funktionen erweitert. So lassen sich etwa effiziente Werkzeugwege für prismatische Teile leichter erzeugen.

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Parallel zu NX 8 stellte Siemens zudem Version 10 der Tecnomatix-Software für die digitale Fabrik vor. Der Schwerpunkt hierbei liegt auf der Unterstützung von Entscheidungsprozessen – die auf diese Weise zu besseren Produkten führen sollen. Anfang des kommenden Jahres wird der CAD-CAM REPORT weitere Details dazu veröffentlichen. -co-

Siemens Industry Software GmbH & Co. KG, Köln Tel. 0221/20802-0, http://www.siemens.com/plm

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